«Fritschi-Vater» wird die Luzerner Fasnacht eröffnen – in kleinem Rahmen
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Dieses Bild wird es im Februar nicht geben: Der Bruder-Fritschi mit Gefolge bei der Tagwache. (Bild: Emanuel Ammon/AURA)

Zünfte melden sich zu Wort «Fritschi-Vater» wird die Luzerner Fasnacht eröffnen – in kleinem Rahmen

2 min Lesezeit 1 Kommentar 25.09.2020, 16:48 Uhr

Auch die Luzerner Fasnachtszünfte reagieren auf die Coronamassnahmen und präsentieren ihre Pläne. Fasnächtler dürfen sich auf das ein oder andere Fest freuen – müssen aber auch auf einige verzichten.

Das Fasnachts-Karussell dreht sich weiter. Nachdem das Luzerner Fasnachtskomitee (LFK) die Absage der Umzüge bekannt gab (zentralplus berichtete) und sich «Die Vereinigte» für eine Durchführung des Monstercorso einsetzen (zentralplus berichtete), meldete sich am Freitagnachmittag auch die Zunft zu Safran und die Wey-Zunft zu Wort.

So schreibt die Zunft zu Safran, dass Grossanlässe wie der Fritschi-Umzug zwar vom LFK abgesagt worden seien, allerdings obliege die Organisation und Durchführung der Fritschi-Tagwache und der «Tschau Fritschi»-Feier der Zunft zu Safran.

Keine grosse Abschiedsparade möglich

In einer Medienmitteilung schreibt die Zunft nun, dass der Fritschi-Vater und Bruder Fritschi samt Gefolge die Luzerner Fasnacht mit «einer der Lage angepassten Tagwache» eröffnen werden. Allerdings werde der traditionelle Empfang der Fritschis auf dem Kapellplatz nicht stattfinden. Ein «Fötzeliräge und Orangengewitter» wird es also am 11. Februar 2021 nicht geben.

Und die «Tschau Fritschi»-Parade vom Güdis-Dienstag? Zwar plant die Zunft zu Safran eine «würdige» Verabschiedung von Bruder Fritschi und seiner Familie – vorausgesetzt, die Fritschi-Tagwache kann überhaupt durchgeführt werden – allerdings nur in einem kleinen Rahmen. «Die grosse Abschiedsparade auf der Reuss findet jedoch nicht statt», schreibt die Zunft.

Wey-Zunft zieht mit

Ähnlich klingt es bei der Wey-Zunft. Der Zunftrat, unter dem Präsidium von Bruno Spörri, entschied sich dazu, auf die «herkömmliche Wey-Tagwache leider zu verzichten.» Es wird also weder eine Begrüssung des Wey-Zunftmeisters samt Gefolge auf dem Kapellplatz, noch ein anschliessendes Guuggenmusig-Corso mit Orangenauswerfen geben. Allerdings: «Die Wey-Zunft wird die Wey-Tagwache in einem der Lage angepassten Rahmen eröffnen», heisst es in der Mitteilung der Wey-Zunft.

Aber auf etwas müssen die Fasnächtler nicht verzichten. Gemäss der Wey-Zunft werde das «einzige Lozärner Fasnachts-Magazin», der Knallfrosch, mit einer Auflage von 60’000 Exemplaren normal vertrieben – garantiert coronafrei und mit neuem Look, wie es heisst.

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1 Kommentare
  1. CScherrer, 26.09.2020, 18:05 Uhr

    Einige Protagonisten dieser Zünfte machen sich nur noch lächerlich. Unglaublich. Bedenkt man, dass sich unter diesen Zünftler sogar ein CEO einer grossen Versicherungsgesellschaft befindet, welche sich weigerte den versicherten Unternehmen zu helfen. Da kommt einem doch die Galle hoch, an solchem Egoismus. Selbstverständlich ist die Fasnacht Brauchtum und trotzdem so unwichtig, wie der Furz einer Meise. Diese Exponenten haben dies tatsächlich nicht begriffen. Auch hier gilt, dass diese Zünftler gefälligst nach der Fasnacht in Quarantäne sollen. Hier wird viel auf das Spiel gesetzt! Und nochmals: In diesen Zünften hat es einige Unternehmer und CEO’s, welche dann wieder beim Staat jammern gehen wollen, wenn die Infektionsraten steigen und der Staat reagieren muss. Aber eben, im schlimmsten Fall kann man ja dann ein paar Arbeitnehmer beim Staat entsorgen. Und die kotzen dann die restlichen Konfetti aus.

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