Jetzt Community-Mitglied werden und profitieren!
Gegner des Halbanschlusses ziehen vors Zuger Parlament
  • Politik
  • Verkehr

Umstrittenes Projekt soll nicht in den Richtplan Gegner des Halbanschlusses ziehen vors Zuger Parlament

3 min Lesezeit 04.07.2019, 11:07 Uhr

Die Verkehrsüberlastung in der Pendlerhochburg Rotkreuz soll durch den neuen Autobahn-Halbanschlusses Rotkreuz Süd gelindert werden. Das finden zahlreiche Rischer keine gute Idee. Darum legten sie am Donnerstag den Zuger Kantonsparlamentariern mit einem Protest ihr Agrumentarium ans Herzen.

Am Donnerstagmorgen bezogen zwei Dutzend Mitglieder der «Interessensgemeinschaft Halbanschluss Nein aus Rotkreuz Stellung vor dem Zuger Regierungsgebäude, wo der Kantonsrat tagte. Der wird darüber zu entscheiden haben, ob das Strassenprojekt im kantonalen Richtplan aufgenommen und so verbindlich wird.

Noch bevor die Raumplanungskommission sich eine Meinung zum Projekt gebildet hat, wollten die Gegner des Halbanschlusses die Kantonsparlamentarier von ihren Argumenten überzeugen und suchten daher das persönliche Gespräch und verteilten Flyer mit ihren Argumenten.

Unterstütze Zentralplus

Anschluss am falschen Ort

Hauptkritikpunkt ist, dass der geplante Anschluss auf der Autobahn in Richtung Gotthard im Osten des Dorfes realisiert wird. Dieser soll Verkehr aus dem Industriegebiet im Norden des Ortes absorbieren, der deshalb entlang von vielen zentralen Einrichtungen und einer Tempo-20-Zone im Dorfzentrum fliessen wird. Die Gegner befürchten die Gefährdung von Kindern auf dem Schulweg und Schleichverkehr durch Wohnquartiere. Das Projekt sei nicht nachhaltig und löse die Probleme nicht.

Bekanntlich hatte der geplante Autobahn-Anschluss vor einigen Wochen bereits zu einem Publikums-Grossaufmarsch an der Rischer Gemeindeversammlung geführt. Vorgängig war eine Petition mit über 1000 Unterschriften gegen das Projekt eingereicht worden.

Gegner des Autobahn-Halbanschlusses in Rotkreuz demonstrieren vor dem Zuger Kantonsparlament in Zug.

Der Bund hat mehr als ein Wörtchen mitzureden

Heini Schmid, CVP-Kantonsrat von Baar und Präsident der kantonalen Raumplanungskommission (RPK) wollte von den Gegnern wissen, warum sie zu einem derart frühen Zeitpunkt mobilisierten. Die Gegner fühlen sich bekanntlich von ihrer Gemeinderegierung nicht genügend ernst genommen, diese habe ihre Petition «schubladisisert», so der Vorwurf. Nun also soll der Kantonsrat helfen.

Indes ist der Kanton nicht der einzige Player, der in Sachen Halbanschluss etwas zu sagen hat. Der Autobahnbau ist Bundessache, deshalb ist die Haltung des Bundesamt für Strassen (Astra) bei neuen Anschlüssen massgeblich.

Ostumfahrung als Lösung?

Wie Pius Hefti, einer der Gründer der IG im Gespräch sagte, sei klar, dass das Verkehrsproblem in Rotkreuz gelöst werden müsste – einfach nicht in der derzeitig vorgesehenen Form, die er für untauglich hält.

Ein Ausweg könnte in einer höheren Priorisierung der Ostumfahrung von Rotkreuz liegen. Sich dies durch den Kopf gehen zu lassen, wird Sache der RPK sein.

Deine Meinung ist gefragt!

Um kommentieren zu können, musst Du auf zentralplus eingeloggt sein. Bitte logge dich ein oder registriere dich jetzt und profitiere von den Vorteilen für z+ Community Mitglieder.

Deine Meinung ist gefragt!

0 Kommentare