Mughlai-Restaurant

«Nour»: Im Tribschen-Quartier gibt’s neu indische Küche

Nessa Meherun und ihr Mann Mohammed Yasin empfangen seit Dezember Gäste in ihrem indischen Restaurant Nour. (Bild: cbu)

An der Industriestrasse 3 im Tribschenquartier wird seit Dezember indisch gekocht. Das Betreiber-Paar Mohammed Yasin und Nessa Meherun setzen auf klassische Mughlai-Küche.

Unmittelbar neben der Bar 59 an der Industriestrasse im Tribschen-Quartier gibt es seit Dezember ein neues Restaurant. Wo bis Anfang 2022 die Caritas Luzern das Restaurant Brünig betrieb (zentralplus berichtete), wird heute indisch gekocht.

«Nour» heisst das Lokal an der Industriestrasse 3. Als zentralplus vorbeischaut, macht sich das Team gerade für den Mittagsservice bereit. Ein Mitarbeiter weibelt mit dem Staubsauger durch den Gastraum, aus der Küche riecht es nach exotischen Gewürzen. Wir treffen auf das Gastgeber-Paar Mohammed Yasin und Nessa Meherun.

Vom Gewürzhandel zum Restaurant

Das «Nour» gibt es aber nicht erst seit Dezember in der Stadt Luzern. Das Lokal war in ähnlicher Form zuvor schon an der Baselstrasse ansässig (zentralplus berichtete). Wegen Unstimmigkeiten mit dem Vermieter und fehlenden Aussenplätzen hat das Gastro-Paar nach einem neuen Standort gesucht – und den in der Tribschen gefunden. Der Neustart ist gemäss den Gastgebern sehr gelungen. Was die beiden besonders freut: «Viele unserer Stammkunden besuchen uns auch am neuen Ort wieder», so Mohammed Yasin.

Angefangen haben Yasin und Meherun 2016 mit einem Lebensmittelshop beim Löwenplatz. Hier haben sie auch Gewürze und Zutaten aus ihrer indischen Heimat verkauft. «Die Kundschaft hatte grosses Interesse daran», sagt Nessa Meherun. Schliesslich kam die Idee auf, einen Take-away mit indischen Gerichten zu eröffnen – daraus entwickelte sich später dann das erste «Nour» an der Baselstrasse.

Essen wie die Mogule

Auch am neuen Ort serviert das Team «Finest Mughlai Cuisine». Die Mughlai-Küche stammt aus Indien und geht auf die Zeit der Mogulherrschaft vom 15. bis ins 19. Jahrhundert zurück. Sie vereint indische Küche mit Einflüssen aus dem arabischen und dem asiatischen Raum. Da sie als Gerichte für die Herrscherklasse gedacht war, sind die Speisen grundsätzlich üppig und reichhaltig.

Klassische Mughlai-Speisen sind beispielsweise das Reisgericht Biryani, Chutneys, Tandooris oder verschiedene Suppen. Diese stehen alle auf der Menükarte im «Nour». Wahlweise auch scharf gewürzt, denn «die Mughlai-Küche ist grundsätzlich mild», wie Nessa Meherun erklärt.

Viele der Gerichte sind vegetarisch. «Seit einiger Zeit bieten wir auch vegane Varianten an», so die Gastgeberin. Um ein authentisches Geschmackserlebnis zu garantieren, stehen im «Nour» indische Köche am Herd. Mit den beiden Betreibern umfasst das «Nour»-Team insgesamt elf Leute.

Vorfreude auf den Sommer

Der kulinarische Trip nach Indien hört beim Essen aber nicht auf. «Wir wollen den Gästen Getränke anbieten, die sie nicht überall finden», sagt Mohammed Yasin und nennt Rot- und Weissweine aus Indien oder Liköre und Biermarken wie Kingfisher oder Cobra als Beispiel. Natürlich dürfen auch verschiedene Tees und indische Softdrinks wie Sharbath oder Lassis nicht fehlen.

Nebst dem A-la-carte-Angebot bietet das «Nour» auch ein wechselndes Mittagsbuffet, Take-away und Lieferdienst in Luzern an. «Auf Wunsch machen wir auch Catering», sagen die Gastgeber.

Yasin und Meherun freuen sich auch schon auf die warmen Sommermonate. Dann eröffnen sie vor dem Restaurant eine Sonnenterrasse, die Platz für weitere 24 Gäste bietet und hinter dem Haus eine Gartenterrasse für 22 Gäste. Hier sollen Besucherinnen bei sommerlichen Temperaturen dereinst genüsslich an Shishas paffen können.

Verwendete Quellen
  • Persönliches Gespräch mit Mohammed Yasin und Nessa Meherun
  • Website «Nour»
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