Gerhard Pfister twittert sich in Rage – und krebst zurück
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Gerhard Pfister legt die Karten gerne auf den Tisch, jetzt auch über Religiöses. (Bild: Manuel Lopez)

CVP-Chef beschimpft Kollegen als «Antisemiten» Gerhard Pfister twittert sich in Rage – und krebst zurück

2 min Lesezeit 14.08.2018, 13:47 Uhr

Gerhard Pfister hat sich auf Twitter einen verbalen Aussetzer geleistet. Er geht einen Ratskollegen verbal harsch an, nennt ihn «Kommunisten-Freund» und «Antisemiten». Inzwischen gesteht der CVP-Chef Fehler ein.

Der Chef der Schweizerischen CVP, Gerhard Pfister, sorgt für Schlagzeilen. Der Zuger Nationalrat schien sich am Sonntag von den Äusserungen des Genfer SP-Nationalrats Carlo Sommaruga zu störte. Dieser reagierte auf die Meldung vom vergangenen Mittwoch, als in Genf fünf Frauen und ein Polizist angegriffen und teilweise spitalreif geprügelt wurden. Der Sozialdemokrat postete zwei Artikel zum Thema und schrieb, die Vorfälle seien der internationalen Stadt Genf nicht würdig.

Pfister reagierte darauf und nannte Sommaruga den «grössten Heuchler unter der Genfer Sonne» und nannte seinen Ratskollegen «Kommunisten-Fan und Antisemiten». Grund für die Aussagen seien Sommarugas Boykottaufruf für israelische Produkte und dessen angebliche «Verehrung von linken Diktatoren und Machos».

Auf Nachfrage der NZZ legte Pfister nach, Sommaruga sei nicht in der Position, Menschenrechte und Rechtsstaat einzufordern – aufgrund seiner politischen Positionen. Die Westschweizer Grossstädte böten laut Pfister einen guten Nährboden für extreme Ansichten.

Doch Pfister sah ein, dass er mit seiner Wortwahl daneben gegriffen hatte. Am Dienstag waren die Tweets gelöscht und ersetzt durch eine Entschuldigung Pfisters an seinen Kollegen. Obwohl seine «Wortwahl nicht angemessen und undifferenziert» gewesen sei, wolle er künftig trotzdem noch Sachkritik üben, so Pfister im Tweet.

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