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Gewerkschaft warnt vor Burnouts bei Lehrern
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Für viele Lehrer ist der Arbeitstag mit dem Ende des Schulunterrichts nicht beendet. (Bild: wia)

VPOD Luzern führte grosse Umfrage durch Gewerkschaft warnt vor Burnouts bei Lehrern

2 min Lesezeit 13.12.2019, 16:46 Uhr

Bloss ein Drittel aller Verwaltungsangestellten kann sich nicht vorstellen, den Arbeitgeber zu wechseln. Diese und weitere Erkenntnisse gehen aus einer Studie hervor.

In der Schweiz leidet jede vierte Person unter arbeitsbedingtem Stress und jede dritte aufgrund der übermässigen Arbeitsbelastung unter emotionaler Erschöpfung. Diese erschreckenden Ergebnisse der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz hat der VPOD Luzern, als Gewerkschaft des Verwaltungspersonals und der Lehrpersonen, zum Anlass genommen, eine wissenschaftlich begleitete empirische Belastungsumfrage bei den Lehrpersonen und dem Verwaltungspersonal des Kantons Luzern durchzuführen.

Teilgenommen haben fast 1’500 Lehrpersonen und über 500 Angestellte aus dem Bereich der öffentlichen Verwaltung. Die Thematik brennt den Angestellten unter den Nägeln und sie wollen sich dazu äussern. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen deutlich warum dies so ist, schreibt die Gewerkschaft in einer Mitteilung.

Burnout-Gefahr bei Lehrpersonen

Gemäss der Studie wird die Arbeit im Bildungsbereich im Kanton Luzern nahezu flächendeckend als sehr sinnhaft empfunden. Gleichzeitig ist die arbeitszeitliche Belastung der Lehrpersonen ist hoch. 95 Prozent der antwortenden Personen geben an, für ihren Betrieb unbezahlte Arbeit zu erledigen. Die Arbeitsbedingungen bei den Lehrpersonen erhalten aber weiter schlechte bis sehr schlechte Werte in den Kriterien: Emotionale Anforderungen und Arbeitsintensität.

Verbunden mit der hohen Sinnhaftigkeit erhöhe eine solche Kombination das Risiko einer schwerwiegenden Erkrankung, was letztlich in einem Burnout enden kann, folgert der VPOD.

Bei den Verwaltungsangestellten zeigt sich ein ähnliches Bild. Das Personal empfindet es als grosse Belastung, dass es nicht alle Informationen erhält, um die Arbeit gut zu erledigen und sieht sich darüber hinaus mit unterschiedlichen Anforderungen konfrontiert, die schwer miteinander zu vereinbaren sind. Nur 35 Prozent der Angestellten können sich derzeit nicht vorstellen, ihren Arbeitgeber zu wechseln.

Gewerkschaft will Gespräche suchen

Der VPOD vertritt als Gewerkschaft des Personals öffentlicher Dienste die Interessen aller Angestellten im öffentlichen Sektor. Die nun, spezifisch für Luzern, vorliegenden Resultate zur Belastung des Verwaltungspersonals und der Lehrpersonen zeigen, dass die Bedürfnisse der Kantonsangestellten stärker berücksichtigt werden müssen. Nur so könne auch zukünftig eine hohe Qualität in der Bildung und bei den Dienstleistungen der öffentlichen Hand gewährleistet werden.

In den kommenden Wochen und Monaten wird sich der VPOD gemeinsam mit den Mitarbeitenden im Bildungsbereich und der öffentlichen Verwaltung für Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen einsetzen. Hierzu wird sowohl mit der Politik, wie auch den entsprechenden Abteilungen beim Kanton das Gespräch gesucht, um gemeinsam Lösungen zu finden.

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