Pop-up-Restaurant hat neue Wirte

Golden Latte und Burger: Im «Pura» kehrt neues Leben ein

Das sind die neuen Gesichter hinter dem Restaurant «Pura». (Bild: zvg)

Nach handgemachter Pasta gibt es im Restaurant «Pura» neu veganes Frühstück und exotische Burger. zentralplus hat im Luzerner Pop-up-Lokal vorbeigeschaut.

In der Furrengasse 7 wird ein neues Kapitel aufgeschlagen. Im Pop-up-Restaurant «Pura» sind nämlich vor wenigen Tagen neue Betreiber eingezogen. Als «Veggievibe im Pura» führen sie das Lokal in gewohnter Tradition fort. Heisst: Auf der Speisekarte stehen vornehmlich vegane Gerichte.

2019 haben die Schwestern Carola und Bettina Glättli das ehemalige Teehaus mit dem auffälligen, halbrunden Schaufenster übernommen und in eine geschäftige, vegane Beiz umgewandelt (zentralplus berichtete). Seither haben sie das Lokal, das Platz für rund 20 Leute bietet, an verschiedene Gastronomen untervermietet.

Zuletzt waren es Leonz Korner, Felix Schumacher und Andreas Waldis von «Pastacletta», die während eines Monats im kleinen Lokal frische Pasta gekocht haben (zentralplus berichtete).

Im «Pura» gibt es veganes Frühstück

Die beiden neuen Betreiber heissen Andreas und Thomas und fahren ein anderes Konzept. «Die Karte ist eher klein, weil wir in der Küche nicht viel Platz haben», erklärt Andreas (39), der als Koch im Restaurant «Pura» agiert. Sie würden lieber auf Qualität statt Quantität setzen. So gibt es pro Woche zwei Menüs. Aktuell ist das ein Arabian Burger mit Baba Ganoush und Harissa-Süsskartoffelpürre oder Spaghetti Volognese – die vegane Variante einer Bolognese. 

Auffallen will das neue «Pura» mit einem Frühstücksangebot. «Vegane Frühstücksalternativen in dieser Form gibt es ausser in Supermärkten eher kaum», sagt Thomas. Die vegan produzierten Gipfeli bezieht das «Veggievibe im Pura» von der Bäckerei Merz. Bei den Gästen kommt's an. Zumindest, nachdem die beiden auf Social Media aktiv wurden. «In den ersten zwei Tagen waren wir online noch nicht präsent. Dementsprechend kamen auch kaum Gäste.» Jetzt aber suchen die Leute den Weg in die Furrengasse.

Für den 22-jährigen Geschäftsführer Thomas ist das «Pura» sein erstes eigenes Lokal. Zuvor war er einige Monate im Service tätig. «Ich wollte mich schon immer in der Selbstständigkeit ausprobieren», erklärt der gebürtige Hesse. «Da kam mir das Pop-up hier gerade recht.» Viel Gastroerfahrung habe er zwar noch nicht, aber er lerne gerne neue Dinge kennen. «Es ist definitiv eine Herausforderung, aber es macht Spass. Und ich glaube, wir meistern das ganz gut», sagt er gut gelaunt.

Andreas, der aus Bayern stammt, stand schon im Alter von 21 als Küchenchef in Deutschland und später in Spanien und Amerika am Herd. Im «Pura» kreiert er die Speisen selbst. «In der veganen Küche gibt es tolle Alternativen, um bekannte Gerichte neu zu interpretieren.» So hat er beispielsweise einen «Mandel-Padano», also eine vegane Alternative zu Parmesan, aus Mandeln kreiert. Auch auf den «Golden Latte» mit Kurkuma ist er stolz, «weil er so gut ist.»

Betrieb vorerst bis Ende März

Das Lokal schmeissen die beiden zu zweit. Geöffnet haben sie von Mittwoch bis Samstag, ab 9 Uhr morgens bis 21 Uhr abends. Auf Wunsch können die Gerichte auch als Take-away bestellt und vor Ort abgeholt werden.

Die beiden Gastronomen sind bis Ende März im «Pura» anzutreffen. Was danach mit dem Lokal geschieht, ist unklar. Für Thomas und Andreas ist ihr Gastspiel eine Art Testphase. «Wenn das Angebot ankommt, könnten wir uns vorstellen, später in einer anderen Form weiterzumachen», so der junge Gastgeber.

Verwendete Quellen
  • Persönliches Gespräch mit den Pura-Betreibern
  • Instagram-Seite «Veggivibeluzern»
  • Telefongespräch mit Maurice Steffes, Bäckerei Merz
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