Geld & Steuern
Zuger Cryptovalley wehrt sich

Sorgen um Energiemangel führen zu Kritik an Bitcoin und Co

Das Mining von Bitcoins und Co. verschlingt viel Energie. (Bild: André François McKenzie/Unsplash)

Angesichts der befürchteten Strommangellage geraten Kryptowährungen ins Visier der Krisenmanager. Fürs Mining und Transaktionen verschlingen diese viel Energie. Das Zuger Cryptovalley wehrt sich jedoch gegen ein allfälliges Verbot.

Die Sorge um einen drohenden Strommangel ist seit einer Weile in aller Munde (zentralplus berichtete). Krisenmanagerinnen analysieren deshalb bereits jetzt, was bei einem Mangel notwendig ist und was abgestellt werden könnte. Ins Visier geraten deshalb auch Kryptowährungen. Was dem Zuger Cryptovalley gar nicht goutiert.

Kryptowährungen benötigen sehr viel Energie

Stein des Anstosses ist ein Interview der «Aargauer Zeitung», indem der ehemalige Krisenmanager der Stromnetzbetreiberin Swissgrid vorschlägt, Bitcoin und Co. zu verbieten. Denn der Handel und das Mining von Kryptowährungen geschehe auf Rechnern, die unglaublich viel Computerleistung benötigen. Entsprechend hoch ist auch der Stromverbrauch: «Eine einzige Bitcoin-Transaktion verbraucht so viel Strom wie ein Haushalt in eineinhalb Monaten», rechnet Paul Niggli der Zeitung vor.

Bitcoin Suisse, der grösste Krypto-Finanzdienstleister in der Schweiz, betont gegenüber «CH Media», dass man sich des grossen Stromverbrauchs bewusst sei. Der hauptsächliche Stromverbrauch stamme dabei jedoch vom Mining. Und da dieses wegen der hohen Strompreise vor allem im Ausland stattfinde, hätte ein Bitcoin-Verbot in der Schweiz keinerlei Auswirkungen auf den Stromverbrauch in der Schweiz.

Auch der Zuger Finanzdirektor Heinz Tännler als Präsident der Swiss Blockchain Federation hält nichts von Nigglis Forderungen. «Denkt man diese Forderung weiter, so müssten konsequenterweise Stromfresser wie Handys, Computer, Klimaanlagen, Kühlschränke oder Weihnachtsbeleuchtungen abgestellt werden. Sie dürften in der Summe weit mehr Strom brauchen als Bitcoin-Transaktionen», sagt er gegenüber dem Nachrichtenportal.

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