Gesellschaft
Sie richtet schwere Vorwürfe an Polizei

Luzerner Polizei verhaftet Alt-Kantonsrätin nach unbewilligter Demo

Die Luzerner Polizei hat am letzten Samstag nach einer unbewilligten Demonstration eine Person festgenommen. (Symbolbild: Luzerner Polizei) (Bild: Adobe Stock)

Alt-Kantons und Stadtparlamentarierin Heidi Joos wurde nach einer unbewilligten Demonstration am vergangenen Samstag festgenommen. Sie richtet schwere Vorwürfe an die Luzerner Polizei.

Die Luzerner Polizei hat am vergangenen Pfingstsamstag die ehemalige Luzerner Kantons- und Stadtparlamentarierin Heidi Joos verhaftet. In einem offenen Brief schreibt sie, dass sie eine verstörende Nacht auf dem Polizeiposten verbracht habe und es ein unverhältnismässiger Einsatz gewesen sein. Das berichtete «Pilatus Today». Nach Aussagen von Heidi Joos sei sie «mit Gewalt und in Handschellen ins Kellerloch der Kasimir-Pfyffer-Strasse abgeschoben» worden.

Joos habe am Pfingstsamstag auf dem Bahnhof Luzern einen stillen Protest gegen die Einschränkungen der Grundrechte in Zeiten des Notrechts abgehalten. Als sie den Platz verlassen wollte, wurde sie von einer jungen Polizistin gebeten, ihre Ausweispapiere zu zeigen. Dann habe sich «die Lage immer weiter zugespitzt».

Polizei bestätigt einen Einsatz

Die Luzerner Polizei bestätigt auf Anfrage, dass sie am Pfingstsamstag eine unbewilligte Demonstration gemäss den Covid-19-Bestimmungen des Bundes aufgelöst habe. Eine Person wurde wegen Hinderung einer Amtshandlung sowie Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte vorübergehend festgenommen. Bei diesem Einsatz sei eine Polizistin verletzt worden.

Die Staatsanwaltschaft Luzern hat nun eine Untersuchung gegen die Frau eingeleitet. Geprüft werden laut Sprecher Simon Kopp Gewalt oder Drohung gegen Behörden und Beamte und Hinderung einer Amtshandlung.

Der Frau werde etwa vorgeworfen, dass sie sich in einer Polizeikontrolle nicht kooperativ verhalten hat und dass sie auch eine Polizistin gebissen hat. Zudem hat sie gemäss Angaben der Polizei eine Wegweisung ignoriert. All das stand im Zusammenhang mit der unbewilligten Demonstration.

Weitere Auskünfte kann die Luzerner Polizei nicht geben, weil es sich um ein laufendes Verfahren handelt.

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