Zuger LG-Areal: Nun beginnen erste Umbauten

Diese Veränderungen gibts für Nutzer des Zuger Freiruums

So viel überdachten Freiruum hatte Zug vorher noch nie. Künftig dürfte es jedoch etwas weniger werden. (Bild: wia)

Im Zuge der Entwicklung des LG-Areals in Zug wird sich auch der Freiruum verändern. Doch selbst während der Bauarbeiten an umliegenden Gebäudeteilen soll das Freizeitangebot erhalten bleiben – wenn auch nicht im vollen Umfang.

Der Freiruum ist der Zuger Bevölkerung in den letzten viereinhalb Jahren ans Herz gewachsen. Insbesondere deshalb, weil es einen vergleichbaren Ort in der Umgebung zuvor nicht gegeben hat: Genug entspannt, damit Kinder selbst im Gastrobereich auch mal zwischen den Tischen rumrennen können, aber auch genug chic für sehr erwachsene Cüpli-Geburtstage. Unlängst hielt die FDP hier ihre Delegiertenversammlung ab.

Neben der Markthalle beherbergt der grosse Shed-Bau auch eine Eventhalle, ausserdem gibt es einen umfangreichen Sportbereich, zu dem sowohl eine Boulderhalle als auch eine Trampolin-Landschaft und eine Krabbelburg gehören.

Der für Zuger Verhältnisse gigantischen Infrastruktur stehen jedoch Veränderungen bevor. Auf dem Gelände der ehemaligen Landis & Gyr soll ein neues Stadtquartier entstehen mit Angeboten in den Bereichen Wohnen, Arbeiten und Freizeit.

Involviert sind fünf Bauherrschaften, namentlich die Al­fred Müller AG, die Park Lane Zug AG, die Thoba Immobilien AG, die SBB AG sowie die Credit Suisse Funds AG. Letztere jedenfalls bis Ende des vergangenen Jahres. Neuerdings zeichnet die UBS für jene Liegenschaft verantwortlich, in der sich auch der Freiruum befindet (zentralplus berichtete).

Trotz Bauplänen und CS-Querelen: Der Freiruum bleibt

Dass der Freiruum trotz Bauplänen und CS-Querelen Bestandteil des Areals bleiben soll, ist bereits länger bekannt. Über die Details wusste man bislang jedoch noch wenig.

«Der Freiruum bleibt bestehen, die Verträge sind bereits unterzeichnet.»

Cecile Rietschi, Sprecherin der UBS Business Solutions AG

Cecile Rietschi, Mediensprecherin der UBS Business Solutions AG, äussert sich auf Anfrage von zentralplus wie folgt: «Der Freiruum bleibt bestehen, die Verträge sind bereits unterzeichnet. Was 2019 als temporäre Zwischennutzung begann, soll nun in eine definitive Nutzung überführt werden. Allerdings muss das Angebot im Freiruum während der Bauarbeiten reduziert werden.»

Erste Bauarbeiten auf der Ostseite haben begonnen

Rietschi weist auf die Sanierungs- und Umbauarbeiten an den Bestandesbauten am Zählerweg 3 bis 9 sowie der Gartenstadt 2a hin, die Anfang Februar begonnen haben. Sie sagt weiter zur Zukunft des Freizeitangebots: «Der spezielle Freiruum-Charakter soll in der Shedhalle erhalten bleiben. Durch den Umbau wird der mittlerweile unter Denkmalschutz gestellte Bau am Zählerweg 3–9 freigestellt, wofür die Shedhalle verkleinert werden muss.»

Über den Zählerweg ist der Freiruum nun nicht mehr erreichbar. (Bild: wia)

Zwischen den ehemaligen Siemens-Büroräumen und der Freiruum-Markthalle entsteht die neue Zählergasse (zentralplus berichtete). Während der Bauarbeiten bleibe jedoch der Freiruum in der Shedhalle soweit möglich erhalten. «Sobald der Bebauungsplan LG Areal Rechtskraft erlangt hat, kann die definitive Nutzung der Shedhalle mit dem Freiruum umgesetzt werden», sagt Rietschi.

Bereits heute ist jedoch klar, dass für die bestehende Boulderhalle künftig kein Platz mehr sein wird. «Auch hier müssen das Gebäude Gartenstadt 2a von der Shedhalle getrennt und die Zwischenbauten abgebrochen werden, damit eine Gasse entstehen kann», so Rietschi.

Bis im Sommer 2026 sollen Bauarbeiten abgeschlossen sein

Aus diesem Grund sucht die «Boulderarea» per Januar 2025 neue Räumlichkeiten in der Region (zentralplus berichtete). Paul Sennrich, der Betreiber der Boulderhalle, erklärt dazu: «Mittlerweile haben sich sowohl der Bouldersport als auch unsere Anlage etabliert. Wir haben tolle Frequenzen und sind überzeugt, dass es in der Stadt oder der Region eine Boulderanlage braucht.»

Was die Umbauten für den Kleinkinderbereich bedeuten würden, ist heute gemäss den Freiruum-Verantwortlichen schwer zu sagen. «Aktuell gehen wir aber davon aus, diesen in einer Form beizubehalten.»

Die UBS-Sprecherin erklärt indes zur Entwicklung der Freiruum-Liegenschaft: «Derzeit wird der genaue Zeitplan ausgearbeitet. Wir gehen davon aus, dass die Bauarbeiten im Sommer 2026 abgeschlossen sein werden.»

Freiruum-Betreiber freuen sich über den Erhalt des Angebots

Marco Husi, der Betriebsleiter des Freiruums, äussert sich zuversichtlich über die Zukunft des Freiruums. «Wir sind voller Vorfreude auf die zukünftige Entwicklung und bauliche Veränderung des Freiruums in den kommenden Jahren.»

«Wir freuen uns, dass wir Lösungen gefunden haben, die den Freiruum mit der zukünftigen Arealentwicklung in Einklang bringen.»

Marco Husi, Betriebsleiter Freiruum

Die konkreten Zeitpläne seien zwar noch nicht genau definiert und würden von der gesamten Areal- und der Baufeldentwicklung abhängen, «doch wir freuen uns, dass wir Lösungen gefunden haben, die den Freiruum mit der zukünftigen Arealentwicklung in Einklang bringen». Der Freiruum solle auch weiterhin ein Ort des Genusses, der Bewegung und des Erlebens für alle bleiben, so Husi. Das Team des Freiruums pflege fortlaufend einen regen Austausch mit der Eigentümerschaft.

Freiruum-Besucherinnen müssen sich in den nächsten Monaten und Jahren auf Veränderungen gefasst machen. «Neben der Möglichkeit, dass Besucher vor Ort die Zukunftsentwicklung des Freiruums miterleben können, wird es auch zu einem erhöhten Personenaufkommen am Haupteingang auf der Westseite kommen», sagt Husi. Der Zugang zum Gebäude vom Zählerweg her ist aufgrund der genannten Bauarbeiten nicht mehr möglich.

Verwendete Quellen
  • Schriftlicher Austausch mit Cecile Rietschi
  • Schriftlicher Austausch mit Marco Husi
  • Website LG-Areal
  • Berichterstattung der «Zuger Zeitung» zur Arealentwicklung

  

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1 Kommentar
  • Profilfoto von Erich Staub
    Erich Staub, 07.02.2024, 12:54 Uhr

    Endlich hat Zug mit dem Freiruum, eine echte Attraktion.
    Zug braucht deutlich mehr solche Nutzungsperlen. Deshalb ist der Freiruum zu erhalten und in der Planung als ‚gesetzt‘ zu integrieren. Zug muss weg vom üblichen und sauber geordneten 0815 Zuger Standard.

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