Milliarden-Investionen geplant

Gewinn der Luks-Gruppe reicht nicht für Zukunft

Das Luzerner Kantonsspital. (Bild: Luzerner Kantonsspital)

Das Geschäftsjahr 2023 schloss das Luzerner Kantonsspital mit einem Gewinn ab. Trotzdem schaut die Spitalgruppe mit Sorgen in die Zukunft.

Im dritten Geschäftsjahr nach der Gründung hat die Luks-Gruppe erneut Gewinn gemacht. Das «im Branchenvergleich gute Ergebnis» resultiere aus der Optimierung der Arbeitsprozesse und dem vorbildlichen Einsatz der Mitarbeiter, lässt sich Ulrich Fricker, Verwaltungsratspräsident der Spitalgruppe, in einer Mitteilung zitieren. «Aber es ist zu wenig, um die anstehenden Grossinvestitionen in der Luks-Gruppe eigenständig zu finanzieren.»

Denn bis 2038 plant die Gruppe Investitionen von rund 1,6 Milliarden Franken und grosse Neubauprojekte. «Die Finanzierung der anstehenden Investitionen stellt aufgrund des für alle Spitäler schwierigen tariflichen und wirtschaftlichen Umfeldes eine grosse Herausforderung dar», lässt sich CEO Benno Fuchs zitieren. Mit einer Eigenkapitalquote von fast 50 Prozent Ende 2023 stehe das Luzerner Kantonsspital aber «auf gesunden Beinen».

Um die künftigen Investitionen zu stemmen, fordert die Luks-Gruppe «eine sachgerechte Anpassung der tarifären Abgeltung». Ausserdem soll der Kanton als Eigner «verbindlich und vollumfänglich» für ungedeckte Kosten von bestellten gemeinwirtschaftlichen Leistungen (GWL) aufkommen. Bei Bedarf soll der Kanton ausserdem das Aktienkapital erhöhen oder ein Aktionärsdarlehen gewähren. 

Weniger Gewinn, mehr Umsatz im Jahr 2023

Im Jahr 2023, dem ersten «Normaljahr» nach der Pandemie, schrieb die Spitalgruppe einen Gewinn von 1,6 Millionen Franken (im Vorjahr 2,3 Millionen Franken) bei einem Umsatz von 1,21 Milliarden Franken (im Vorjahr 1,15 Milliarden Franken). Zum positiven Jahresergebnis trug auch das Spital Nidwalden mit einem Plus von 245'000 Franken bei.

Die Luks-Gruppe umfasst das Luzerner Kantonsspital (Luks Spitalbetriebe AG) mit den Standorten Luzern, Sursee und Wolhusen, die Spital Nidwalden AG, die Luks Immobilien AG sowie weitere Beteiligungen. Am 1. Juli 2021 haben sie sich zu einer Spitalgruppe zusammengeschlossen.

Verwendete Quellen
  • Medienmitteilung der Spitalgruppe
  • Organigramm des Luzerner Kantonsspitals
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