Gesundheit & Fitness
Neubau mit 80 Betten geplant

Luks Wolhusen schenkt sich Spatenstich zum Geburtstag

So soll das neue Spital aussehen. Der Neubau wird 80 Betten beinhalten. (Bild: Luks)

Eine lange und emotionale Geschichte öffnet ein neues Kapitel. An der Feier zum 50-jährigen Bestehen des Spital Wolhusen, gab es einen Spatenstich.

Es ist schon 50 Jahre her. 1972 eröffnet das heutige Luks Wolhusen. Damals nennt es sich noch «Kreisspital Wolhusen». Das Spital deckt zusammen mit den Hausärztinnen und Hausärzten die medizinische Versorgung der Bevölkerung in der Region Entlebuch und Luzerner Hinterland ab.

Zukunft des Spitals sorgt für hitzige Debatten

Die Entwicklung des Spitals sorgt für emotionalen Diskurs. Bekomme ich in Wolhusen noch Betreuung, nach einem Unfall? Muss ich mein Kind in Luzern gebären? Diese Fragen beschäftigt die Bevölkerung der Region schon länger.

Das Gebäude hat den Jahrgang 1972. Es ist klar, dass dieser Bau des Luzerner Kantonsspitals (Luks) in Wolhusen saniert werden muss. Das kostet viel Geld und daher wurde über die Zukunft diskutiert. Vor rund 16 Jahren wollte der Regierungsrat das Spital gar schliessen. Diese Pläne einer Schliessung stossen auf Widerstand. Es formiert sich eine IG Pro Spital Wolhusen, welche dann auch eine Schliessung verhindern kann. Damit öffnete sich das erste Kapitel einer langen Geschichte (zentralplus berichtete). Das Neubauprojekt wurde 2011 vom Regierungsrat grundsätzlich beschlossen.

So sah 1970 der Spitalneubau aus. Das Bild stammt aus dem Archiv Wolhuser Forum für Geschichte. (Bild: )

Spatenstich zum Geburtstag

Am heutigen Geburtstag blickt die Leitung zurück auf die Geschichte. «Mit Freude dürfen wir in diesem Jahr auf das 50-jährige Bestehen zurückblicken», sagt LUKS-Verwaltungsratspräsident Dr. Ulrich Fricker. «Das Spital in Wolhusen hat eine grosse Bedeutung für unsere Mitarbeitenden, die Standortgemeinde und die ganze Region.»

Das Luks schenkt sich zum Geburtstag einen besonderen Moment. Der Spatenstich läutet der nächste Entwicklungsschritt für den Neubau «Paimo» ein. «Der heutige Tag ist ein historischer Moment für den Standort Wolhusen», so Fricker. «Wir blicken nach den langen Diskussionen um das Leistungsangebot gerne in die Zukunft.»

Mit dem Spatenstich starten nun die Arbeiten für das Werkhofgebäude, welches zusammen mit dem neuen Parkplatz im Osten des Areals entsteht. «Parallel werden bis im Frühjahr 2023 die infolge des nun von der Politik vorgegebenen Leistungsangebotes notwendigen partiellen Überarbeitungen im bisherigen Bauprojekt ‹Paimo› eingepflegt», sagt Vize-Verwaltungsratspräsident Peter Schilliger, welcher im Verwaltungsrat der LUKS-Gruppe das Baudossier betreut.

Ein Neubau mit 80 Betten soll entstehen

Der Neubau soll Platz für 80 Betten bieten. Davon sind 20 Betten für Behandlungen und Eingriffe im Bereich der Grundversorgung, 20 Betten für orthopädische Eingriffe und 40 Betten für die Rehabilitation geplant. Die genaue Bettenverteilung wird zum Zeitpunkt des Bezugs und später vom Bedarf abhängen.

«Um auf spätere allfällige Anpassungen reagieren zu können, wird das Spitalgebäude möglichst flexibel gebaut. Für die Planung, den Bau, die Inbetriebnahme und den Bezug rechnen wir mit einer Zeitdauer von fünf Jahren», sagt Schilliger.

Auch die Politik gibt sich zum Geburtstag zufrieden. «Ich bin zufrieden, dass die Weichen für den Spitalneubau nun gestellt sind und danke den Luks- Verantwortlichen, dass sie den von der Politik eingeschlagenen Weg mittragen», sagt Regierungspräsident und Vorsteher des Gesundheits- und Sozialdepartements Guido Graf. Der politische Prozess war herausfordernd. «Die Regierung hat sich aber immer klar und deutlich zum Spital Wolhusen bekannt», so Graf. Die Anpassungen des Leistungsangebots seien unumgänglich, da das Umfeld des Gesundheitswesens immer dynamischer und komplexer geworden sei. 

Verwendete Quellen
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