Gemeinde Roggliswil kämpft gegen Fäkalwasser aus dem Hahnen
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Warum verunreinigtes Wasser in die Leitung kam, weiss die Gemeinde noch nicht. (Symbolbild) (Bild: Sasikan Ulevik / Unsplash)

Befall von Kolibakterien Gemeinde Roggliswil kämpft gegen Fäkalwasser aus dem Hahnen

2 min Lesezeit 19.11.2020, 10:50 Uhr

Seit rund einer Woche dürfen die Bewohner der Willisauer Gemeinde Roggliswil kein Leitungswasser trinken. Grund dafür ist eine Verseuchung mit Fäkalbakterien. Nun arbeitet man unter Hochdruck an einer Lösung.

Die Verunreinigung wurde vergangene Woche bei einer Wasserprobe im Labor festgestellt. Daraufhin hat die Gemeinde ein Trinkverbot ausgesprochen und die Leitungen mehrfach durchgespült. Frisches Wasser wurde aus Pfaffnau zugeführt. Gereicht hat das aber noch nicht.

«Die Verunreinigung des Trinkwassers besteht immer noch. Die gewünschte Qualität des Wassers ist noch nicht erreicht», heisst es auf der Homepage der Gemeinde. Freigegeben wird das Trinkwasser erst, wenn die Qualität den rechtlichen Anforderungen genügt und eine Gesundheitsgefährdung ausgeschlossen werden kann, wie der Luzerner Kantonschemiker Silvio Arpagaus gegenüber dem «Zofinger Tagblatt» erklärte. Die Verschmutzung sei zwar nur sehr gering und weder farblich noch geschmacklich wahrnehmbar, dennoch herrsche bei Kolibakterien eine Nulltoleranz.

Gemeinde nimmt’s gelassen

Wie die Vizepräsidentin des Gemeinderats, Brigitte Purtschert-Heller betont, habe man die betreffende Quelle, die das verschmutzte Wasser ins Reservat geliefert hat, vom Netz genommen. Aber warum es überhaupt zu einer Verunreinigung dieser Quelle gekommen ist, darüber rätselt man in der Gemeinde noch immer.

Bis der Fall – und das Wasser – geklärt ist, heisst es für die Rogglisiwler weiterhin: Wasser abkochen. Oder zur Mineralwasserflasche greifen. Die örtlichen Geschäfte freut’s. Die Gemeinde nimmt’s anscheinend gelassen. «Wir hatten keine grossen Reaktionen aus der Bevölkerung», wird Gemeinderätin Brigitte Purtschert weiter zitiert. Schliesslich dürfe man das Wasser ja nur nicht trinken. Duschen, Baden und Wäsche waschen sei problemlos möglich.

Trotzdem hofft die Bevölkerung, dass sie ab Freitag wieder Leitungswasser trinken darf. Dann nämlich sollten die neuen Resultate vorliegen.

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