Gemeinde Weggis mit Rekordgewinn im Coronajahr
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Blick auf die Gemeinde Weggis. Diese sitzt mittlerweile auf einem bequemen finanziellen Polster.

Keine Steuersenkung geplant Gemeinde Weggis mit Rekordgewinn im Coronajahr

2 min Lesezeit 07.04.2021, 14:21 Uhr

Die Gemeinde Weggis schreibt für das Coronajahr erneut einen Megagewinn und übertrifft damit die Sputzenwert von 2019. Eine Steuersenkung ist in der Tiefsteuergemeinde aber nicht vorgesehen.

Budgetiert war ein Überschuss von 3 Millionen Franken. Nun beträgt der Gewinn der Gemeinde Weggis aber nicht weniger als 8,8 Millionen Franken. Der Ertragsüberschuss wird dem Eigenkapital zugeschrieben. Dieses weist per Ende 2020 nun einen Saldo von rund 52 Millionen Franken aus, inklusive Auflösung stiller Reserven auf der Position Naturgefahren. Dies teilt die Gemeinde Weggis am Mittwoch mit.

«Der vorliegende Rechnungsabschluss zeigt erneut, dass die Gemeinde Weggis mit gesunden Finanzen dasteht» heisst es in der Mitteilung. Schon Jahr 2019 konnte ein Ertragsüberschuss in der Höhe von 8,36 Millionen Franken ausgewiesen werden. Die Pro-Kopf-Verschuldung betrug damals 98 Franken, neu ist die Verschuldung negativ: Oder anders gesagt: Der Gemeindehaushalt weist ein «Pro-Kopf-Vermögen» von 922 Franken aus.

Geplante Investitionen nicht vollzogen

Die Investitionsrechnung 2020 schliesst mit Nettoinvestitionen von 6,7 Mio. Franken ab, im Budget waren Nettoinvestitionen von 10,2 Mio. Franken vorgesehen. Das tiefere Volumen ist mit dem Baufortschritt der Grossprojekte Reservoir Geissbühl und Aufbau Chinderhus zu begründen.

Zudem sind laut der Gemeinde Bauvorhaben in den Bereichen Strassen  und Wasser in Auftrag gegeben, aber noch nicht begonnen worden. Für diese Projekte seien Kreditüberträge ins 2021 vorgesehen, ebenso für die Anschaffung des bereits bewilligten Feuerwehrfahrzeuges.

Mehrabschreibungen im Bereich Naturgefahren

Keine Steuersenkung geplant

«Bei der Gesamtübersicht der Erfolgsrechnung werden die Budgetposten der beeinflussbaren Bereiche eingehalten», so die Gemeinde. Eine grössere Abweichung sei jedoch im Globalbudget des Bereichs Bau und Infrastruktur festzustellen. «Diese ist im Wesentlichen auf Mehrabschreibungen bei aktivierten Schutzmassnahmen im Bereich Naturgefahren zurückzuführen», lautet die Begründung. «Beim Budgetieren ging man damals noch davon aus, dass beim Wechsel auf HRM2 (Rechnungslegungsmodell) die früher bereits abgeschriebenen Werte nicht wieder aktiviert werden.    

Trotz des sehr guten Rechnungsabschlusses 2020 bleibt der Gemeinderat vorsichtig optimistisch. Mit Blick auf die anstehenden Investitionen und Folgekosten (u.a. Lido Hallenbad), die unklaren Konsequenzen der gesellschaftlichen Situation von Covid-19 auf den Steuerertrag sowie auch die Auswirkungen der Aufgaben- und Finanzreform (AFR18), ist eine Steuersenkung für den Gemeinderat im heutigen Zeitpunkt nicht angezeigt. Mit dem aktuellen Steuerfuss von 1,35 Einheiten ist Weggis eine der steuergünstigsten Gemeinden im Kanton Luzern.

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