Gesellschaft
Kundgebung nach Bewilligungsentzug

Stadt Luzern: Rund 300 Personen solidarisieren sich mit Ebikoner Arzt

Nachdem bekannt wurde, dass dem Arzt aus Ebikon seine Bewilligung entzogen wurde, riefen Corona-Skeptiker zur Kundgebung für den «Held» ihrer Bewegung auf. Dem Aufruf folgten zahlreiche Personen.

Leise waren vereinzelte «Liberté» Rufe zu hören. Der Name «Berset» fiel in den Gesprächen häufig. Auf Transparenten war unter anderem «unser Held» zu lesen. Einige trugen ein Lichtlein mit sich. Maske trug kaum einer.

Rund 300 Personen versammelten sich am Montagabend gegen 19 Uhr auf dem Schwanenplatz, um sich mit dem Ebikoner Arzt zu solidarisieren, der nicht nur mit öffentlicher Kritik an Corona-Massnahmen, sondern auch dadurch aufgefallen war, dass er Patienten ohne Maske behandelte (zentralplus berichtete).

Am Wochenende wurde bekannt, dass ihm nun wohl deswegen von der Gesundheitsdirektion des Kantons Luzern die Bewilligung zum Behandeln von Patienten entzogen wurde. Diese Nachricht veranlasste zahlreiche Sympathisanten, vorbei am Regierungsgebäude durch die Altstadt zu spazieren. Aus Protest.

Kundgebung war nicht bewilligt

Flankiert wurden sie von einem gut sichtbaren Polizeiaufgebot, das nicht einschritt, das Geschehen aber auf Video festhielt. Die Demonstration war nicht bewilligt. Sie wurde zuvor in den sozialen Medien angekündigt.

Der Arzt geriet derweil nicht nur mit Maskenverweigerung und dem Aufruf dazu in die Schlagzeilen: So hatte er das Gerücht in Umlauf gebracht, dass einer seiner Patienten im Altersheim wegen einer Corona-Impfung verstarb. Dies stellte sich als Falschaussage heraus (zentralplus berichtete).

Die Gesundheitsdirektion kommentiert den Lizenz-Entzug derzeit nicht –  der Arzt hat noch die Möglichkeit, die Massnahme auf dem Rechtsweg anzufechten.

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