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Politisch breit abgestütztes Komitee läuft Sturm Geschlossene Front gegen «Bypass Luzern»

2 min Lesezeit 07.09.2016, 16:09 Uhr

In Kriens ist man sich quer durch alle Parteien einig: Das Projekt «Bypass Luzern» birgt für die Gemeinde grosse Nachteile. Das will man so nicht akzeptieren. Darum lanciert das Komitee «Bypass – so nicht!» eine Petition mit zwei Forderungen.

Das Projekt «Bypass Luzern» des ASTRA ist ein neuer Autobahnabschnitt, der die Stadt punkto Verkehr entlasten soll. Geplant ist ein Tunnel, der von der Autobahnverzweigung Rotsee bis nach Kriens führt. Das südliche Portal wäre neben dem heutien Sonnenbergtunnelportal.

Was in Luzern nicht wenige gut finden, kommt in Kriens ganz schlecht an. «Profiteur dieses Bauwerks ist der internationale Nord-Süd-Verkehr und die Stadt Luzern durch die Entlastung des innerstädtischen Verkehrs», scrheibt das Komitee in seiner Mitteilung zur Medienkonferenz vom 6. September. «Dagegen ergeben sich für Kriens mit immerhin 27‘000 Einwohnern nicht akzeptierbare Nachteile.» Das will man in der Gemeinde so nicht akzeptieren.

Grosse Einigkeit bei allen Parteien

Das politisch breit abgestützte Komitee «Bypass – so nicht!» (CVP, JCVP, SVP, FDP, SP, Grüne, GLP) hat in den vergangenen zwei Jahren verschiedene Gespräche mit dem Bund und dem Kanton geführt. Trotzdem seien die Anliegen der Standortgemeinde Kriens in der Planung bisher noch nicht umgesetzt worden. Weil das Projekt Bypass im Verlauf des Jahres 2016 bereinigt werden soll, wird jetzt – mit einer bisher nie gekannten Einigkeit der Krienser Parteien – eine Petition mit folgenden zwei Forderungen an Bund, Kanton und Gemeinde lanciert:

  • Erarbeitung und Umsetzung eines nachhaltigen Verkehrskonzepts in Kriens mit flankierenden Massnahmen zur Abfederung der Bypass-Folgen und Lösung der bestehenden K4-Probleme. 

  • Eine Einhausung des Bypass-Projektes ab Sonnenberg-Südportal bis in den Bereich Arsenalbrücke. Diese soll zeitgleich mit dem Bypass realisiert werden. 


Lärm, Verschandlung und Beeinträchtigung

In der Medienkonferenz verwiesen Vertreterinnen und Vertreter aller Parteien auf folgende Gründe, die gegen das Projekt «Bypass» in der geplanten Version sprechen: 


  • Inskünftig massive Durchfahrtsimmissionen und Abgasverschmutzung für die Krienser Quartiere 

  • Zusätzliche Verkehrsbelastung zum ohnehin überbelasteten Krienser Stras- sennetz durch grossen Auf-und Abgangsverkehr beim Bypass 

  • Verschandelung des Krienser Eingangs-Ortsbildes durch massive Autobahnbauten
  • Nicht erträgliche Bauimmissionen für Kriens während zirka 10 Jahren
  • Beeinträchtigung der Entwicklung von Luzern-Süd 

  • Keine weiteren Entwicklungsmöglichkeiten im Krienser ÖV

Krienser Bevölkerung ernst nehmen

«Für Kriens ergeben sich nur Nachteile durch das Projekt Bypass. Es kommt zu einer unerträglichen Belastung der Lebensqualität und des Ortsbildes, das sich negativ auf die Entwicklung und die Wohnqualität in unserer Gemeinde auswirken wird», schreibt das Komitee in seinem Fazit. Man sei überzeugt, dass der Bypass nur mit der Umsetzung der zwei Forderungen der Petition eine Chance für die Lösung der Verkehrsprobleme von Kriens und der Agglomeration sei. «Der Bypass darf nicht auf Kosten der Lebensqualität von uns Krienserinnen und Kriensern gebaut werden! Die Krienser Anliegen müssen endlich ernst genommen und umgesetzt werden.»

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