Forderungen seien nicht erfüllt

Feministischer Streik: Hunderte Frauen versammeln sich

Um 18 Uhr startete die Demonstration. (Bild: zvg)

Am 14. Juni wird in der Schweiz für den Feminismus demonstriert. So auch in Luzern. Das Vögeligärtli war am Freitag gut gefüllt – und die Forderungen der Teilnehmerinnen werden wieder auf die Strasse getragen.

Am 14. Juni wird schweizweit gestreikt. Auch in Luzern wird am feministischen Streiktag demonstriert und gefeiert. «Denn unsere Forderungen sind noch längst nicht erreicht», schreibt das feministische Streikkollektiv Luzern.

Noch immer sehen die Teilnehmerinnen des feministischen Streiks die Rechte und soziale Anerkennung von sogenannten FINTAS – Frauen, Inter Personen, nichtbinäre, trans und agender Menschen – bedroht. Noch immer müssten sie Mindestanforderungen wie die Lohngleichheit stellen. Genau deswegen würden sie ihre Anliegen am 14. Juni auf die Strassen tragen.

BVG-Reform sei ein «Bschiss»

Unter anderem setzen sie ein Zeichen für «bessere, faire und gleiche Löhne», für sexuelle und körperliche Selbstbestimmung und mehr Zeit und Geld für Betreuungsarbeit. Schweizweit wollen die Frauen an diesem Freitag vor allem auch ein Zeichen gegen die vorgelegte BVG-Revision setzen, die ein «Bschiss» sei. Über die Reform der Pensionskassen stimmt die Schweiz am 22. September ab. Für viele Frauen führe die Revision zu tieferen Renten, obwohl ihnen mehr vom Lohn abgezogen werden solle, heisst es auf der Website des feministischen Streiks.

Das Vögeligärtli war am Freitag gut besucht. (Bild: naf)

Am Nachmittag versammelten sich in Luzern Hunderte Leute im Vögeligärtli. Um 15:24 Uhr machten die Frauen Lärm mit Trillerpfeifen und Kochtöpfen – und legten die Arbeit nieder. Denn dieser Zeitpunkt zeige den sogenannten Equal Pay Gap auf. Ab dann würden Frauen bei einem klassischen 8-Stunden-Tag gratis arbeiten aufgrund der Lohnungleichheiten zwischen den Geschlechtern.

Um 18 Uhr schlossen sich die Teilnehmerinnen zu einem Demonstrationszug zusammen, um ihre Forderungen in den Gassen Luzerns zu platzieren. Das Ende der Demo war um zirka 20 Uhr beim Jesuitenplatz geplant.

2019 fand der Frauenstreik erstmals seit 1991 wieder statt (zentralplus berichtete). Auch letztes Jahr fand der feministische Streik statt – damals sprachen die Organisatorinnen von rund 3000 Personen, die sich am Demonstrationszug beteiligten (zentralplus berichtete).

Verwendete Quellen
  • Mitteilung des feministischen Streikkollektivs Luzern
  • Website des feministischen Streiks
  • Augenschein vor Ort
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