Für die Luzerner Förster beginnt nun der Kampf gegen den Borkenkäfer
  • Regionales Leben
Im Gütschwald konnten einige Bäume den Schneemassen nicht standhalten. (Bild: vro)

Schneeschäden in Wäldern Für die Luzerner Förster beginnt nun der Kampf gegen den Borkenkäfer

2 min Lesezeit 21.02.2021, 14:00 Uhr

In Rekordtempo sind die Schneemassen in den tieferen Lagen im Kanton Luzern geschmolzen, was zurückbleibt, sind beschädigte Bäume. Eine Bilanz nach den schneereichen Wochen.

So viel Schnee wie diesen Winter hat Luzern lange nicht mehr gesehen. Zwar ist mittlerweile bis in mittlere Lagen kaum mehr etwas übrig, doch gerade im Januar hatten die Winterdienste alle Hände voll zu tun. Doch nicht nur für sie war der Schnee eine Last, manche Bäume hatten einiges zu tragen. Zeitweise warnten der Bund und mehrere Kantone sogar davor, sich in den Wald zu begeben – wegen der Gefahr abbrechender Äste oder umstürzender Bäume.

Jetzt, nachdem die milden Temperaturen die Winterlandschaft praktisch ausradiert haben, zeigt sich zumindest in tiefen Lagen das Ausmass. Von Schäden betroffen sind vor allem die Bäume im nördlichen Kantonsgebiet, wie Bruno Röösli, Leiter Abteilung Wald bei der Dienststelle Landwirtschaft und Wald (Lawa), erklärt. Im Seetal, Surental und Wiggertal gebe es vereinzelt grössere Schäden.

Der Borkenkäfer freut sich

Nach einer ersten Einschätzung liegen die Schäden jedoch im Rahmen. «Die Bäume haben eine gewisse Grundlast zu tragen.» Jedes Jahr würden durch Stürme und Schneelast Schäden an Bäumen entstehen, aussergewöhnlich ist das nicht. Aber: «In den höheren Lagen konnten wir noch keine Einschätzung machen, weil sie noch nicht zugänglich sind.» Dies werde baldmöglichst im Frühling nachgeholt.

Mittlerweile können die Luzernerinnen wieder ohne Gefahr in die Wälder pilgern. Doch die Bäume selbst schweben nach wie vor in Gefahr. «Der Borkenkäfer entwickelt sich in feuchter Rinde, deshalb müssen beschädigte Fichten möglichst schnell geräumt oder die Rinde unschädlich gemacht werden», erklärt Röösli. Siedelt sich der Borkenkäfer einmal an, kann er sich weiter vermehren und auch gesunde Fichten gefährden. Das muss nun verhindert werden. Umgestürzte Bäume werden jedoch nicht zwingend ersetzt. Lediglich bei Schäden auf grösseren Flächen wird im Frühling beurteilt, ob Massnahmen nötig sind.

Auch der Platz einer Waldspielgruppe in Luzern wurde beschädigt. (Bild: leb)

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