Aprilscherze aus Luzern und Zug

Vorsicht April: Das sind die Scherze aus Luzern und Zug

Eine Pizza aus dem Wäschetrockner? Diese Weltneuheit soll die Zuger Firma Schulthess AG anbieten. (Bild: zvg)

Alpstaeg baut ein neues Luzerner Theater, die Lucerne Clinic bringt innovative Brustimplantate auf den Markt und eine Zuger Firma baut einen Wäschetrockner mit integrierter Pizzafunktion. Aber es gibt auch seriösere Aprilscherze.

Nicht immer kommen alle Aprilscherze gut an. Derjenige von Kanton Zug beispielsweise, in dem es um eine Seilbahn ins Ägerital geht (zentralplus berichtete), sorgte für Diskussionen in den Leserkommentaren von zentralplus. Wobei dort auch diesem Medium Humorlosigkeit vorgeworfen wird.

Wie dem auch sei: Auch andere Organisationen haben sich am 1. April nicht lumpen lassen. So geht es in der «Luzerner Zeitung» beispielsweise um den Neubau des Luzerner Theaters. Die Kritik daran ist so stark gewesen, dass die Stadt das Projekt umfassend überarbeiten will (zentralplus berichtete).

Da kommt ein Mann gerade zur richtigen Zeit: Bernhard Alpstaeg. Der Besitzer des Luzerner Theaters wolle bereits in einigen Wochen einen anderen Neubau präsentieren, heisst es im Text. Denn Alpstaeg fühle sich verbunden mit dem Haus und möchte daher anpacken. Der Neubau sei denn auch «keine Hexerei» und sei schnell realisierbar, sagte Alpstaeg-Sprecher Sacha Wigdorovits.

Pizza aus dem Wäschetrockner – besser als in jedem Pizzaofen

Die Firma Schulthess ist vielleicht nicht allen ein Begriff. Der Waschmaschinenhersteller hat seinen Hauptsitz im Kanton Zug. Und spätestens mit der neuesten Innovation würde die Firma wohl weltbekannt. Denn die Firma habe einen Wäschetrockner mit integrierter Pizzafunktion patentieren lassen – eine Weltneuheit.

Es handle sich um eine «Weiterentwicklung des Kondensationstrockners mit integrierter Wärmepumpe», heisst es. Viel mehr wolle man nicht verraten, Details seien ein Geschäftsgeheimnis.

Wie kam die Firma auf die Idee, ein solches Gerät zu entwickeln? Die Antwort vonseiten Schulthess: «Unser Forschungsleiter kommt aus Italien und liebt Pizza.» Ob das Gerät ein Erfolg wird? Schulthess glaubt zumindest fest daran. «Wir sind überzeugt, dass diese Weltneuheit ein Hit wird.»

Stellt sich die Frage, weshalb die Firma Schulthess den spezialisierten Wäschetrockner nicht längst erfunden hat. Vielleicht ist die Produktidee ja tatsächlich gefragt und gar nicht so absurd. Sous-vide-Dampfgaren in der Abwaschmaschine ist nämlich bereits möglich (kein Scherz).

Vergrösserbare Brustimplantate – made in Lucerne

Mit einer Weltneuheit wartet auch die Lucerne Clinic auf, ihrerseits bekannt für Brustvergrösserungen. Man habe festgestellt, dass viele Patientinnen Mühe bekunden, die richtige Grösse der Implantate auszuwählen. Für diese Frauen biete die Klinik eine neue Lösung: grössenverstellbare Brustimplantate, einfach verstellbar via Smartphone-App oder per Sprachsteuerung.

Nützlich sei diese Innovation, ist sich Jürg Häcki, Geschäftsführer und plastischer Chirurg an der Lucerne Clinic, sicher: «Vielleicht wollen Sie jemandem imponieren und sind froh, wenn Sie die Brüste einfach grösser machen können. Oder Sie sind im dicht gedrängten Bus und brauchen ein bisschen mehr Platz, dann machen Sie die Brüste einfach kleiner.»

Wer sich die neu patentierten «Smart Cups» implantieren lassen möchte, müsse dafür 10'000 Franken zahlen. Ganz schön viel für einen nicht notwendigen Eingriff. Das scheint auch die Lucerne Clinic zu wissen und verlost gleich eine Brustvergrösserung. Um zur glücklichen Gewinnerin zu werden, muss man unter dem Post lediglich zwei Kolleginnen markieren und das Video liken sowie dem Account der Lucerne Clinic folgen. Reichlich Kommentare hat das Video – die meisten scheinen es aber als Scherz entlarvt zu haben. Fazit: Eine Schönheits-OP gratis gibt es wohl kaum, dafür ordentlich Reichweite für die Lucerne Clinic.

Notrecht aufgrund geringer Wahlbeteiligung?

Einen seriöseren Anstrich hat der Scherz der SP-Grossstadträtin Maria Pilotto, den sie auf Facebook gepostet hat. Ihr Scherz spricht auf die Wahlbeteiligung an den kantonalen Wahlen an, die dieses Jahr Medienberichten zufolge höchstens durchschnittlich hoch sein werde. «Aufgrund der tiefen Wahlbeteiligung hat der Stadtrat im Notrecht kurzfristig allen Luzerner Bürgerinnen zwischen 16 und 18 Jahren sowie den Luzernerinnen mit Migrationsvordergrund das Wahlrecht zugesprochen. Schön wärs.»

Verwendete Quellen
  • Youtube-Video der Lucerne Clinic
  • Medienmitteilung der Schulthess Maschinen AG
  • Schriftlicher Austausch mit einem Sprecher der Schulthess Maschinen AG
  • Artikel in der «Luzerner Zeitung»
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