Gastronomie
Neue Betreiber ziehen ein

Im Restaurant Pura in Luzern gibt’s bald frische Pasta

Felix Schumacher (links) und Leonz Korner mit ihrer selbstgebauten Pastamaschine im Restaurant Pura. (Bild: zvg)

Vegane Geniesserinnen haben mit dem Pop-up-Restaurant Pura eine vertraute Adresse. Nach drei Jahren übernimmt ein neues Team das kleine Lokal. Die Freude währt allerdings nur kurz.

Das Restaurant «Pura» an der Furrengasse 7 ist eine beliebte Adresse für vegane und gesunde Küche. Rund drei Jahre lang haben die Schwestern Carola und Bettina Glättli ihre Speisen in dem kleinen Restaurant angeboten. Zwischenzeitlich war auch das «Mairübe»-Duo Sally und Phil Künzler hier am Werk (zentralplus berichtete). Im Dezember gaben die Glättli-Schwestern bekannt, das Lokal nicht weiterzuführen und eine Nachfolge zu suchen (zentralplus berichtete).

Diese wurde gefunden. Am 1. September übernehmen Leonz Korner, Felix Schumacher und Andreas Waldis von «Pastacletta» das Restaurant. Für die drei wird die Übernahme des «Pura» ein Experiment: «Meine gastronomischen Erfahrungen halten sich in Grenzen», sagt uns Leonz Korner gut gelaunt am Telefon. Das Trio kennt sich mit Kochen zwar aus, hat beispielsweise für Pfadis und verschiedene soziale Institutionen am Herd gestanden, ein eigenes Lokal haben sie bisher noch nie geführt.

Die Pastamaschine ist selbstgebaut

Der gelernte Konstrukteur und heute in der Forschung tätige Korner erklärt, wie es zum «Pura» kam. Zuerst muss man wissen, dass ihr Cateringservice «Pastacletta» – ein Mischwort aus Pasta und Bicicletta, dem italienischen Wort für Fahrrad – seit Längerem existiert. Leonz Korner und Felix Schumacher – Freunde seit Kindertagen – kurven mit einem Velo herum, in einem Anhänger führen sie eine selbst ertüftelte Pastamaschine mit. Damit sorgen sie vor Ort an diversen Anlässen für volle Mägen.

«Kochen ist eine Leidenschaft von uns dreien.»

Leonz Korner, Pastacletta

«In uns wuchs der Wunsch, mal ein eigenes Lokal zu haben», so Korner weiter. Zusammen mit dem Mitstreiter Andreas Waldis hätten sie sich mit den Glättli-Schwestern getroffen. Und vor knapp zwei Wochen wurde der Deal besiegelt.

In zwei Wochen ein funktionierendes Kleinrestaurant aufbauen? Eine Herausforderung. «Wir sind sehr spontan unterwegs», so Korner. «Darin liegt auch unsere grosse Stärke.» Bis zur Eröffnung gibt es indes noch einiges zu tun. «Die Traktanden-Liste wächst stündlich», sagt Leonz Korner.

Auf der Speisekarte steht – Überraschung! – Pasta

Im «Pura» setzen die drei Luzerner – wenig überraschend – vor allem auf Pastagerichte. Nebst bekannten Saucen wie Sugo oder Pesto wollen sie auch eine wechselnde Tagessauce anbieten – aus marktfrischen Zutaten. «Je nachdem, was der Wochenmarkt so hergibt. Wir verzichten komplett auf Convenience-Food.»

Ergänzt wird die Speisekarte durch einen Salat und Tiramisu, das meiste davon im Sinne des «Pura» mit veganen Zutaten zubereitet. Auch Take-away wird angeboten. In flüssiger Hinsicht setzen die neuen Betreiber auf eine kleine Auswahl an Weinen, regionalem Bier, aber auch auf Schorle und Eistee nach eigenem Rezept.

«Ein Monat ist ein guter Zeitraum, um Erfahrungen zu sammeln und zu schauen, wie gut das Angebot läuft.»

Leonz Korner

Stichwort Rezept: «Kochen ist eine Leidenschaft von uns dreien», so Korner. Alle Rezepte hat das Trio in Eigenregie entwickelt. Selbst bekannte Saucen wie der Sugo hätten so einen neuen Dreh bekommen. Gäste werden im «Pura» live zuschauen können, wie ihre Pasta in der hauseigenen Maschine hergestellt und dann auf Bestellung gekocht wird. Für ihre Nudeln verwendet das Trio lediglich drei Zutaten: Schweizer Urdinkelgriess, Salz und Wasser.

«Pastacletta» bleibt nur einen Monat

Das «Pura» wird neu an drei Abenden geöffnet haben. Donnerstag und Freitag von 17 bis 22 Uhr. Samstag von 11 bis 23 Uhr. Der Pasta-Spass an der Furrengasse 7 ist allerdings nur von kurzer Dauer. Das neue Team übernimmt das «Pura» lediglich für einen Monat. Ende September ist wieder Schluss. Das hat seine Gründe.

«Ein Monat ist ein guter Zeitraum, um Erfahrungen zu sammeln und zu schauen, wie gut das Angebot läuft.» Das Stelldichein im Pop-up-Restaurant «Pura» sei ein Experiment, das zwar anstrengend werde, auf das sich die drei Luzerner aber freuten. «Ich arbeite nebenher noch Vollzeit, darum haben wir nur abends und am Samstag offen», erklärt Korner. Die Doppelbelastung mit dem Restaurant-Betrieb ist gemäss dem Neo-Gastronomen eine «coole Abwechslung» zum Arbeitsalltag.

Wie es im «Pura» danach weitergeht, steht derzeit noch in den Sternen. «Pastacletta»-Mitstreiter Felix Schumacher verreist im Oktober für eine Weile. Eine unmittelbare Verlängerung ist damit wohl ausgeschlossen.

So oder so: Das Catering-Angebot von «Pastacletta» werden die drei auch nach der «Pura»-Episode weiterhin betreiben. Und wer weiss, vielleicht zieht es sie irgendwann trotzdem zurück in die Furrengasse 7 – oder in ein anderes eigenes Lokal. Bei spontanen Leuten kann man nie wissen.

Verwendete Quellen
  • Gespräch mit Leonz Korner, «Pastacletta»
  • Website «Pastacletta»
  • Instagram-Account «Pura»
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