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Corona-Skeptiker verbreitete Falschmeldung
Angeblicher Impftoter: Umstrittener Arzt arbeitet nicht mehr in Altersheim in Ebikon

  • Lesezeit: 3 min
  • Kommentare: 16
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Das Altersheim Höchweid hat die Zusammenarbeit mit seinem Heimarzt aufgelöst. (Bild: Symbolbild Pixabay)

Die Nachricht eines angeblichen Todesfalls nach einer Covid-Impfung verbreitete sich letzte Woche wie ein Lauffeuer. Verbreitet wurde sie von einem Ebikoner Arzt, ein bekannter Corona-Skeptiker. Er arbeitet inzwischen nicht mehr in dem Altersheim.

Der Arzt, der die Meldung über den Todesfall verbreitet hat, ist ein bekannter Corona-Skeptiker. Dies berichtet die «Sonntagszeitung». In der Region machte er bereits Schlagzeilen, weil er Maskenatteste ohne vorgängige Konsultation verschrieb – und ihm daraufhin mehrere Mitarbeiterinnen kündigten (zentralplus berichtete).

Wie der «Tagi» weiter berichtet, arbeitete der Arzt im Altersheim Höchweid in Ebikon. Nach dem Todesfall habe er einen eingeweihten Kreis von Corona-Skeptikern per Mail informiert – und Details aus der Krankenakte zitiert.

Der Arzt wollte sich auf Anfrage der Zeitung nicht äussern – auch das Luzerner Gesundheitsdepartement sagt nichts zu dem Fall.

Differenzen wegen der Corona-Massnahmen

Der Arzt arbeitet inzwischen nicht mehr in dem Altersheim. Der Vertrag lief am 31. Dezember 2020 aus. «Dies nach einer langjährigen, konstruktiven Zusammenarbeit, im Interesse der Bewohnenden und der Pflegenden», wie die Zentrumsleiterin Marianne Wimmer-Lötscher auf Anfrage gegenüber zentralplus bestätigt.

Die Zusammenarbeit sei wegen Differenzen in Bezug auf die Umsetzung der Corona-Schutzmassnahmen, zunehmend belastet worden. «Als Zentrumsleiterin forderte ich die Umsetzung der Schutzvorgaben von allen Betroffenen, was wiederholt zu Grundsatzdiskussionen mit diesem Arzt führte», so Wimmer.

Wegen der diesbezüglichen Differenzen habe der Arzt im Juni die Kündigung eingereicht – unter Einhaltung der ordentlichen Kündigungsfrist. «Wir anerkannten die Kündigung und bestätigten sie. In einem Folgegespräch legten wir nochmals die Sichtweisen offen und thematisierten die Regeln der Zusammenarbeit bis zum Ablauf der Kündigungsfrist», sagt Wimmer dazu.

Altersheim führte Maskenpflicht zunächst nicht ein

Das Altersheim Höchweid war im Zusammenhang mit Corona zuletzt im November in den Medien Und zwar, weil dort die allgemeine Maskenpflicht erst verspätet eingeführt worden war. Dies weil die Heimleitung gewisse Bereiche des Hauses als nicht öffentlich betrachtet hatte – erst auf Intervention des Gesundheitsdepartements wurde das Schutzkonzept richtig umgesetzt (zentralplus berichtete).

Im Altersheim Höchweid gab es bereits mehrere Corona-Fälle. Inzwischen können Bewohnerinnen und Mitarbeiter sukzessive aus der Isolation und Quarantäne entlassen werden, wie das Altersheim auf der Website mitteilt. «Die Betriebsleitung schöpft zudem neue Hoffnung durch den Impfstart», heisst es darin weiter.

«Eine entbehrungsreiche Zeit haben wir alle hinter uns. Wir konnten die Ausbreitung von Corona eindämmen und so können sukzessive Bewohnende als auch Mitarbeitende die Isolation oder Quarantäne wieder verlassen», teilt die Betriebsleitung weiter mit.

Dank dem Impfstart am 24. Dezember 2020 sehe man einen Silberstreifen am Horizont. «Wir haben die Zuversicht, dass für das Höchweid die Krise gegen Ende Januar gebannt sein sollte», so die Betriebsleitung.

In einer früheren Version dieses Artikels hiess es, das Altersheim Höchweid habe dem Arzt gekündigt. Dies hatte die «Sonntagszeitung» unter Berufung auf das Altersheim berichtet. Auf Nachfrage bei der Zentrumsleitung zeigte sich aber, dass die Kündigung von dem Arzt aus ging.

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16 Kommentare
  1. Manuel, 05.01.2021, 11:01 Uhr

    Meine Hochachtung für diesen mutigen Arzt!!

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  2. P. Meyer, 05.01.2021, 01:02 Uhr

    Interessant, wie Menschen das Geschriebenen unhinterfragt annehmen und mit Beleidigungen tief unter der Gürtellinie reagieren.
    Das so seriöse und unabhängige zentralplus hat offensichtliche Falschberichte vom Tagesanzeiger ungeprüft übernommen.
    Nicht das Altersheim hat dem Arzt gekündigt sondern er hat den Vertrag mit dem Altersheim gekündigt, weil er die Bedingungen für Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen nicht mehr mittragen konnte.

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    1. Redaktion Redaktion zentralplus, 05.01.2021, 15:06 Uhr

      Tatsächlich ist dem «Tagesanzeiger» offenbar ein Fehler passiert. Wie uns die Heimleiterin auf Nachfrage bestätigte, habe der Arzt von sich aus gekündigt, weil er mit den Corona-Massnahmen nicht einverstanden war. Wir haben dies in der Meldung nun korrigiert und transparent gemacht. Mehr zu den Umständen finden Sie hier: https://www.zentralplus.ch/ebikoner-heimarzt-bis-corona-kam-funktionierte-die-zusammenarbeit-1977083/

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  3. don, 04.01.2021, 16:40 Uhr

    Es bräuchte mehr solch mutige Ärzte. Hoffe, dass er bald eine neue Berufung hat.

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  4. Manuel Meyer, 04.01.2021, 08:59 Uhr

    Hört endlich auf, von «Skeptikern» zu reden. Solche Leute sind blanke Lügner. Sie verwirren mit Absicht. Sie sind mitverantwortlich, dass die Schweiz in dieser zweiten Welle so schlecht dasteht.

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  5. Urs Niederberger, 04.01.2021, 06:49 Uhr

    Solche Ärzte gehören eingesperrt.

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  6. Roli Greter, 03.01.2021, 21:36 Uhr

    Leider betreibt zentralplus nicht nur Zensur sondern verbreitet wissentlich unvollständige und teilweise falsche Tatsachen.

    Der Link zur vollständigen Geschichte inklusive Zwitstrahl wie die Geschichte durch die Medien verändert wurde: von der Redaktion entfernt

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    1. Redaktion zentralplus, 03.01.2021, 22:12 Uhr

      Die Redeaktion tut weder das eine noch das andere. Wir bestimmen jedoch auch in Zukunft, auf welche externen Quellen bei zentralplus verlinkt wird, siehe unsere Netiquette: https://www.zentralplus.ch/information/netiquette/

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    2. Roli Greter, 05.01.2021, 00:16 Uhr

      In der Originalquelle wird übrigens darauf hingewiesen, dass entscheidende Fakten der Geschichte nicht mehr publiziert werden. Dem Hinweis auf die Netikette sollten sie selber folgen. Wenn sie denken dass dies kein Nachspiel hat täuschen sie sich. Die Verbreitung von unvollständigen Stories verstösst gegen den Medienauftrag. Lernt man ihr Vorgehen während der Ausbildung?

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      1. Redaktion Redaktion zentralplus, 05.01.2021, 15:16 Uhr

        Online-Medien erhalten bis dato keine finanzielle Unterstützung durch den Staat, daher besteht auch kein Leistungsauftrag. zentralplus hat sich der Einhaltung der publizistischen Ethik verpflichtet und strebt hohe journalistische Qualität an. Dies schliesst nicht aus, dass eine für unsere Leserinnen und Leser spannende Geschichte von einem anderen Medium übernommen werden kann. Für berufsethische Fragen ist der Presserat zuständig, der als unabhängige Beschwerdeinstanz dient: https://presserat.ch/beschwerde/verfahren/

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  7. Miomir Gavrilovic, 03.01.2021, 15:58 Uhr

    Ich möchte das nicht als Corona Skeptiker bezeichnen. Corona Maßnahmen Skeptiker JA. Wir haben die einzige Möglichkeit die Corona in 21jahrhundert mit komischen Masken zu bekämpfen!? Ich bitte um Verzeihung aber dass ist nicht seriös.
    Der Arzt hat sein Wissen an der Uni bekommen!!! Wenn man falsche Ausbildung bekommt…!?

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  8. H. Muster, 03.01.2021, 12:55 Uhr

    Ich kann nicht nachvollziehen, dass dieses Bild das Altersheim Höchweid zeigen soll.

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    1. Redaktion Lena Berger, 03.01.2021, 15:04 Uhr

      Danke für den Hinweis. Das war in unserem Archiv wohl falsch vermerkt. Wir haben das Foto durch ein Symbolbild ersetzt.

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  9. Roli Greter, 03.01.2021, 11:06 Uhr

    Framing vom Feinsten. Erstens hat Herr dieser Arzt beim Verstorbenen längst eine Impfunverträglichkeit festgestellt (der Mann reagierte auf eine vergangene Grippeimpfung) und diesen deshalb schon seit Jahren nicht mehr geimpft.

    Zweitens heisst es nicht Corona-Skeptiker sondern Massnahmenskeptiker.

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  10. Karl-Heinz Rubin, 03.01.2021, 11:04 Uhr

    Es ist absolut unbegreiflich was im Kopf von so einem Arzt vorgeht.
    Man sollte im wirklich die Zulassung entziehen.

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  11. Raymond, 03.01.2021, 10:40 Uhr

    Solchen Ärzten gehört die Zulassung entzogen. Immerhin hat das Heim die Zusammenarbeit beendet.

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