Gesellschaft
Kinderparlament entscheidet

Stadt Luzern: Die «Saure Zitrone» 2022 geht an Alpstaeg

Das Kinderparlament der Stadt Luzern tagte am Mittwoch zum 94. Mal. (Bild: zvg)

Das Kinderparlament der Stadt Luzern hat entschieden: Der FCL-Mehrheitsaktionär Bernhard Alpstaeg erhält dieses Jahr den Preis für Kinderunfreundlichkeit. Freuen darf sich dagegen das Verkehrshaus Luzern.

Am 23. November tagte das Kinderparlament (KiPa) zum 94. Mal, wie die Stadt Luzern am Donnerstag mitteilte. Anlässlich des internationalen Tags der Kinderrechte haben die jungen Parlamentarier erneut Kinderfreundlichkeit und Kinderunfreundlichkeit ausgezeichnet. Nach einer zweieinhalbstündigen Debatte wurden sich die Kinder einig.

Die «Saure Zitrone 2022», der Preis für das kinderunfreundlichste Verhalten, geht an den FCL-Mehrheitsaktionär Bernhard Alpstaeg. Dieser hatte in den vergangenen Monaten aufgrund der öffentlichen Diskreditierung des FCL Präsidenten und des Sportchefs für negative Schlagzeilen gesorgt (zentralplus berichtete).

Das Kinderparlament findet, dass beim FCL zu viel Macht bei einer Person liegt. Sehr kritisch beäugt wird auch, dass Bernhard Alpstaeg Personalentscheidungen treffen kann – die Kinder bangen um ihre Lieblingsspieler. Deshalb ihr Vorschlag: Verteilung der Macht auf verschiedene Personen.

Kinderparlament honoriert Verkehrshaus

Freuen kann sich dagegen das Verkehrshaus Luzern. Das interaktive Museum erhält den «Goldenen Lollipop 2022» für Kinderfreundlichkeit. Ausschlaggebend waren neben den Verkehrsmitteln aus der Vergangenheit auch das nette Personal, die Planeten-Abteilung und das Schokoladenmuseum.

Die offizielle Preisübergabe findet am Mittwochnachmittag, 8. Februar 2023, um 14 Uhr im Jugendkulturhaus Treibhaus statt.

Die Macht des Kinderparlaments ist nicht zu unterschätzen. Im Sommer erstritten sich die Kinder beim Luzerner Stadtrat 300 Franken Gutscheine für den öffentlichen Nahverkehr (zentralplus berichtete). Geplant ist eine dreijährige Testphase für die Aktion mit den Gutscheinen. Die geschätzten Gesamtkosten für die Pilotphase belaufen sich auf rund 5 Millionen Franken.

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