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Fünf starke Zuger für U20-WM in Kanada
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Fünf Spieler der EVZ-Academy sind in diesem Jahr in der U20-Mannschaft in Kanada dabei. (Bild: zvg.)

Die Zuger Talentschmiede stellt einen Topsturm Fünf starke Zuger für U20-WM in Kanada

4 min Lesezeit 23.12.2016, 15:13 Uhr

Letzte Woche ist die Schweizer U20-Nationalmannschaft nach Kanada gereist, um sich auf die am Stephanstag beginnende U20-WM in Montreal und Toronto vorzubereiten. Im 28-köpfigen Kader für das Trainingslager befinden sich auch fünf Spieler des EVZ-Academy-Teams. zentralplus traf sie vor ihrem Abflug.

Am 26. Dezember – also zeitgleich mit dem Spengler-Cup – beginnt in Kanada die U20-Weltmeisterschaft. Da messen sich vielversprechende Junioren, die Besten sind aber davon ausgenommen: Diese werden bereits von ihren NHL-Teams gebraucht.

Die diesjährige U20-WM ist von besonderem Interesse für Zuger Hockeyfans. Der Schweizer U20-Coach Christian Wohlwend hat mit den Verteidigern Nico Gross und Tobias Geisser sowie den Stürmern Fabian Haberstich, Yannick Zehnder und Timo Haussener fünf Spieler des Zuger Academy-Teams aufgeboten. Sie bilden damit das grösste Kontingent des Schweizer Teams. Hinzu kommen drei weitere beim EVZ ausgebildete Spieler: Torhüter Joren van Pottelberghe vom HC Davos, Verteidiger Livio Stadler, der momentan an das schwedische Lulea ausgeliehen wurde, sowie Stürmer Calvin Thürkauf, der bei Kelowna in der kanadischen Juniorenliga WHL spielt.

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Calvin Thürkauf und Livio Stadler mit Silber auf Instagram:

 

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Ein von Calvin Thurkauf (@calvinthurkauf) gepostetes Foto am16. Mär 2015 um 2:58 Uhr


 

Academy ist «eine gute Sache»

Gross erklärt sich die starke Zuger Präsenz mit dem Projekt der Academy, die, wie er findet, «eine gute Sache» sei. «Zudem haben wir fünf praktisch die ganze Saison über als Block zusammengespielt», erklärt Gross. Die bereits vorhandene Chemie kann im Kampf um einen Platz im Team sicher ein Vorteil sein, da das Quintett im kurzen Camp sofort auf eingespielte Spielzüge vertrauen kann und sich nicht zuerst finden muss. Auch Academy-Stürmer Haberstich lobt das Zusammenspiel: «Wir verstehen uns super, es hat von Anfang an funktioniert.»

Rechtzeitige Rückkehr nach Verletzung

Etwas Zeit in Anspruch nehmen dürfte hingegen die Umstellung auf das kleinere Eisfeld in Kanada. Deshalb verbringt die U20 bereits das Trainingslager im kanadischen Oshawa. Doch auch diesbezüglich können gewisse Zuger bereits Erfahrungen vorweisen: Academy-Stürmer Haussener hat die letzte Saison in der kanadischen Juniorenliga OHL in Guelph begonnen, bevor er zu Rapperswil Jona zurückgekehrt und auf diese Saison zum EVZ gestossen ist. «Trotz der frühen Rückkehr war es eine gute Erfahrung. Ich konnte viele Sachen mitnehmen. Es war eine Schule fürs Leben. Du bist alleine im Ausland und musst dich durchkämpfen. Leider konnte ich nicht so viel spielen, am Schluss gar nicht mehr, weshalb ich frühzeitig zurückgekommen bin», so der grossgewachsene Flügelspieler.

«Am Anfang war es ungewiss, ob ich auf die WM fit sein würde.»
Academy-Stürmer Zehnder

Haussner teilt die Erfahrung eines Nordamerika-Aufenthalts mit dem dritten Academy-Stürmer Zehnder. Er spielte letzte Saison in drei verschiedenen amerikanischen Ligen und läuft nun wieder für seinen Heimatverein auf. Dass der Center überhaupt ins Trainingslager reisen konnte, war nicht selbstverständlich: Schliesslich hat er sich Mitte November am Knie verletzt und konnte erst letzte Woche wieder voll mittrainieren. «Am Anfang war es ungewiss, ob ich auf die WM fit sein würde. Aber dann haben mir die Ärzte mitgeteilt, dass eine rechtzeitige Heilung möglich sei und ich gute Chancen hätte. Seither habe ich nicht mehr daran gedacht, dass ich es nicht schaffen könnte. Jetzt bin ich froh, dass es gereicht hat.»

Hochtalentierte, junge Verteidiger

Den Topsturm der EVZ-Academy komplettiert Haberstich, der in Abwesenheit Zehnders den Topscorer-Helm übernommen und diese Saison bereits einige Partien mit der ersten Mannschaft bestreiten durfte. «Das war cool und hätte ich diese Saison noch nicht erwartet. Ich habe im Sommer für zwei Jahre unterschrieben und gewusst, dass ich noch viele Dinge verbessern muss.» Insbesondere beim Antritt und Tempo auf den ersten Metern konnte er dank fleissigem Konditionstraining Fortschritte machen.

Ebenfalls NLA-Luft schnuppern durfte Tobias Geisser, der uns aufgrund der Matchvorbereitung mit der ersten Mannschaft keine Auskunft geben konnte. Der noch nicht 18-Jährige gehört zu den grössten Schweizer Verteidigertalenten und könnte im NHL-Draft nächsten Sommer gezogen werden.

Rosige Zukunft für Gross

Ähnlich rosig sieht die Zukunft für seinen Abwehrpartner in der Academy, Nico Gross, aus, der noch fast ein Jahr jünger ist. Wie ist es, sowohl in der Academy als auch in der U20-Nationalmannschaft jeweils der Jüngste zu sein? «Ich bin eigentlich immer der Jüngste gewesen, von dem her ist es nichts Neues für mich», meint der Bündner trocken. Und fügt an, dass er sich «in der Kabine etwas zurückhalten» würde. Haussener, der wie seine Sturmkollegen Jahrgang 1997 hat, ist vom Defensiv-Duo begeistert. «Sie sind super. Jung, seriös und spielen schon auf einem guten NLB-Niveau.»

Mit welchen Erwartungen reist die Zuger Delegation nun nach Kanada? Haberstich hofft, dass Yannick Zehnder «topfit ist und dann werden wir was reissen». Der Angesprochene findet es wichtig, «möglichst schnell als Mannschaft zusammenzufinden und Spass zu haben», und nennt die Viertelfinal-Teilnahme als konkretes Ziel. Dies wäre als Erfolg zu werten, musste doch die Schweiz in den letzten beiden Jahren gegen den Abstieg kämpfen.

«Die machen das schon»

Bleibt noch eine Frage zu klären. Wird das Academy-Team seinen besten Block nicht schmerzlich vermissen? «Ne, die machen das schon», vertraut Haussener seinen Teamkollegen, die den Meisterschaftsbetrieb in der Altjahreswoche fortsetzen.

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