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Astra-Studie zum Bypass befriedigt nicht Gemeinde Kriens fordert dritten Tunnel

2 min Lesezeit 20.09.2016, 09:32 Uhr

«Ein Schritt in die richtige Richtung – aber noch nicht weit genug»: So umschreibt der Krienser Gemeinderat seine Stellungnahme zu den neuen Vorschlägen des Bundesamtes für Nationalstrassenbau (Astra) zum Bypass. Das Bundesamt hatte in einer Studie mehrere Varianten mit einer verlängerten Version des Tunnels Schlund untersucht. Dies, nachdem aus Kriens gegen die ersten Ideen Bedenken formuliert worden waren.

Mit der neuen Machbarkeitsstudie des Astra sollten Fakten auf den Tisch kommen, wie sich unterschiedlich umfangreiche Massnahmen im Lärmschutz entlang der Autobahn auf Krienser Gemeindegebiet auf die Gesamt-Projektkosten des Bypass auswirken, schreibt die Gemeinde Kriens.

Astra lehnt komplette Überdachung ab

In seiner Stellungnahme würdigt der Krienser Gemeinderat die Entwicklung im Projekt. Zufrieden ist er mit den Lösungsvarianten aber noch nicht. Die neue Machbarkeitsstudie gehe von einer Verlängerung der Überdachung bis zur heutigen Ein-/Ausfahrt Luzern-Süd sowie verschiedenen Verlängerungsvarianten für den Tunnel Schlund aus. Je nach Variante wäre ein unterschiedlich langes Strassenstück dazwischen ungedeckt. Eine komplette Einhausung, wie sie die Gemeinde Kriens als Optimallösung fordert, sei aus technischen Gründen aber nach wie vor nicht vorgesehen, da das Gesamtprojekt Bypass zwingend zwei getrennte Tunnelsysteme benötige, um auch bei Zwischenfällen oder Sanierungsarbeiten funktionstüchtig zu bleiben.

Variante mit drittem Tunnel prüfen

Die Gemeinde Kriens regt an, den Fächer der möglichen Varianten weiter zu öffnen und auch eine Variante zu prüfen, die von drei Tunnels ausgeht. «Anzustreben ist jene Lösung, die den grössten Mehrwert biete bei Kosten in der Dimension von zirka 100 Millionen Franken», heisst es in der Mitteilung weiter. Der Gemeinderat würdige damit die technischen Vorgaben der Planer, nehme aber gleichzeitig Bedenken der Bevölkerung auf. Er fordere, dass die negativen Auswirkungen einer Verdoppelung der Autobahnspuren im Siedlungsgebiet durch geeignete Massnahmen so weit wie möglich zu lindern seien.

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