Gesellschaft
Stadt Luzern: 6 Männer aus Asylbereich verhaftet

Afrikaner liefern sich Messerstecherei auf dem Inseli

Auf dem Luzerner Inseli ist es diesen Dienstagabend zu einer Schlägerei gekommen.

(Bild: Emanuel Ammon/ Montage les)

Da war was los auf dem Inseli. Kurz vor Mitternacht kam es diesen Dienstag zu einer heftigen Schlägerei inklusive Messerangriffen. Die Polizei rückte mit mehreren Patrouillen aus, und auch die Ambulanz war vor Ort. Fünf Eritreer und ein Tunesier wurden festgenommen.

Diesen Dienstagabend kurz vor Mitternacht ist es auf dem Inseli zu einer wüsten Schlägerei gekommen. Ein Augenzeuge berichtet gegenüber zentralplus von grossem Lärm und herumfliegenden Flaschen. Zudem sei im Anschluss an die Schlägerei die Ambulanz erschienen.

Die Luzerner Polizei bestätigt, dass der Einsatzleitzentrale eine Auseinandersetzung zwischen mehreren dunkelhäutigen Personen am Inseliquai gemeldet wurde. Sie rückte mit mehreren Patrouillen aus. In der Folge wurden sechs Männer festgenommen. Drei davon mussten wegen Schnittverletzungen für ambulante Behandlungen ins Spital gebracht werden.

Tatbestand muss geklärt werden

Bei den Festgenommen handelt es sich um fünf Eritreer, die zwischen 18 und 20 Jahre alt sind, sowie um einen 53-jährigen Tunesier. Allesamt halten sich im Asylbereich in der Schweiz auf. Warum es zur Schlägerei gekommen ist, ist Gegenstand laufender Ermittlungen. Details sind noch nicht geklärt, weil die Eritreer mit Dolmetscher einvernommen werden müssen, sagt Kurt Graf, Sprecher der Luzerner Polizei auf Anfrage.

Eine polizeiliche Festnahme zur Abklärung des Sachverhalts kann bis zu 24 Stunden dauern, sollte dies nicht ausreichen, kann ein Staatsanwalt diese um weitere 24 Stunden verlängern. Danach müsste der Staatsanwalt einen Antrag auf Untersuchungshaft stellen.

Was die Verhafteten für Konsequenzen zu fürchten haben, kann erst nach Klärung des Tatbestands ausgesagt werden. Zum einen gäbe es eine strafrechtliche Sicht, erklärt Graf, zum anderen könnte es Auswirkungen auf das Asylverfahren haben. Das Gesundheits- und Sozialdepartement ist über den Vorfall informiert worden.

Vermehrte Präsenz an Hotspots

Auf dem Inseli treffen die unterschiedlichsten Benutzergruppen aufeinander. Dies kann immer mal wieder für Reibereien sorgen (zentralplus berichtete über ähnliche Phänomene auf dem Europaplatz). Dies hat auch die Stadt erkannt und mit den Sommerbars «Buvette» und «Voliere» ein Projekt ins Leben gerufen, das einen Beitrag zu öffentlichen Sicherheit auf dem Inseli leistete. Seit Kurzem sind diese allerdings in der Winterpause.

«Die Luzerner Polizei ist an den Hotspots vermehrt präsent und muss ab und zu intervenieren», sagt Graf zur öffentlichen Sicherheit auf dem Inseli. Tätliche Auseinandersetzungen wie jene von letzter Nacht seien eher selten. Die Polizei ist dankbar, wenn Vorfälle gemeldet werden.

Der nächste grosse Anlass auf dem Inseli startet diesen Samstag. Die Luzerner Herbstmesse Määs findet vom 1. bis 16. Oktober statt. Erwartet werden rund 350’000 Besucher (zentralplus berichtete). Die Luzerner Polizei wird mit einem speziellen Einsatzdispositiv – uniformiert und zivil – präsent sein.

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