Assistenzprogramm für Apothekerausbildung

Kanton Luzern bekämpft Fachkräftemangel in Apotheken

Der Kanton Luzern will die Apothekerausbildung unterstützen (Bild: kok)

Ausgebildete Apotheker sind in Luzern derzeit Mangelware. Deswegen lanciert der Kanton ein Assistenzprogramm. Dieses hat zum Ziel, dass künftig mehr Personen den Fachapothekertitel erwerben.

Seit einigen Jahren gibt es im Bereich der Hausarztmedizin ein Förderprogramm. Nun wird ein solches auch für Apotheker aufgebaut. Dies teilt der Kanton Luzern in einem Schreiben mit.

Das Apotheken-Assistenzprogramm solle die Apotheken darin unterstützen, Assistenten in ihren Betrieben auszubilden und es ihnen so ermöglichen, den Fachapothekertitel zu erwerben. «Die Stellensituation bei den Apotheken ist aktuell kritisch. Mit dem neuen Weiterbildungsprogramm können wir einen Beitrag leisten, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken», lässt sich Gesundheitsvorsteher Guido Graf in der Mitteilung zitieren.

Angebot soll bis im Herbst aufgebaut sein

Konkret sollen die Anstellungsbedingungen für Assistentinnen erleichtert werden. Auch für Wiedereinsteiger sowie Personen aus dem Ausland soll es künftig einfacher sein, den Fachtitel im Kanton Luzern zu erwerben.

Das Assistenzprogramm wird laut Auskunft des Kantons durch das Gesundheits- und Sozialdepartement gemeinsam mit Partnerorganisationen aufgebaut. Wissenschaftlich begleitet und evaluiert wird das Projekt durch die Fakultät für Gesundheitswissenschaften und Medizin der Universität Luzern sowie dem Berner Institut für Hausarztmedizin. Wichtiger Partner sei zudem der Luzerner Apotheker-Verein. Die Organisation des neuen Weiterbildungsangebots soll bis im Herbst 2023 aufgebaut sein. Im kommenden Jahr sollen die ersten Studienabgängerinnen davon profitieren.

Verwendete Quellen
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