22 Millionen Dollar gestohlen

Hackerangriff auf Zuger Krypto-Börse

Die Hacker brachten eine Partnerfirma dazu, das Geld auszuzahlen. (Bild: Executium/Unsplash)

Die Zuger Krypto-Börse Lykke wurde Anfang Juni Opfer eines Cyberangriffs. 22 Millionen Dollar sollen dabei gestohlen worden sein.

«Die Hacker sind in unser Firmennetzwerk eingedrungen und konnten eine unserer Partnerfirmen dazu bringen, Krypto-Werte im Gegenwert von 22 Millionen Dollar an eine Adresse der Hacker zu transferieren». So schildert Richard Olsen, der Gründer und Chef von Lykke, den Angriff gegenüber der «NZZ».

Lykke ist Teil des Zuger Krypto-Valley (zentralplus berichtete) und hat den Ruf einer Pionierfirma. Der Hackerangriff erfolgte scheinbar am 4. Juni. 22 Millionen Dollar seien gestohlen worden, die Börse bleibe bis auf weiteres geschlossen.

Möglicherweise kann Börse Geld zurückholen

Nun durchleuchte Lykke seine Systeme auf der Suche nach Schwachstellen. Da Krypto-Transaktionen teilweise einfach zurückverfolgt werden könnten, sei sogar möglich, dass die Börse einen Teil des Geldes wieder zurückholen könne.

Die Existenz der Firma sei derweil nicht bedroht, erklärt Olsen gegenüber der «NZZ». «Wir haben Glück im Unglück, dass wir vor einem wichtigen Expansionsschritt stehen. Die gegenwärtigen Erfahrungen sind für unser Team eine wertvolle Lehre, wir werden das Augenmerk bei der Entwicklung noch stärker auf Resilienz und Sicherheit legen.»

Derzeit würden aber noch Unterhaltsarbeiten andauern, während derer Kunden nicht handeln oder auf ihr Geld zugreifen könnten.

Verwendete Quellen
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