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Generation Praktikum: Zuger JCVP kritisiert Praxis
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An der Berufsmesse Zebi in Luzern werden Jugendlichen Perspektiven aufgezeigt. Dass manche Lehrstellen ein Praktikum voraussetzen, ist der Jungen CVP Kanton Zug ein Dorn im Auge. (Bild: web)

Interpellation eingereicht Generation Praktikum: Zuger JCVP kritisiert Praxis

2 min Lesezeit 07.10.2019, 09:47 Uhr

Praktika missbrauchen Jugendliche als billige Arbeitskräfte und schwächen das duale Bildungssystem: Dieser Ansicht ist die Junge CVP des Kantons Zug. Sie fordert vom Regierungsrat in einer Interpellation Antworten.

Die Schweizer Berufslehre gilt als Erfolgsmodell. Doch immer öfters werde die Idee der Berufsbildung mit einem Praktikum vor Lehrbeginn untergraben, kritisiert die Junge CVP des Kantons Zug.

«Diese sogenannten Vorlehrpraktika dauern meist ein Jahr ohne Garantie auf eine Anschlusslösung, da viele potenzielle Lehrbetriebe nur eine Lehrstelle anbieten», wird Olivia Bühlmann (JCVP) in einer Mitteilung der Mutterpartei zitiert. «Dies bringt unnötig viele Unsicherheiten für junge Menschen im Berufswahlprozess mit sich.»

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Kein Mehrwert ersichtlich

Dass die Praktikantinnen und Praktikanten oftmals als billige Arbeitskräfte eingesetzt und kaum betreut würden, liege auf der Hand. Da in den meisten Berufen ein direkter Einstieg nach der obligatorischen Schulzeit ohne Probleme möglich sei, sehe die Junge CVP den Mehrwert solcher Praktika nicht, so Olivia Bühlmann weiter. Zusammen mit den Kantonsrätinnen Anna Bieri und Laura Dittli sowie Kantonsrat Fabio Iten bringt sie das Thema aufs politische Tapet.

Die drei Mitgliedern der CVP-Fraktion haben eine Interpellation eingereicht. Sie fragen den Regierungsrat, ob der die Bedenken teilt und wie er die Situation im Kanton Zug beurteilt. Zudem wollen die Politiker wissen, welche Möglichkeiten es gibt, um diese Praxis zu unterbinden. Einen besonderen Fokus legt die Interpellation auf die Situation in Kindertagesstätten. So soll der Regierungsrat darlegen, welche Kosten entstünden, wenn alle Praktikantinnen in Kitas durch vollwertige Stellen ersetzt würden.

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