Gefälschte Krebsmedikamente: Ist eine Zuger Firma involviert?
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Inhaber der Firma sieht sich als Opfer Gefälschte Krebsmedikamente: Ist eine Zuger Firma involviert?

2 min Lesezeit 22.03.2019, 20:02 Uhr

In Deutschland tauchten kürzlich gefälschte Krebsmedikamente auf. Ermittlungen von «10vor10» ergaben, dass die Spur zu der Zuger Pharmahandelsfirma Sansisco führt. Der letzte Inhaber der Firma sieht sich jedoch selbst als Opfer. Denn mit illegalem Medikamentenhandel habe er nichts zu tun.

Kürzlich tauchten in Deutschland gefälschte Krebsmedikamente auf. Wie die SRF-Sendung. «10vor10» berichtete, ermittle nun die Staatsanwaltschaft Cottbus. Diese will herausfinden, woher die Pillen stammen und wer sie in den legalen Umlauf reingeschleust hat.

Die Cottbus habe eine Handelsfirma in Süddeutschland ausfindig gemacht, über welche die gefälschten Krebsmedikamente gehandelt wurden. Recherchen von ARD und SRF ergaben, dass die Spuren nach Cham führen, zu der Pharmahandelsfirma Sansisco AG.

Diese Firma existiere derzeit nur noch auf Papier. Weder Inhaber noch ein aktuelles Domizil existiere noch. 2008 gegründet, habe die Firma ihre Eigentümer und ihren Zweck jeweils geändert. Fortan sei sie für Arzneimittelhandel registriert gewesen und habe auch Bewilligungen von Swissmedic gehabt.

Inhaber der Firma sei selbst Opfer, so sein Anwalt

Der letzte Inhaber sei ein Drogist gewesen, welcher sich als Pharmakaufmann bezeichnete. Laut seinem Rechtsanwalt liess dieser gegenüber «10vor10» schriftlich verlauten, dass er nichts mit illegalem Medikamentenhandel zu tun habe. Der Anwalt meinte, dass sein Mandant und die Sansisco AG durch unbekannte Dritte missbraucht worden seien.

Geschäftspapier und ein Stempel der Firma sowie die Unterschrift des damaligen Inhabers seien gefälscht und missbräuchlich verwendet worden. Der Inhaber der Sansisco und die Firma habe mit dem mutmasslichen illegalen Medikamentenhandel nichts zu tun, so der Rechtsanwalt weiter.

Die Firma habe seit 2017 zwar keine Bewilligung mehr für Arzneimittelhandel, so «10vor10». Ermittlungen in Deutschland zeigten jedoch, dass auch aus der Zeit danach Rechnungen im Zusammenhang mit offenbar gefälschten Arzneien datiert wurden mit dem Absender Sansisco. Die Ermittlungen dauern noch an. Wie weit Sansisco tatsächlich selbst Opfer ist, lasse sich derzeit nicht abschliessend beurteilen.

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