Gastro-Zelte in Zug:  Möglichkeit ist da, der Nutzen offen
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Chamer Bier wird es auch diesen Winter geben – aber wohl nicht im Zelt.

Corona-Erleichterungen für Wirte Gastro-Zelte in Zug: Möglichkeit ist da, der Nutzen offen

2 min Lesezeit 07.12.2020, 19:25 Uhr

Die krisengeschüttelte Gastronomie soll einfach zu Möglichkeiten gelangen, um die Gäste auch in der kalten Jahreszeit zu sich zu locken. Ob die Zuger von der einfachen Bewilligungspraxis für Zelte Gebrauch machen, ist offen.

Die Zuger Gastronomen sollen auch unter erschwerten Umständen möglichst gut wirten können, da sind sich alle einig. So sollen etwa Heizpilze erlaubt sein, sofern sie mit ökologisch weniger bedenklichen Pellets befeuert werden (zentralplus berichtete). Eine andere Möglichkeit sind Zelte, verlängerte Dächer oder Barracken, die temporär aufgebaut werden – sogenannte Fahrnisbauten.

Anders als etwa in Luzern sind diese in Zug mit einer einfachen Bauanzeige umsetzbar. «Für temporäre Fahrnisbauten galt im Kanton Zug bereits bisher die Praxis, dass diese in der Regel für eine Dauer von mehreren Monaten keiner Baubewilligung bedürfen. Notwendig ist lediglich die Einreichung einer Bauanzeige», schreibt der Regierungsrat in einer Antwort auf eine kleine Anfrage der beiden SVP-Kantonsräte Philipp C. Brunner und Hans Küng.

Plätze jetzt schon kaum gefüllt

Die Einschränkung: Die Vergrösserungen dürfen für maximal vier Monate bestehen bleiben und müssen Bundesrecht entsprechen. Den Betrieb von Zelten oder Gartenhäuschen auf der Gasse würden aber gerade die bundesrätlichen Vorschriften für Wirte «eher unwirtschaftlich» machen, sagt der Zuger CVP-Stadtrat Urs Raschle gegenüber Zentralplus. Werden Zelte oder ähnliches gewünscht, dann sind zudem die Gemeinden für eine Bewilligung zuständig, nicht der Kanton.

Die Brandschutzbestimmungen schränken darüber hinaus den Einsatz von Heizpilzen in solchen Bauten ein. Zudem: Viele Beizen hätten jetzt schon Probleme, die Plätze in den Innenräumen zu füllen, weshalb vielerorts gar nicht erst an Erweiterungen gedacht werde, gibt der Baarer Gemeinderat Zari Dzaferi (SP) zu bedenken.

Die Behörden gehen deshalb davon aus, dass Zuger Gastronomen nicht massenhaft Zelte und ähnliches in Zug aufstellen werden, sondern solche Erweiterungen der Gastroflächen auch im Corona-Winter die Ausnahme bleiben werden – auch wenn die Bewilligung an sich einfach zu erhalten ist.

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