An der Sempacherstrasse

«1178»: Diese neue Bar ist eine Hommage an die Stadt Luzern

Yannick Käch (links) und David Flückiger hinter der Bar in ihrem Lokal «1178». (Bild: mre)

Zwei junge Luzerner eröffnen Anfang Dezember eine Bar in der Nähe des Vögeligärtlis in Luzern. Sie wollen damit der Stadt «etwas zurückgeben».

Im Jahr 1178 wurde die Stadt Luzern gegründet – so lautet zumindest die Legende. 1978 feierte Luzern deshalb das 800-Jahr-Jubiläum mit einem grossen Fest. Laut dem Luzerner Staatsarchiv kam zeitgleich zum Jubiläumsanlass der Zweifel auf, ob die Stadtgründung wirklich dann vollzogen wurde.

Fest steht: «1178» ist in vielen Luzerner Köpfen verankert. «1178» hat auch eine grosse Bedeutung für die zwei Jungunternehmer David Flückiger und Yannick Käch. Denn so heisst die neue Bar, welche sie am kommenden Samstag an der Sempacherstrasse eröffnen. Die zwei Luzerner würden mit dem Lokal ihrem Heimatort etwas zurückgeben wollen, sagen sie im Gespräch mit zentralplus.

Sie haben ihre «Schnapsidee» umgesetzt

Auf die Frage, wie sie auf die Idee kämen, eine Bar zu eröffnen, schmunzeln die beiden Jungunternehmer. Der Einfall wäre ihnen im Ausgang gekommen, erzählen sie. Im Gegensatz zu vielen anderen würden sie es aber ernst meinen.

Aus der «Schnapsidee» wird nun Realität. Flückiger und Käch befinden sich in den letzten Vorbereitungsarbeiten für die Eröffnung. In nur knapp eineinhalb Monaten bauten sie die Räumlichkeiten um. Der Weg dorthin war nicht einfach. Vor allem die Suche nach einem Lokal hätte sich schwierig gestaltet, wie sie erzählen. «Zwei junge Unternehmer sind nicht das Traumszenario eines Vermieters», erzählen die zwei Luzerner.

David Flückiger hat zuvor schon lange in der Gastrobranche gearbeitet, Yannick Käch kommt aus der Tourismusbranche. Sie seien selbst viel in der Luzerner Barszene unterwegs. In letzter Zeit hätten sie sich intensiv mit anderen Barbetreibern in der Stadt ausgetauscht, um sich auf die Eröffnung vorzubereiten.

Selbst kreierte Cocktails auf der Karte

Das Lokal in der Nähe des Vögeligärtlis zieht sich über zwei Etagen. Im Erdgeschoss befinden sich die Bar und einige Tische. Im Untergeschoss wird es gemütlicher: Dort lädt eine grosse Lounge zum Sitzen ein. Auf der Toilette zeigt sich die Hommage an die Stadt: ein Gemälde der Kappelbrücke. Ein kleines Highlight auf dem WC: Bei Betätigung eines Knopfes schaltet sich Discolicht ein.

Auf der Karte befinden sich neben den klassischen Drinks ein paar Eigenkreationen. Dazu gehören «What the Duck» mit Holunderblütensirup und «Oh my Panda» mit Kokospüree. Am optimalen Gefäss für den Panda-Drink tüfteln Käch und Flückiger noch. Ein Prototyp steht bereits in der Bar: Der Drink soll in einem Panda serviert werden. Eine Küche hat die Bar nicht. Der kleine Hunger kann trotzdem gestillt werden – mit Apéroplättchen.

Die Bar soll vor allem zu gemütlichen Abendstunden einladen. Für die Zukunft können sich die zwei Luzerner aber auch vereinzelt Themenabende vorstellen. Dort könne durchaus auch getanzt werden und mehr eine Partystimmung entstehen.

In den kommenden Wochen wollen sie den Betrieb vorerst allein stemmen. Ihre Freundinnen und Kollegen werden aber ab und zu aushelfen. «Mit der Zeit wird sich zeigen, ob wir weiteres fixes Personal anstellen können.»

Verwendete Quellen
  • Augenschein vor Ort
  • Persönliches Gespräch mit den Barbetreibern
  • Staatsarchiv Luzern
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2 Kommentare
  • Profilfoto von Erika
    Erika, 29.11.2023, 06:52 Uhr

    Viel Erfolg

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  • Profilfoto von Mops
    Mops, 28.11.2023, 21:24 Uhr

    Ich bin froh, dass endlich was passiert. Dieses Sun’s, das vorher zwar angeschrieben war aber nie öffnete wird wahrscheinlich für immer ein Rätsel bleiben.

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