«Frauenpower»: Zwei Frauen an der Luzerner Kirchenspitze
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Die neuen Präsidien von Synode und Synodalrat (von links): Martin Barmettler, Ursula Hüsler-Lichtsteiner, Annegreth Bienz-Geisseler und Markus Müller-Fuchs. (Bild: zvg/Dominik Thali)

Synode wählt Ursula Hüsler und Annegreth Bienz «Frauenpower»: Zwei Frauen an der Luzerner Kirchenspitze

2 min Lesezeit 08.11.2017, 22:13 Uhr

Ursula Hüsler-Lichtsteiner (Kriens) präsidiert ab 2018 die Synode, Annegreth Bienz-Geisseler (Entlebuch) den Synodalrat der Landeskirche. Das Kirchenparlament hat die beiden Frauen an seiner Herbstsession vom Mittwoch gewählt. Verabschiedet wurde auch der Voranschlag, der erneut mit einem Plus rechnet.

Alle zwei Jahre wählt die Synode ihr Präsidium und Büro sowie das Präsidium des Synodalrats neu. Ab dem 1. Januar 2018 führt die bisherige Synode-Vizepräsidentin Ursula Hüsler-Lichtsteiner (Kriens) das Kirchenparlament. Sie folgt auf Hans-Christoph Heim (Büron), teilt die Römisch-katholische Landeskirche des Kantons Luzern mit.

Neuer Vizepräsident ist Martin Barmettler (Willisau). Das Präsidium des Synodalrats, der Exekutive der Landeskirche, übernimmt die bisherige Vizepräsidentin Annegreth Bienz-Geisseler (Entlebuch) von Renata Asal-Steger (Luzern). Neuer Vizepräsident ist Markus Müller-Fuchs (Nebikon).

Nächstes Jahr sind kirchliche Gesamterneuerungswahlen. Alle Gewählten sind deshalb vorerst bis zum Ende der Legislaturperiode 2014/18 Ende Juni im Amt. An der konstituierenden Sitzung des neuen Parlaments am 20. Juni müssen sie bestätigt werden.

Budget mit schwarzen Zahlen

Den Voranschlag 2018 genehmigte die Synode einstimmig. Vom Finanz- und Aufgabenplan bis 2020 nahm sie zustimmend Kenntnis. Die Landeskirche rechnet im kommenden Jahr bei Einnahmen von rund 9,86 Millionen Franken und Ausgaben von 9,31 Millionen mit einem Überschuss von knapp 550‘000 Franken.

Der Synodalrat hatte zum dritten Mal in Folge ein Budget mit schwarzen Zahlen vorgelegt und rückt damit seinem Ziel näher, einen Jahresumsatz als Liquiditätsreserve äufnen zu können. «Damit wir bei einem Rückgang der Steuereinnahmen nicht gleich den Steuersatz anpassen, unsere Aufgaben weiterhin wahrnehmen und die Kirchgemeinden schonen können», sagte der finanzverantwortliche Synodalrat Armin Suppiger (Luzern). Der Beitragssatz der Kirchgemeinden bleibt bei 0,022 Einheiten.

Der Synodalrat erwartet auch für das laufende Jahr ein Plus; veranschlagt sind gut 420‘000 Franken. «Es sieht positiv aus», so Suppiger. Die Fraktion Entlebuch kündigte an, bei einem erneuten grossen Überschuss bei der Rechnungsabnahme im Frühling einen Steuerrabatt für die Kirchgemeinden zur Diskussion zu stellen.

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