Gegen «Teflon-Böden»: Grüne fordern Gras statt Beton
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Die Swissporaena in Luzern. (Bild: sah)

So soll Stadt Luzern Hitze eindämmen Gegen «Teflon-Böden»: Grüne fordern Gras statt Beton

2 min Lesezeit 1 Kommentar 08.08.2019, 08:18 Uhr

Wo immer möglich, soll Wasser auf Plätzen und Strassen in der Stadt Luzern versickern können. Die Grünen fordern einen sofortigen Stopp von Bodenversiegelungen.

Die Allmend oder das Bleichergärtli, das gerade neu gestaltet wird: Für die Grünen der Stadt Luzern sind das zwei negative Beispiele für den Umgang mit dem Boden. «Obwohl die Klimaerwärmung schon lange bekannt und Hitzesommer kein neues Phänomen sind, wird in der Stadt Luzern nach wie vor viel zu viel wertvoller Boden mit Asphalt versiegelt», hält Grossstadtrat Marco Müller fest.

Mit einem dringlichen Vorstoss fordert die Fraktion darum den Stadtrat auf, die Bodenversiegelung per sofort zu stoppen. Bei zukünftigen Umgestaltungen und Neubauten sollen vielmehr Erde, Gras, Kies oder andere Materialen berücksichtigt werden, die wasserdurchlässig sind und Hitze absorbieren.

Die Forderung der Grünen betrifft nicht nur Pärke und Vorplätze, sondern auch Strassen und Parkplätze. Gerade dort gibt es laut der Partei noch viel Potential. Dass eine Asphaltierung nicht immer umgangen werden kann, ist den Grünen bewusst. Wo nicht anders möglich, sei die Bodenversiegelung jedoch auf das nötige Minimum zu begrenzen.

Helle Beläge und durchlässiges Material

Versiegelte Böden gelten laut Bundesamt für Umwelt als eine der Hauptursachen für den Hitzeinsel-Effekt in den Städten. Durchlässige Materialien haben demgegenüber eine kühlende Wirkung. Laut den Grünen können auch helle Strassenbeläge dazu beitragen, dass sich die Stadt weniger aufheizt.

Der Stadtrat erarbeitet derzeit eine Klima-Anpassungsstrategie, nachdem das Parlament eine entsprechende Motion der Grünen angenommen hatte. Diese soll aufzeigen, mit welchen Massnahmen die Hitze in der Stadt eingedämmt werden kann.

Die Grünen loben, dass das Problem des Klimawandels in der Stadt erkannt sei und erste Projekte laufen. Sie beklagen jedoch das «viel zu langsame» Tempo dieser Schritte.

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1 Kommentare
  1. Vonarburg Christian, 09.08.2019, 06:04 Uhr

    Der riesige, meist ungenutzte Parkplatz des Ausbildungszentrums der Armee auf der Allmend wird aktuell neu asphaltiert. Kein einziger Baum, keine Sickerflächen sind geplant. Zudem war der Platz vorher in tipptopem Zustand zum Parkieren. Was für eine Steuergeld- und Ökoverschwendung. Verantwortlich dafür ist als Besitzerin die ach so grüne Stadt Luzern.

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