Umzug zwei Häuser weiter

Luzerner Spiele-Tempel Gameorama wird grösser

Die ersten beiden Automaten stehen bereits im neuen Lokal, wie Co-Inhaberin Angela Vögtli zeigt. (Bild: mik)

Das interaktive Spielemuseum am Luzerner Hirschgraben hat sich inzwischen in der Stadt etabliert. Da das Team im bisherigen Lokal oft an die Kapazitätsgrenzen stösst, plant das Gameorama einen Umzug. Jedoch nicht besonders weit weg.

Alte Flipperkästen, Gamekonsolen und jede Menge Brettspiele. Das Konzept des Gameoramas am Luzerner Hirschgraben klingt nach Nerd-Paradies schlechthin. Dabei kommt das Spielemuseum längst nicht nur bei Gamerinnen gut an. Auch Senioren und Familien sieht man durch das Schaufenster in Brettspiele vertieft.

Seit der Eröffnung vor rund zweieinhalb Jahren läuft das Geschäft gut (zentralplus berichtete). Die dazugehörigen Escape-Rooms «The Riddle» sind ausgebaut worden und das Team veranstaltet verschiedene Events und Sonderausstellungen.

Umzug nötig: Gameorama stösst an Kapazitätsgrenzen

Zwar hätten die Inhaber noch weitere Ideen, doch der Platz reicht nicht mehr aus. «Wir stossen bei unserer aktuellen Location immer mal wieder an die Kapazitätsgrenzen», wie Co-Inhaberin Angela Vögtli auf Anfrage sagt. Wenn etwa ein Apéro stattfinde, müssen derzeit alle Tische im Café besetzt werden. «Damit kannibalisieren wir uns selbst.» Deshalb haben sie sich nach zusätzlichen Event-Räumen umgeschaut – und inzwischen gefunden, wie ein Facebookpost zeigt.

Dabei handelt es sich um ein Lokal in unmittelbarer Nähe: die ehemalige Post am Hirschengraben. Diese steht seit März 2020 leer. Erst vor Kurzem haben die Eigentümer entschieden, die leerstehenden Lokale auszubauen und mit einer Glasfront zu versehen (zentralplus berichtete). «In unserem Kopfkino haben wir uns ausgemalt, was wir alles in dieser spannenden Location realisieren könnten», so Vögtli.

Entsprechend haben sie mit den Vermietern, der Immohart AG, Kontakt aufgenommen. Im November seien sie sich einig geworden. Auch, da ihnen das Unternehmen bezüglich Innenausbau grosszügig entgegengekommen sei, wie die Spieleentwicklerin betont. Künftig mieten sie das erste und zweite Stockwerk des Gebäudes.

Mehr Virtual Reality und eine Terrasse fürs Café

Am neuen Standort plant das Team einige Neuerungen. Vögtli beschwichtigt jedoch: «Das Konzept bleibt das gleiche. Nur haben wir von allem etwas mehr.» Der Museumsteil soll massiv ausgebaut werden. «Das heisst, dass wir zum einen die bestehenden Themenbereiche vergrössern und mit zusätzlichen Exponaten, Vitrinen und Infotafeln ausstatten werden.» Weshalb das Team auch im Facebook-Post nach alten Konsolen und Monitoren sucht.

Weiter erhalten die zwei Themenwelten «Virtual Reality» und «Schweizer Spiele», die aus vorhergehenden Sonderausstellungen entstanden sind, viel mehr Raum. Auch den beliebten Brettspiel-Café-Bereich will das Team vergrössern. Die Gäste sollen im Sommer auf einer Terrasse sitzen können – auf der Aussenfläche neben dem Gasthaus Galliker. Neu ist auch ein Event-Raum angedacht, für interne und externe Veranstaltungen.

Wiedereröffnung für Herbst 2023 geplant

Bis zum Umzug des Gameorama dauert es jedoch noch eine Weile. Zwar finden bereits jetzt Bauarbeiten am Hirschengraben 49/57 statt. Diese hätten jedoch mit der Vermieterin zu tun. Sie ist aktuell am Rückbau der Innenausbauten der ehemaligen Post.

Die Eröffnung ist im Herbst 2023 geplant. Noch stecke das Gameorama-Team in der Planungsphase. Für das Projekt schätzt Vögtli mit Kosten von rund 500'000 Franken. Ein Teil davon decken sie über das Privat-, einen weiteren über das Firmenvermögen. «Den Rest versuchen wir durch Stiftungen, Sponsoren, Gönner und ein Crowdfunding, welches im März startet, zu decken.»

Verwendete Quellen
  • Facebook-Post vom Gameorama zum Umzug
  • Website Gameorama
  • Schriftlicher Austausch und persönliches Gespräch mit Angela Vögtli, Co-Inhaberin Gameorama
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