Bauprojekte Luzerner Kantonsspital

Kinderspital und Frauenklinik werden teurer als gedacht

Die Bauarbeiten fürs neue Kinderspital und die Frauenklinik laufen. (Bild: Luzerner Kantonsspital)

Die Bauarbeiten für das neue Kinderspital und die neue Frauenklinik des Luzerner Kantonsspitals sind auf Kurs. Doch die Neubauten kosten mehr als ursprünglich geschätzt.

Auf dem Gelände des Luzerner Kantonsspitals (Luks) wird geklotzt: Bis 2026 will das Spital ein betriebsbereites neues Kinderspital und eine neue Frauenklinik haben (zentralplus berichtete). Beide Gebäude sind veraltet und bieten für die heutigen Bedürfnisse zu wenig Platz. Wie das Luks am Mittwoch mitteilt, seien die Bauarbeiten der Gebäude auf Kurs.

Jedoch muss sie die ursprüngliche Kostenschätzung nach oben korrigieren. 2019 ging das Spital noch von 170 bis 200 Millionen Franken für die beiden Gebäude aus. Dies ohne medizinische Ausstattung und Möbel und ohne die Nebenprojekte wie dem Parkhaus und der Integration des Rettungsdienstes. Die Kosten für die neuen Gebäude betragen gemäss Kostenvoranschlag 226 Millionen Franken. Samt Möbeln, medizinischen Geräten und Co. kosten die beiden Kliniken 258 Millionen Franken. 176 Millionen fürs Kinderspital, 82 Millionen Franken für die Frauenklinik.

Mehr Platz für Operationen

«Die Kostensteigerung liegt unter Berücksichtigung der Grösse und Komplexität innerhalb der üblichen Bandbreite. Schmerzhaft ist die Bauteuerung, die für die Klinikbauten im tiefen zweistelligen Millionenbereich liegt», wird Luks-CEO Benno Fuchs dazu zitiert. Zusammen mit den Nebenprojekten wie Rettungsdienst, Energienetz, Parkplätzen und weiteren Massnahmen kostet die erste Phase der Luks-Arealentwicklung 353 Millionen Franken.

Das Projekt habe sich zudem laufend entwickelt. «Die Medizin entwickelt sich rasant und diese Trends gilt es zu antizipieren», werden Christine Brambs und Corina Christmann, Chefärztinnen der Frauenklinik, zitiert. Mit laufendem Projektfortschritt habe sich die benötigte Fläche um rund 900 Quadratmeter vergrössert. Dazu gehören beispielsweise eine erweiterte OP-Zone und einen grösseren ambulanten und Notfallbereich.

Verwendete Quellen
0 Kommentare
Apple Store IconGoogle Play Store Icon