Für die Zuger Freestyle-Halle heisst es «Jetzt oder nie»
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Marut Kiatprasert ist zuversichtlich, dass hier bald eine Freestyle-Halle gebaut wird. (Bild: wme)

Endspurt im Crowdfunding Für die Zuger Freestyle-Halle heisst es «Jetzt oder nie»

3 min Lesezeit 1 Kommentar 06.05.2018, 04:48 Uhr

Wenn alles klappt, sollen schon im Oktober Skater und Parkour-Athleten durch den ersten Zuger Indoor-Freestylepark jagen. Ein Problem gibt’s da aber noch: Es fehlt noch ein ganzer Batzen zum Durchbruch.

Im Moment sieht der nackte Keller auf dem Spinniareal in Baar noch nach nicht viel aus. Doch Marut Kiatprasert, Mitinitiant für die Freestyle-Halle, strahlt diese ansteckende Mischung aus Aufregung und Stolz aus, die auch uns die graue Halle mit seinen Augen sehen lässt.

Anfang 2015 klang der Ruf einiger Zuger Jugendlicher nach einer Halle für ihr Sporthobby noch wie ein kühner Traum. 2016 wagte die IG Freestyle-Halle Zug schon an eine Realisierung Anfang 2020 zu glauben. Und diesen Frühling haben sie bereits die Eröffnung im kommenden Herbst vor Augen.

So sieht die Halle heute aus.

So sieht die Halle heute aus.

(Bild: wme)

Das Projekt scheint stetig an Momentum zu gewinnen. Der Vertrag mit den Vermietern ist unterzeichnet, die Pläne für den Innenausbau sind für den letzten Feinschliff noch beim Architekten.

Auf den 450 Quadratmetern lässt die IG unter eigener Leitung für 120’000 Franken einen Skatepark und eine Parkour-Anlange inklusive kleinem Café einbauen. Das Geld für diese Investition haben sie bereits zusammen. Vielleicht jedenfalls.

Ready, steady …

Momentan fehlen dem 120’000-Franken-Traum der Zuger Freestyler noch rund 55’000, um Realität zu werden. Ein Crowdfunding ist auf der Zielgerade. Marut Kiatprasert, Präsident der IG, ist zuversichtlich, dass die fehlenden Gelder im kommenden Monat zusammenkommen. «Wir haben noch einige Spendenanfragen ausstehend, bei denen wir zum Teil schon mündliche Zusagen haben.»

So soll die Freestyle-Halle einmal werden.

So soll die Freestyle-Halle einmal werden.

(Bild: wme)

Der Mietvertrag ist aber schon unterschrieben. Hoch gepokert ist das umso mehr, da die IG für die ersten zwei Betriebsjahre noch auf finanziellen Rückhalt angewiesen ist. Auf lange Sicht soll die Halle kostendeckend betrieben werden. Bis dahin ist aber noch viel zu tun. Wunschbudget für Bau, Eröffnung und ein Jahr Betrieb wäre deshalb eigentlich sogar 200’000 Franken. Da fehlen auf lange Sicht also noch 145’000. Eine ganze Stange Geld.

… Help!

Hilfe erhofft sich die IG jetzt auch von den Zugern. Auf der Crowdfunding Plattform für Sportprojekte – «Ibelieveinyou.ch» – sammeln die jungen Sportler derzeit Spenden aus der Crowd. Mit Erfolg: Von den geplanten 15’000 Franken sind bereits 12’844 Franken zusammengekommen – 85 Prozent also. Noch 28 Tage hat das Projekt Zeit, die restlichen Spenden zusammenzutreiben.

Das Problem: Kommt nicht der ganze Betrag zusammen, geht alles wieder zurück an die Spender. Wer die IG unterstützt, wird im Gegenzug mit Gimmicks belohnt. T-Shirts, Armbänder oder auch ganze Jahresabos für die Halle lassen sich «er-spenden».

Marut Kiatprasert in der noch leeren Halle auf dem Lorzenareal in Baar.

Marut Kiatprasert in der noch leeren Halle auf dem Lorzenareal in Baar.

(Bild: wme)

Jetzt oder nie

Einer der Gründe, weshalb sich die IG für den gewagten Frühstart in den Mietvertrag entschieden hat, liegt darin, dass die 50’000 Franken vom ZKB-Wettbewerb, den sie letztes Jahr gewonnen haben, an die Bedingung gebunden sind, dass das Projekt noch dieses Jahre realisiert wird.

«Für uns heisst es darum jetzt oder nie», sagt Kiatprasert. Die jungen Skater und Parkour-Athleten von der IG Freestylehalle haben sich für das «Jetzt» entschieden.

Video zum Projekt:

 

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1 Kommentare
  1. Martin Bommeli, 19.01.2019, 22:25 Uhr

    Ich war Heute vor Ort und habe einen #ParkView Video vom fertigen Park gemacht. In diesem Video gibt es quasi ein Rundgang durch den Park: https://youtu.be/yXE05nnKOPU

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