Gian Brun zur Renteninitiative: «Bürgerliche müssen sich in den Hintern klemmen»
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Hat kein Vertrauen in die Altersvorsorge: Der Zuger Freisinnige Gian Brun.

Jungfreisinniger Zuger kämpft für Altersvorsorge Gian Brun zur Renteninitiative: «Bürgerliche müssen sich in den Hintern klemmen»

6 min Lesezeit 12 Kommentare 26.07.2021, 05:01 Uhr

Mit einem höheren Rentenalter gewinnt man in der Schweiz politisch keinen Blumentopf. Die Jungfreisinnigen fordern es trotzdem. Der 23-jährige Zuger Gian Brun sagt im Interview, was an diesem Vorschlag sexy ist und wieso sich auch seine Generation mit der Altersvorsorge beschäftigen sollte.

Weil wir immer älter werden, soll auch das Rentenalter steigen. Das fordern die Jungfreisinnigen mit ihrer Initiative, die vorletzte Woche eingereicht wurde. Demnach wird das Rentenalter an die Lebenserwartung gekoppelt. Dies nach dem Grundsatz: 20 Prozent der Lebenszeit soll man im Ruhestand verbringen können.

Gemäss Berechnung der Initianten und gestützt auf Prognosen des Bundes ginge man ab dem Jahr 2032 erst mit 66 Jahren in Pension, 2043 mit 67 Jahren, in 2056 mit 68 Jahren. Für Mann und Frau würde dasselbe Rentenalter gelten.

Viel für die 145’000 eingereichten Unterschriften getan hat der Hünenberger Gian Brun. Der Vizepräsident des Initiativkomitees sagt, ihm fehle das Vertrauen in die Altersvorsorge.

zentralplus: Gian Brun, ich bin 34-jährig, Sie sind 23-jährig. Werden wir im Alter noch eine existenzsichernde AHV-Rente erhalten?

Gian Brun: Wenn die Renteninitiative angenommen wird, schon (lacht). Ich glaube, die Frage ist weniger, ob wir eine Rente bekommen, sondern zu welchem Preis.

zentralplus: Was meinen Sie damit?

Brun: Was die Politik jetzt macht, ist: Alle paar Jahre werden die Steuern erhöht. Da müssen wir Gegensteuer geben.

So erklären die Jungfreisinnigen ihre Renteninitiative:

zentralplus: Als reiches Land können wir uns doch gute AHV-Renten leisten.

Brun: Wir können uns alles leisten, aber wir haben dadurch anderswo weniger. Wenn es so weitergeht, bräuchte es nach unseren Berechnungen eine Mehrwertsteuererhöhung von fast vier Prozent. Das entspricht bei einem Medianlohn 1’200 Franken pro Jahr, die dann im Portemonnaie fehlen. Das sind einmal die Ferien! Aus unserer Sicht ist es falsch, den Menschen Geld wegzunehmen, das sie selber besser anlegen könnten. Zudem trifft die Mehrwertsteuer die Ärmeren immer stärker, weil es keine Progression gibt.

«Selbst Junge, die sich nicht für Politik interessieren, zahlen in die dritte Säule ein.»

zentralplus: Wird durch die Renteninitiative nicht einfach die private Vorsorge gestärkt und die staatliche geschwächt?

Brun: Genau das ist ja so sexy an unserer Initiative: Jeder kann selber entscheiden, was er mit seinem Geld macht. Die Initiative stärkt die Eigenverantwortung. Vielen denken über meine Generation, dass wir unser Geld nur für Ferien und Zalando ausgeben. Aber selbst Junge, die sich nicht für Politik interessieren, zahlen in die dritte Säule ein. Denn das gibt Sicherheit. Deshalb ist die Stärkung der privaten Vorsorge der richtige Weg – und schwächt die staatliche Vorsorge nicht.

zentralplus: Das Rentenalter an die Lebenserwartung zu koppeln, scheint auf den ersten Blick sinnvoll, da wir immer älter werden – andere Länder machen das bereits so. Dennoch: Ein höheres Rentenalter ist in der Schweiz hoch umstritten.

Brun: Ich verstehe die Skepsis bei den 58- bis 62-Jährigen, die sich auf ihre bevorstehende Pensionierung freuen. Bei unserer Initiative wären aber erst jene mit Jahrgang 1966 und jünger betroffen. Und wir haben beim Unterschriftensammeln gesehen: Die Jungen unterschreiben sofort. Für mich ist es nicht relevant, ob ich jetzt noch 42 oder 44 Jahre arbeite.

zentralplus: Wie lange müssten Sie bei einem Ja zur Initiative arbeiten?

Brun: Bis ich 68,5 Jahre alt bin. Ich werde wohl noch länger arbeiten, denn ich bin überzeugt, dass ich etwas machen werde, das mir Spass macht.

zentralplus: Das ist nur möglich, wenn man einen Job hat. Heute haben über 50-Jährige teils Mühe, noch eine Stelle zu finden. Wie sollen sie da länger arbeiten?

Brun: Viele, die gegen ein höheres Rentenalter sind, kennen Einzelschicksale von solchen Menschen. Aber die Statistik zeigt, dass die Arbeitslosigkeit bei den über 55-Jährigen die tiefste ist. Das Problem ist: Wenn sie mal ihren Job verlieren, bleiben sie länger arbeitslos und drohen in die Armut zu fallen. Da gibt die Politik aber Gegensteuer, zum Beispiel mit der Überbrückungsrente. Fakt ist: In den nächsten Jahren geht die ganze Babyboomer-Generation in Rente, 400’000 Stellen müssen besetzt werden. Die Jobs sind also da.

«Die Linken haben es geschafft, das Rentenalter zu einem Tabuthema zu machen.»

zentralplus: Für Leute mit spannendem und entspanntem Job klingt das prima. Aber wer auf dem Bau schuftet oder sich in der Pflege abrackert, mag irgendwann schlicht nicht mehr.

Brun: Das ist ein wichtiger Punkt. Ich bin einverstanden, dass nicht jeder länger arbeiten kann. Bereits heute können Leute auf dem Bau mit 60 Jahren in Pension gehen. Es braucht auch in Zukunft branchenspezifische Lösungen. Die lineare Karriere ist übrigens eh vorbei: Man ist heute nicht mehr das Leben lang bei derselben Firma und steigt stetig ein Treppchen hoch. Auch die fixe Altersgrenze von 65 Jahren muss aus den Köpfen raus. Dass mir der Staat vorschreibt, wie lange ich arbeite, ist doch absurd. Da braucht es ein Umdenken.

zentralplus: Ein Umdenken gibt es auch in der Arbeitskultur. Island hat kürzlich die 4-Tage-Woche eingeführt. Der Zeitgeist lautet heute Lebensqualität, und nicht malochen – mit Corona hat sich bei vielen die Sinnfrage verstärkt. Länger und mehr zu arbeiten, widerspricht dieser Entwicklung.

Brun: Ich kenne viele Junge, die nur 80 Prozent arbeiten, weil sie es cool finden. Doch das ist nur dank unseres Wohlstandes möglich. Wenn wir die Steuern erhöhen müssen, kann man es sich aber nicht mehr leisten, nur Teilzeit zu arbeiten.

Die Jungfreisinnigen haben ihre Renteninitiative letzte Woche in Bern eingereicht.

zentralplus: Eine Alternative, um die AHV zu stärken, ist das Geld der Nationalbank. Dann braucht es keine Steuererhöhung.

Brun: Das ist letztlich ein Nullsummenspiel, weil die SNB-Gewinne heute vollumfänglich an Bund und Kantone fliessen und dann halt dort fehlen. Und einfach Geld von der Nationalbank zu nehmen, sorgt dafür, dass sie nicht mehr unabhängig ist. Muss sie nebst der Währung noch die AHV stabilisieren, wird es problematisch.

zentralplus: Die Probleme in der Altersvorsorge sind seit Langem bekannt, doch die Schweiz kann sich nicht zu einer Lösung durchringen. Wieso harzt das dermassen?

Brun: Die Linken haben es geschafft, das Rentenalter zu einem Tabuthema zu machen. Bei manchen Vorschlägen waren auch Bürgerliche dagegen, weil ihnen ein Element nicht passte. Umso wichtiger ist es, dass wir mal über das «nackte» Rentenalter abstimmen.

«Das erste Date würde man mit einem Gespräch über die Altersvorsorge ziemlich versauen.»

zentralplus: Sie glauben, das sei mehrheitsfähig?

Brun: Ich bin überzeugt, dass eine Mehrheit bereit wäre, länger zu arbeiten. Denn die Alternative ist eine Steuererhöhung. Wir haben beim CO2-Gesetz gesehen: Das Portemonnaie ist den Bürgern wichtig.

zentralplus: Hand aufs Herz: Renteninitiative ist nicht gerade ein Thema, das Junge beim ersten Date besprechen. Wieso interessiert man sich als U30-Person für die Altersvorsorge?

Brun: Das erste Date würde man mit einem Gespräch über die Altersvorsorge ziemlich versauen (lacht). Im Jugend-Sorgenbarometer ist sie aber immer weit oben, das Thema brennt uns Jungen unter den Nägeln. Es ist vielleicht nicht so emotional wie die Klimadebatte, aber man ist sich einig: Es muss etwas geschehen.

zentralplus: Die Jungfreisinnigen sprechen von einem «Aufstand der Jungen». Vertrauen Sie den älteren Semestern in der Politik nicht, dass sie eine Lösung hinkriegen?

Brun: Als ich mit 17 Jahren zum ersten Mal AHV einbezahlt habe, war das für mich klar: Dieses Geld werde ich nie mehr sehen. Ich habe kein Vertrauen in Altersvorsorge. Die Linken haben Ausbaupläne, aber keine Ideen für die Finanzierung. Und den Bürgerlichen fehlt der Mut, vermeintlich Unpopuläres anzugehen. Man traut sich nicht, weil alle an die nächste Wiederwahl denken. Es braucht einen Schubs und den liefern wir mit der Renteninitiative: Es ist ein Steilpass von uns an die Bürgerlichen. Sie müssen sich in den Hintern klemmen, den Ball aufnehmen und versenken.

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12 Kommentare
  1. Armando, 17.08.2021, 20:23 Uhr

    Die AHV-Renten sind schon heute in keiner Weise existenzsichernd und decken nicht mal die Grundbedürfnisse, obwohl es das AHV-Gesetz so vorschreibt. Viele haben keine 2. Säule, vor allem Frauen, weil der Koordinationsabzug mit über 25’000 Fr. viel zu hoch ist. Die Schweizer Altersvorsorge krankt an allen Ecken und Enden, dies beweist die stark steigende Zahl von Rentnern, die auf Ergänzungsleistungen der AHV angewiesen sind.

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  2. Schorno Albert, 31.07.2021, 10:52 Uhr

    ich frage mich nur warum z.B. ein Stadtschreiber sich heute mit 58 Jahren bereits pensionieren lassen kann ! Wieviel hat den derjenige finanziell dazu beigetragen ?

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  3. Stephan Michel, 26.07.2021, 22:37 Uhr

    Schade, lässt sich Gian Brun hier nicht vernehmen und geht der Diskussion aus dem Weg. Von einem Politiker hätte ich mehr erwartet.

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  4. P. Nigg, 26.07.2021, 13:50 Uhr

    Im Zeitalter von Negativzinsen, was einer schleichenden Entwertung des Eigenkapitals gleichkommt, auf Kapitalbildung zur Altersvorsorge setzen, ist grotesk. Die Worthülse «Eigenverantwortung» reicht nicht als Begründung. Sinnvoll und notwendig ist der Ausbau der AHV zu einer existenzsichernden Rente. Zu deren Finanzierung könnte, kreativer als immergleich über Altergrenzen leiern, über Transaktionsabgaben, eine Maschinensteuer, eine Ressourcenverbrauchstaxe, usw., nachgedacht werden.

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    1. Heiler, 26.07.2021, 14:59 Uhr

      Bitte nicht alles vermischen: Die Zweite Säule erfolgt nach dem Kapitaldeckungsverfahren. Dabei bildet jede Altersgruppe in der Zeit ihres Erwerbslebens ein Vermögen. Wenn nun unsere Pensionskassen – ähnlich wie in den USA oder Israel – vermehrt in erfolgsversprechende Startups anstelle in überteuerte Immobilien oder Obligationen mit Negativrenditen investiert hätten, sehe die finanzielle Lage der Pensionskassen um einiges besser aus. Und: Die bestehenden Regulierungsvorschriften hätten es den Pensionskassen schon heute erlaubt, höhere Investitionen in Startups zu tätigen.

      Die AHV wird allerdings nach dem sogenannten Umlageverfahren finanziert. Dabei fliesst das Geld, das die AHV von den aktiven Versicherten einnimmt, direkt zu den Pensionierten. Es wird nicht auf die Seite gelegt. Die Einnahmen werden umgehend wieder ausgegeben. Negativzinsen spielen somit bei der AHV kaum eine entscheidende Rolle!

      Ganz nebenbei: Eine Maschinensteuer wäre letztlich nichts anderes als eine Besteuerung von Innovation (von neuen marktfähigen Produkten und Dienstleistungen) und somit ganz sicher kein nachhaltiger Beitrag zur AHV-Finanzierung sowie zur Steigerung der Standortattraktivität resp. zur Sicherung von wertschöpfungsintensiven Arbeitsplätzen. Eine Ressourcenverbrauchssteuer um die AHV zu retten – echt jetzt? Wenn schon eine CO2-Abgabe und mit dieser retten wir das Klima und die Umwelt! Wäre ja schon ambitioniert genug!

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  5. Heiler, 26.07.2021, 12:39 Uhr

    Hey Gian – Du beginnst gerade mit 23ig Jahren ein Studium in St. Gallen – bis zum Master wirst Du wohl 5 Jahre benötigen. Zudem bezahlst Du mit Deinen Semestergebühren nur einen Teil Deines Studiums – mit anderen Worten: Die heutigen Erwerbstätigen und Steuerzahler finanzieren Dich! Nur schon deswegen sollte es mehr als logisch sein, dass Du länger arbeitest resp. mehr in das Sozialsystem einbezahlst. Freiwillig und eigenverantwortlich ganz im liberalen Geist!

    Ferner solltest Du Dir auch mal Gedanken machen, welche finanziellen Anreize für Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu setzen wären, damit sich Arbeiten >65ig heute schon lohnt (Stichwort: Steuerprogression und Beitragssätze).

    Gerade Du scheinst ja auf Bildung zu setzen, wenn es um Deine persönliche Zukunft geht. Weshalb machst Du Dich nicht für entsprechende Bildungsangebote für ältere Erwerbstätige stark – Stichwort Lebenslanges Lernen und dessen Finanzierung. Wir befinden uns längst in einem Strukturwandel und der Staat sollte nicht warten bis grosse Teile der Erwerbstätigen im RAV oder in der Sozialhilfe landen.

    Nur das Rentenalter erhöhen, löst das Finanzierungsproblem der AHV bei weitem nicht!

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  6. Hegard, 26.07.2021, 12:35 Uhr

    Ich finde es einfach schizophren, den Rentner/in bis zur Unterhose auszuziehen und dann mit der Sozialhilfe am Leben zu erhalten, was ja auch Steuern sind.
    Sie sollten eher für günstige Wohnungen schauen, die in der Nähe kulturelle und gute Einkaufsmöglichkeiten bieten. Keine Steuern. Auch ein günstiges GA und Versicherung wären nötig, um die Sozialämter zu entlasten. Denn so könnten Rentner gut leben.
    Ich finde die Vermieter verdienen genug, die Umtriebskosten produzieren sie selber, genau wie die Politiker.

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  7. Faktencheck, 26.07.2021, 10:56 Uhr

    Lustig, wie sich die Freisinnigen plötzlich um die Ärmeren kümmern, die von einer höheren Mehrwertsteuer besonders betroffen seien. Das Gegenteil ist der Fall. Miete und Krankenkasse bezahlen keine Mehrwertsteuer, Lebensmittel einen stark reduzierten Satz. Diese Ausgaben machen bei tiefen Einkommen den Löwenanteil aus. Von einem Anstieg wäre also vor allem die wohlhabenderen betroffen, beispielsweise beim Kauf eines neuen SUV…

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  8. W.Wettstein, 26.07.2021, 07:39 Uhr

    Sexy ist an diesem Vorschlag aus FDP-Unternehmersicht nur, dass man Arbeitnehmer früher kündigen kann damit die Sozialwerke für die Sozialhilfe länger zahlen müssen

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  9. Sandra Klein, 26.07.2021, 07:32 Uhr

    Die als Rettung für alle älteren Arbeitnehmer gepriesene Überbrückungsrente ist ein Witz und ein Etikettenschwindel. Diese lächerlich kleine Rente erhält nur, wer weniger als 50’000 Franken Vermögen hat, ausserdem wird die berufliche Vorsorge angerechnet. Da ist selbst die Sozialhilfe noch grosszügiger.

    Der grosse Beschiss ist ein anderer: Die Reserven der Pensionskassen, die jedes Jahr grösser werden und welche den Versicherten gehören. Im Jahr 2015 waren es 116,4 Milliarden Franken. Im Jahr 2017 waren es 131,8 Milliarden Franken, 2020 nun 153,4 Milliarden Franken. Den Guthaben der Versicherten wurden innert 5 Jahren also 50 Milliarden entzogen. Dies ist mehr als die behauptete Umverteilung von Jung zu Alt.
    Fazit: Alles heisse Luft. Warum, Herr Brun, warum machen Sie nichts gegen diesen Bschiss und verbreiten falsche Fakten?

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    1. Stefan Ernst, 26.07.2021, 10:52 Uhr

      Man kann sich seine Realität auch zurechtbiegen – überlegen Sie sich, wenn der Aktienmarkt abserbelt – sollen dann die Beitragszahler ohne Rente dastehen? Die Reserven haben ja einen Zweck.

      Und wieso soll Personen mit grossem Vermögen eine Überbrückungsrente finanziert werden? Das wäre nun definitiv die Umverteilung nach oben.

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    2. Sandra Klein, 26.07.2021, 12:53 Uhr

      @Stefan Ernst. Selbstredend benötigen Pensionskassen und Versicherungen Reserven. Doch was hat sich in den letzten 5 Jahren verändert, dass diese freiwillig um 50% erhöht wurden? Selbst der Chef des Pensionskassenverbandes hat seine Mitglieder inzwischen dazu angehalten, die Reserven zu senken, man könne solche Rückstellungen auf keine Weise mehr rechtfertigen.

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