Graue Wolken über dem Funk am See
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Mimiks am Funk am See. (Bild: zvg)

Luzerner Festival im Helfernotstand Graue Wolken über dem Funk am See

2 min Lesezeit 21.07.2016, 18:49 Uhr

Im August findet das Luzerner Gratisfestival Funk am See statt. Einen Monat vor Festivalbeginn sieht es jedoch düster aus – nicht an der Wetter-, aber an der Helferfront.

Bald wird die Lidowiese wieder zum «Acker». Scherz beiseite, bald startet wieder das Funk am See in Luzern, das Gratisfestival beim Verkehrshaus, welches alle zwei Jahre stattfindet.

Vor zwei Jahren fuhr das Funk am See ein «schmerzliches Defizit» ein. Um wie viel Geld es sich dabei handelte, verraten die Organisatoren nicht, aber nur so viel, dass der Verlust durch die vorangegangenen Jahre und einen Kulturbeitrag aufgefangen werden konnte.

Aufstellen und abreissen

Doch dieses Jahr macht man sich ums Wetter wenig Sorgen. «Das Wetter wird gut, da bin ich mir sicher», sagt lachend David Ammon, der die Helfenden koordiniert. Mit der Helfersuche hingegen geht es ziemlich schleppend voran. Von benötigten 250 Helfern sind bisher erst zwei Drittel gefunden. «Vor zwei Jahren ging es einfacher und schneller. Da waren wir früh schon relativ gut abgedeckt.»

Besonders für den Auf- und Abbau der Festivalinfrastruktur sind noch Helfer gesucht. «Das Abbauen scheint einer der unbeliebtesten Jobs zu sein», weiss Ammon. Er selbst versteht das nicht: «Es hat etwas sehr Befriedigendes, ein Festival abzureissen und nach wenigen Tagen zu sehen, dass man ein ganzes Gelände zum Verschwinden gebracht hat.»

Allgemeiner Trend oder Festivaljahr?

Woran der Helfermangel liegt, ist auch Ammon schleierhaft. «Es scheint wirklich schwieriger zu werden. Es gibt immer mehr Angebote und Veranstaltungen, die sich gegenseitig konkurrenzieren.» Auch andere Festivals, z.B. das Blue Balls, mussten nochmals einen Aufruf starten und ehemalige treue Helfer wieder ausgraben.

«Ich werde auch wieder ein paar Freunde zwingen.»
David Ammon, Koordination Helfer

«Es kann aber auch daran liegen, dass 2016 wirklich viele Festivals stattfinden – viele engagierte Leute haben daher vielleicht schon Einsätze hinter sich und sagen sich, das reicht erstmal», so Ammon.

Das Programm (in Auszügen)

Freitag, 19. August 2016
Touch (CH / LU)
Liss (DK)
Her (FR)

Samstag, 20. August 2016
Reverend Beat-Man (CH / BE)
Hanreti  (CH / LU)
Wavering Hands (CH / LU)
Klaus Johann Grobe (CH / ZH)
Pandour (CH / FR)
Romare (UK)

Alle Infos finden Sie hier.

Freunde zwingen

Wirklich Sorgen mache er sich aber noch nicht. «Ich denke, dass viele sich noch spontan anmelden werden.» Zudem will das Team jetzt noch einige Aufrufe machen und natürlich wird auch im eigenen Bekanntenkreis mobilisiert. «Ich werde auch wieder ein paar Freunde zwingen», amüsiert sich Ammon. Das gehöre schlichtweg dazu, wenn man ein solches Festival mitorganisiert.

Die Helfercrew am Funk am See setzt sich aus Luzernern fast jeden Alters zusammen. «Es ist spannend, wie durchmischt es ist. Vor allem zwischen 18 und 30 und dann wieder ab 40 melden sich die Leute. Es hat sich zum Beispiel dieses Jahr auch ein pensioniertes Pärchen angemeldet», so Ammon. Es sei aber auch möglich zu helfen, wenn man jünger als 18 sei – einfach nicht hinter der Bar.

Bedenken müssen die Organisatoren im Vorfeld immer auch jene, welche wieder abspringen: «Die Helfer sind alles Freiwillige, deshalb müssen wir immer auch mit kurzfristigen Absagen von Leuten rechnen, welchen etwas anderes dazwischenkommt.»

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