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Grossmann: Der EVZ-Verteidiger avanciert zum Torjäger
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Der EVZ-Verteidiger Robin Grossmann erzielte sowohl gegen Langnau als auch gegen Kloten das Game-Winning-Goal. (Bild: Felix Klaus)

Schon so so viele Tore wie die ganze letzte Saison Grossmann: Der EVZ-Verteidiger avanciert zum Torjäger

3 min Lesezeit 18.09.2017, 15:00 Uhr

Nach dem ersten Sechspunkte-Wochenende scheint der EVZ langsam Fahrt aufzunehmen. Dennoch besteht massives Steigerungspotential. Für Lichtblicke sorgt ein ungewohnt treffsicherer Verteidiger.

Die beiden sieglosen Prügelknaben der Liga, Langnau und Kloten, kamen dieses Wochenende gerade recht, um die bislang wenig überzeugenden Zuger mental aufzubauen. Mit den beiden erkämpften Arbeitssiegen können sie nun auf einen zumindest resultatmässig gelungenen Saisonstart zurückblicken.

Dies sieht auch EVZ-Verteidiger Robin Grossmann so. «Wir können viel besser spielen. Aber letztlich zählen die Punkte. In zwei Wochen interessiert sich niemand mehr dafür, wie wir diese geholt haben.» Sven Senteler teilt die Einschätzung seines Teamkollegen und hebt die Steigerung in den letzten beiden Partien sowie den kämpferischen Einsatz hervor.

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Viele Fehler und schleppender Spielaufbau

Dennoch ist noch viel Steigerungspotential vorhanden, wie die beiden betonen. «Wir verlieren zu viele Scheiben in der neutralen Zone und müssen den Puck besser aus der Defensive führen», so Stürmer Senteler. Grossmann ortet die Probleme in Vielzahl an Fehlern in der eigenen Zone, wo das Team zu wenig konsequent auftrete.

Die beiden Problemzonen erklären die ungewohnt vielen Gegentreffer und den oft schleppenden Spielaufbau. Beide sind eine Folge der zahlreichen Absenzen, weshalb die jungen Verteidiger schon viel Eiszeit erhalten und die Center-Positionen momentan – auch aufgrund der Abgänge – im Vergleich zur Vorsaison praktisch vollkommen neu besetzt sind. So fallen McIntyre und Diem aus, während man Holden die wegen einer Schulterverletzung arg verkürzte Vorbereitung deutlich anmerkt.

«Jedes Goal ist schön, besonders jetzt, wenn es mehr sind und ich der Mannschaft so helfen kann.»

Robin Grossmann, EVZ-Verteidiger

Auch in der Verteidigung fehlen mit Helbling – wegen einer Sperre – und dem lange verletzten Alatalo zwei wichtige Stützen. Deshalb erhalten die Jungen, namentlich Stadler, Geisser und Fohrler, deutlich früher als angedacht eine grössere Rolle, was ebenfalls zu einer höheren Fehlerquote führen mag. Grossmann akzeptiert die Absenzen zwar nicht als Ausrede, räumt aber ein, dass sie einen Einfluss haben.

Gleichwohl böten diese eine Chance für die Jungen, die von den verbliebenen Routiniers wie Diaz, Schlumpf und ihm unter die Fittiche genommen werden. «Klar versuchen wir, den Jungen zu helfen. Zum Beispiel, indem wir mit ihnen reden und sie daran erinnern, möglichst einfach zu spielen.»

Offensive Leistungsexplosion von Grossmann

Besonders Grossmann scheint die grössere Verantwortung zu beflügeln. In den ersten fünf Partien hat der 30-Jährige bereits drei Treffer erzielt – gleich viele wie in der gesamten letzten Spielzeit inklusive Playoffs. Erst zweimal konnte er in seiner Karriere während der Qualifikation eine höhere Ausbeute vorweisen. Wie erklärt er sich die ebenso plötzliche wie unverhoffte Entwicklung zum Goalgetter? «Ich habe mir vorgenommen, mehr in den Abschluss zu gehen.» Zudem habe er das Schusstraining intensiviert. Sein offensiver Exploit ist umso beachtlicher, weil er jeweils ganz entscheidende Tore beisteuern konnte. Sowohl gegen Langnau als auch gegen Kloten gelang ihm jeweils das Game-Winning-Goal.

Obwohl er betont, dass letztlich der Sieg zähle und egal sei, wer die Tore erziele, freut sich der Nationalverteidiger sichtlich über seine neu gefundene Produktivität. «Jedes Goal ist schön, besonders jetzt, wenn es mehr sind und ich der Mannschaft so helfen kann.»

Nächster Aufbaugegner im Cup?

Aufgrund der vielen Absenzen und bis die Mannschaft zu einem konstanten, flüssigen und weniger fehlerhaften Spiel findet, wird sie weiterhin übermässig auf die individuelle Klasse einzelner Spieler zählen müssen. Ein treffsicherer Grossmann hilft diesbezüglich enorm. Und vielleicht erweist sich der Erstligist Wiki-Münsingen am Mittwoch im Cup als nächster Aufbaugegner.

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