Gesellschaft

Protest für kürzere Arbeitswochen
Regenwetter verdirbt Klimaaktivisten die Demos

  • Lesezeit: 2 min
  • Kommentare: 4
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Die bewilligte Demo zog von der Altstadt bis zum Helvetiaplatz. (Bild: cbu)

Am Samstag fand der Nationale Aktionstag des Bündnisses «Strike for Future» statt. In Zug und Luzern waren verschiedene Events geplant – einige davon fielen buchstäblich ins Wasser.

Diesen Samstag fanden in zahlreichen Schweizer Städten eine Vielzahl an Aktionen und Demonstrationen statt. Darunter auch in der und Zug. Denn am 9. April war der Nationale Aktionstag des Bündnisses Strike for Future. Ihre Hauptforderung: Weniger arbeiten und mehr Freizeit.

In Zug haben Gewerkschaften, der Frauenstreik, eine Pflegegruppe und einen Begegnungsort auf dem Postplatz geplant. Mit Spielen, Büchern und Reparaturtisch sollten einige Vorzüge von mehr Freizeit erlebt werden können. Die Aktivisten mussten sich aber dem Wetter geschlagen geben.

Geplante Aktionen in Zug fielen ins Wasser

«Aufgrund zu starken Windes wäre die geplante Durchführung auf dem Postplatz nicht sicher», schreibt Erich Schmidiger von «Strike for Future Zug» zentralplus. «Die Suche nach Alternativen war leider auch nicht sonderlich erfolgreich.» Darum entschied man sich, stattdessen auf dem Bahnhofsplatz in Zug Flyer zu verteilen.

Haben beim Bahnhof Flyer verteilt: Die «Strike for Future»-Aktivisten von Zug.
Haben beim Bahnhof Flyer verteilt: die «Strike for Future»-Aktivisten von Zug.

In Luzern zeigte sich ein ähnliches Bild. Als zentralplus dem Aufruf der Webseite folgte und zum Kurplatz ging, fanden wir ausser einem kleinen Grüppchen, das gemütlich Boccia spielte, niemanden vor. Keine Musik, keine Diskussionen.

Kollektiv fordert kürzere Arbeitswoche

Also wechselten wir zum Mühleplatz, wo die Demo um 15.30 Uhr starten sollte. Ausser einer Handvoll Jungen Grünen, die Unterschriften für die Umweltverantwortungsinitiative sammelten, gab es hier auch noch nicht viel zu sehen.

Mit der Zeit trudelten aber zunehmend weitere Teilnehmer und Aktivistinnen ein. Von Jugendlichen bis zu Senioren war das Publikum bunt gemischt. Einige von ihnen kamen mit Transparenten an, auf denen Sprüche wie «Mehr Zeit zum Leben! Arbeitszeitreduktion, jetzt!», «Meh schaffe für weli Welt? schützen!» oder «Queer, links, hässig» standen.

Klimaaktivistin Milena Hess (zentralplus berichtete) eröffnete das Treffen mit einer kurzen Ansprache, bevor sie das Mikrofon an eine Reihe weiterer Rednerinnen übergab. Die Forderung der einzelnen Gruppierungen war klar: eine radikal verkürzte Arbeitswoche bei gleichbleibendem Lohn.

Protestmarsch durch die Stadt

So sollen durch die reduzierte Arbeitsbelastung die Gesundheit und das Wohlbefinden der Arbeitenden sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessert werden. Zudem würde eine Reduzierung der Arbeitszeit die Überproduktion und die Folgen für Klima und Umwelt lösen, sind sich die Aktivistinnen sicher.

Zuletzt zogen die rund 50 Teilnehmer durch die Altstadt bis zum Helvetiaplatz. Eindrücke von ihrem bewilligten Demonstrationszug siehst du im Video:

Verwendete Quellen
  • Augenschein vor Ort
  • Schriftlicher Austausch mit Erich Schmidiger
  • Medienmitteilung «Strike for Future»
  • Webseite «Strike for Future»
Weitere Quellen
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4 Kommentare
  1. Nonstop Nonsens, 10.04.2022, 14:53 Uhr

    Zum Glück hatte ich meine Kindheit zu einer anderen Zeit und mit richtigen Hobbys. Danke Mama und Papa, dass ihr mich nicht in die dauertrötzali Generation hineingeboren habt.

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    1. Michel von der Schwand, 10.04.2022, 15:54 Uhr

      Das Christoph-Blocher-Syndrom ist übrigens therapierbar.

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  2. Walter, 09.04.2022, 19:44 Uhr

    4Tage Arbeitswoche muss möglich sein

    Bei gleichem Lohn

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  3. Helmut Bacher, 09.04.2022, 19:36 Uhr

    50 momol …

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