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Gleich mehrere Ärzte kündigen Zuger Praxis ihren Dienst
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Mit dem Stethoskop misst der Arzt zum Beispiel die Herzfunktion per Gehör.. (Bild: Unsplash/Hush Naidoo)

Bei Centramed rumort es Gleich mehrere Ärzte kündigen Zuger Praxis ihren Dienst

1 min Lesezeit 8 Kommentare 09.09.2020, 21:14 Uhr

Die Gemeinschaftspraxis Centramed braucht neue Ärzte: Die Mediziner sollen gleich im Dutzend gekündigt haben. Die Hintergründe bleiben unklar.

Die Meconex AG ist ein Unternehmen der Krankenkasse Sympany mit Sitz in Basel. In Zug betreibt sie unter dem Namen Centramed eine Gemeinschaftspraxis. Dort soll es gewaltig rumoren: Die «Zuger Zeitung» berichtet, dass sämtliche Ärzte ihr Stethoskop an den Nagel gehängt haben. Zudem sei die Leiterin freigestellt worden.

Meconex-CEO Heidi Zbinden bestätigt gegenüber der Zeitung, dass «ein grosser Teil der Ärzte eine Kündigung eingereicht hat.» Wie viele es genau sind, will sie nicht sagen. Auch die Freistellung wird bestätigt. Über die Hintergründe schweigt sie sich aus.

Mit den Mitarbeitenden würden Gespräche laufen, diese seien noch nicht abgeschlossen.

In Zug arbeiten laut Webseite 12 Ärzte und Ärztinnen, 2 Assistenzärztinnen und 5 Therapeuten bei Centramed.

Zur Belegschaft gehört offenbar auch der stellvertretende Kantonsarzt Hanspeter Kläy. Er wollte sich gegenüber der «Zuger Zeitung» nicht äussern.

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8 Kommentare
  1. Dolfi, 13.09.2020, 14:03 Uhr

    War ja klar das der Kantonsarzt da nicht so genau hinschaut, weil sein Kollege da arbeitet. Die Geschichte kennen wir langsam. Es ist Zeit für ein neues Kapitel und frische und unabhängige Kräfte in der Gesundheitsdirektion.

  2. Beat Blaser, 10.09.2020, 22:41 Uhr

    Bei derartigen Gemeinschaftspraxen steht meist eine Management AG und eine KK dahinter welche die im Hausarzt-Modell versicherten zuweist. Billige ausl. Teilzeitärzte, 08/15 Medizin für Hunz und Kunz sowie Umsatz stehen im Vordergrund. Entsprechend das medizinische Niveau, die Motivation und Arbeitsklima. Hände weg.

    1. Martin Hosek, 11.09.2020, 09:59 Uhr

      Man darf nicht vergessen, dass die Umsätze der Arztpraxen während des Lockdowns um 50 – 75% eingebrochen sind. Da liegen die Nerven bei so manchen Verwaltungsräten blank …

    2. CScherrer, 11.09.2020, 10:09 Uhr

      Grundsätzlich ein Unding, dass Krankenversicherer solche Arztpraxen führen. Diese verlassen so ihre Kernkompetenzen. Seit Einführung der so genannten Managed Care-Modellen waren die Krankenversicherer trotz grosser Versprechen nicht in der Lage, die Prämien nachhaltig zu senken. E

  3. Peter Meier, 10.09.2020, 11:01 Uhr

    Ich frage mal ganz frech: Ist das die Praxis in der eine Ärztin rausgeschmissen wurde weil sie nach einem anstrengenden Tag die Corona Maske vergessen hat und dann als abschreckendes Beispiel quer durch alle Medien geschleift wurde, streng nach Maos Grundsatz „bestrafe einen, erziehe hundert“?
    Ist aber schon interessant was in der letzten Zeit in Zuger Arztpraxen so abläuft, erst Cap und die unkontrollierbare Praxis und jetzt das.

    1. Martin Hosek, 10.09.2020, 17:03 Uhr

      Nein, ist sie nicht. Denn dort ist der Praxisleiter ein Mann. Hier ist es die Praxisleiterin selbst.

  4. Martin Hosek, 10.09.2020, 10:03 Uhr

    Man würde den Sachverhalt wesentlich besser verstehen, wenn klar wäre, ob zuerst die Praxisleiterin freigestellt wurde und danach die Ärztinnen und Ärzte aus Solidarität mit ihr gekündigt haben oder ob im Gegenteil die Ärztinnen und Ärzte aus Unzufriedenheit mit der ärztlichen Leitung gekündigt haben und diese dann deswegen von Meconnex freigestellt wurde. So wie ich die ärztliche Leiterin kennengelernt habe, vermute ich Ersteres. Aber Fakten zu schildern ist besser als Vermutungen Raum zu geben, insbesondere im Journalismus.

  5. Beat Sieber, Dr., 09.09.2020, 23:52 Uhr

    Ein heikler Artikel, der Patien/innen der Centramed Zug verunsichert, ohne dass sie wissen, woran sie jetzt sind.

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