Gesellschaft
Mehrzweckhalle steht ab 15. April zur Verfügung

Luzern schafft auf der Allmend 200 Plätze für Flüchtlinge

Die Flüchtlinge warten am Bahnhof von Lwiw auf den nächsten Zug, der sie nach Polen und in Sicherheit bringt. (Bild: Raimond Lüppken)

Bis zum 1. April wurden schon 618 Flüchtende aus der Ukraine dem Kanton Luzern zugewiesen. Um auf alles vorbereitet zu sein, hat der Kanton nun auf der Allmend für 200 Menschen einen Platz geschaffen.

Ein Bett in einer Mehrzweckhalle auf der Allmend ist nicht gerade gemütlich. Da ist es klar, dass diese Betten nicht für eine lange Zeit gedacht sind. «Die 200 Plätze in der Mehrzweckhalle Allmend werden für eine kurzfristige Erstunterbringung benötigt. Dies ermöglicht eine optimale Triage in eine längerfristige Unterbringungslösung», schreibt der Kanton.

Ziel sei es, dass niemand mehr als eine Woche in dieser Mehrzweckhalle bleiben muss. In dieser Zeit wird ein Platz bei einer kantonalen Stelle oder bei Privaten gesucht. «Wir hoffen, dass wir dank der Mehrzweckhalle Allmend keine weitere Notunterkunft für die Unterbringung von Schutzsuchen in Betrieb nehmen müssen», sagt Silvia Bolliger, Leiterin der Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen (DAF).

Unterbringungsmöglichkeiten für rund 2'400 Personen

Täglich erreichen Luzern zwischen 20 und 50 Personen. Bis zum 1. April hat der Kanton schon 618 Personen registriert. 372 von diesen geflüchteten Personen haben einen Unterschlupf in kantonalen Unterkünften gefunden, die restlichen Menschen sind privat untergebracht.

Der Kanton Luzern geht davon aus, dass es am Ende Plätze für rund 2'400 Personen braucht. Dies sei eine enorme Herausforderung. «Vom Anmieten geeigneter Objekte bis zur betriebsfähigen Bereitstellung braucht es einiges an Organisation und der Prozess ist zeitintensiv», schreibt der Kanton.

Es ist nicht nur eine Herausforderung einen Platz zu suchen. Es gibt noch einige Hürden mehr. Dies zeigte sich auch bei unserem Besuch im temporären Asylzentrum im luzernischen St. Urban (zentralplus berichtete).

Zivilschutz erneut im Einsatz

In den letzten Jahren wurde der Zivilschutz extrem gefordert. Die Pandemie hat zum grössten Schweizer Zivilschutz-Einsatz aller Zeiten geführt. Fast 560’000 Diensttage haben Zivilschützer zur Unterstützung des Gesundheitswesens innert zwei Jahren geleistet, wie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz mitteilt.

Und nun stehen die Zivilschützer wieder im Einsatz. Um die Mehrzweckhalle vorzubereiten, ist die Zivilschutzorganisationen ZSOpilatus und ZSO Emme vor Ort. Die Aufbauarbeiten starten am 4. April. Die Unterkunft ist ab dem 15. April 2022 einsatzbereit.

Verwendete Quellen
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