Teilzeit-Studium und Beratung

Mit diesen Projekten fördern Luzern und Zug die Pflege

Im Xund werden Pflegefachkräfte ausgebildet. Im Rahmen der Pflege-Initiative will das Zentrum die Ausbildung noch mehr fördern. (Bild: ida)

Für die Umsetzung der Pflegeinitiative spielt in der Zentralschweiz das Bildungszentrum Xund eine zentrale Rolle. Die Zentralschweizer Kantone unterstützen das Zentrum bei vorerst 11 Projekten, darunter etwa ein Teilzeit-Studium.

Im Auftrag des Bundes und der Schweizer Stimmbevölkerung müssen die Kantone Ausbildungen im Bereich der Pflege fördern (zentralplus berichtete). Hierfür spannen die Zentralschweizer Kantone und das Bildungszentrum Xund zusammen. Das Xund lanciert nun vorerst 11 Projekte, die Pflege Aus- und Weiterbildungen fördern sollen, wie es am Dienstag mitteilt. Die Kantone unterstützen die Projekte mit 4,9 Millionen Franken, wobei sich der Bund maximal zur Hälfte an den Kosten beteiligt.

Unter anderem schafft Xund ein Teilzeit-Studium für Pflege an der Höheren Fachschule. Das ermögliche es interessierten Personen, trotz familiärer Verpflichtungen eine Ausbildung zu absolvieren. «Die Pflegeinitiative ermöglicht es XUND, umgehend neue und innovative Bildungsformate zu erarbeiten, welche für die Zentralschweiz wegweisend sind. Der Teilzeitbildungsgang stellt dabei ein zentrales und bisher fehlendes Element dar», wird Xund-Präsident Josef Widmer zitiert.

Einspringende Berufsbildner

Weitere Projekte sind der Aufbau einer Fachstelle für Ausbildungsberatung, die Ausbildungsbetriebe unterstützen soll. Beispielsweise bei der Gestaltung von Konzepten, der Organisation oder in schwierigen Ausbildungssituationen. Gleichzeitig baut Xund das Beratungsangebot für Studierende im praktischen Teil der Ausbildung aus und lanciert eine spezifische Beratung für Quereinsteiger. Nebst Beratungsstellen lanciert Xund auch einen «Springer»-Dienst für Berufsbildnerinnen. Bei Ausfällen oder Vakanzen stehen ab 2025 mehrere kurzfristig einsetzbare und qualifizierte Pflegefachpersonen zur Verfügung.

Noch sind die Projekte nicht in trockenen Tüchern. Die für den Bundesbeitrag erforderliche Genehmigung durch das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation ist noch ausstehend. Zudem sind die notwendigen politischen Prozesse noch nicht in allen Kantonen abgeschlossen. Allfällige Anpassungen seien deshalb vorbehalten, so die Xund.

Verwendete Quellen
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