Gefängnis für 22-Jährigen, der beinahe Polizistin anfuhr
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Blick in den Gerichtssaal des Kriminalgerichts Luzern. (Bild: zvg)

Luzerner Kriminalgericht fällt hartes Urteil Gefängnis für 22-Jährigen, der beinahe Polizistin anfuhr

2 min Lesezeit 06.11.2018, 00:01 Uhr

Ein Mann, der mit überhöhter Geschwindigkeit beinahe eine Polizistin angefahren hat, muss ins Gefängnis. Das Kriminalgericht hat den 22-Jährigen zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten verurteilt. Es geht damit noch weiter, als der Staatsanwalt forderte.

Das Luzerner Kriminalgericht hat einen 22-Jährigen zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten verurteilt. Davon muss sechs Monate unbedingt verbüssen und die restlichen zwölf auf Bewährung. Der Mann wird laut dem am Dienstag publizierten Dispositiv des Urteils der Gefährdung des Lebens sowie Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte schuldig gesprochen.

Ebenfalls verurteilt wurde er wegen mehrfacher Hinderung einer Amtshandlung sowie der groben Verletzung der Verkehrsregeln und des Missbrauchs von Ausweisen und Schildern. Das Verfahren wegen Überschreiten der allgemeinen Höchstgeschwindigkeit und Erzeugen von unnötigem Lärm mit einem Personenwagen wird hingegen infolge Verjährung eingestellt. Nebst der Freiheitsstrafe wird dem Mann eine Geldstrafe von insgesamt 450 Franken aufgebrummt.

Der Mann fuhr vor drei Jahren mit überhöhter Geschwindigkeit von Kriens nach Luzern. Dabei steuerte er gemäss Anklageschrift auf eine Polizistin zu, die ihn aufzuhalten versuchte. Nur mit Glück habe sie sich retten könnten. Vor Gericht sagte der Angeklagte aus, er habe die Frau nicht gesehen. Er bezichtigte sie der Lüge und wehrte sich gegen die Anschuldigung, jemandens Leben gefährdet zu haben (zentralplus berichtete).

Das sehen die Richter offensichtlich anders. Sie gehen mit ihrem Urteil sogar noch weiter als der Staatsanwaltschaft, der eine Strafe von 15 Monaten beantragt hatte. Die Verteidigung plädierte vergeblich auf Freispruch. Der Mann muss gemäss Urteil zudem die Verfahrenkosten von rund 5’700 Franken tragen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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