Polizei soll auch aussteigen

Ufschötti-Anwohner lancieren Petition gegen Partygänger

In der Ufschötti treffen sich nachts hunderte von Jugendlichen. (Bild: bic)

Letzten Sommer sorgten die nächtlichen Partys in der Ufschötti bei den Anwohnerinnen für mächtig Ärger. Dieses Jahr wollen sie den Party-Jugendlichen zuvorkommen.

112 Anwohnerinnen des Alpenquais haben dem Luzerner Stadtrat eine Petition überreicht, in der sie die Durchsetzung der gesetzlichen Nachtruhe zwischen 22 Uhr und 6 Uhr fordern. Die IG Alpenquai hat sich in den letzten Jahren mehrfach in den Medien zu den Lärm- und Abfallproblemen in der Ufschötti geäussert, schreibt die «Luzerner Zeitung». Jetzt will sich die IG nicht mehr vertrösten lassen.

«Es geht nicht um eine Dauerpräsenz, aber mehr Patrouillenfahrten», sagt Nick Dubach von der IG zu der Zeitung. Diese hätten zwar tatsächlich zugenommen, «nur müssten die Polizisten auch aussteigen und sich umsehen, statt nur mit geschlossenem Fenster vorbeizufahren.» Die Lösungsvorschläge einer Arbeitsgruppe bestehend aus Jungparteien und der Stadt lehnt die IG ab. Besonders die Idee, das Kanti-Areal abends zugänglich zu machen, bewertet die IG als Problem-Verlagerung. Die Stadt wird in Kürze über die Vorschläge beraten.

Die Anwohnerinnen akzeptieren, dass es am Wochenende bis Mitternacht laut sein kann. Doch danach muss es möglich sein, zu schlafen, meint Nick Dubach. Die Ufschötti sorgte besonders im Juli 2022 für Schlagzeilen aufgrund von nächtlichem Lärm, Abfall, Krach und der Benutzung der Gärten als WC. Die Stadt hat diesen Sommer mobile Toiletten an ausgewählten Standorten aufgestellt.

Verwendete Quellen
  • Artikel in der «Luzerner Zeitung»
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