Regionales Leben

Luzerner Lokal «Wild Bowls» zügelt
Food Porn garantiert: Bald gibt’s mitten in der Stadt Superfood

  • Lesezeit: 4 min
Dennis Wild, Inhaber von «Wild Bowls» und seine Partnerin Gina Stocker, welche ihn in seinem Business unterstützt.
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Dennis Wild, Inhaber von «Wild Bowls» und seine Partnerin Gina Stocker, welche ihn in seinem Business unterstützt. (Bild: zvg)

Die erste Superfood-Bar der Stadt Luzern zügelt an einen neuen Standort. Wo es bald Açaí-Bowls, Salat-Bowls und Avocadotoasts gibt – und weshalb das auch Instagram-Liebhaber freuen dürfte.

Sie gleichen einem Kunstwerk, das auf Instagram zu Tausenden geteilt wird, gar als «Shooting-Star» gehypt wird. Und gesund ist es obendrein, selbst Herzogin Meghan Markle schwört darauf. Açaí-Bowls sind hip – und gesund.

Bei den Açaí-Bowls bilden pürierte Açaí-Beeren die Basis. Die Schale wird garniert mit frischen Früchten – wie Erdbeeren, Blaubeeren, Äpfeln, Birnen, Pflaumen, Kiwis, Bananen oder Drachenfrüchten.

Bis anhin gab’s das Superfood in Luzern an der Moosstrasse zu essen. «Wild Bowls» heisst das Lokal, das gesunde Salate, Smoothies, Sandwiches und eben die Açaí-Bowls serviert. Nun will der Inhaber Dennis Wild an die Pilatusstrasse zügeln. An prominenter Lage plant er ein Pop-up-Café.

«Açaí-Bowls liegen im Trend, um sie ist ein wahrer Hype entbrannt», sagt auch Wild. «Sie haben sich in anderen Ländern bewährt und sind seit Jahren nicht mehr wegzudenken.»

In den Surfferien auf Hawaii kennengelernt

Das erste Mal ass Wild in seinen Surfferien in Hawaii eine Açaí-Bowl. Gekannt hat er die Bowls aber schon zuvor – über Instagram. Und er war überrascht, dass sie nicht nur gesund sind, sondern ihm auch schmecken.

Zurück in der Schweiz machte sich Dennis Wild, der Betriebswirtschaft studierte und im Marketing für internationale Firmen arbeitete, auf die Suche nach Açaí-Bowls. Doch er fand sie nicht. So entstand die Idee, die violette Beere aus dem Amazonasgebiet in die Schweiz zu bringen.

Und so sehen die Açaí-Bowls aus:

Inhaber findet Import der Açaí-Beere gerechtfertigt

«Unser Ziel ist es, möglichst lokales mit exotischem Superfood zu vereinen», erklärt der 29-Jährige. Die Açaí-Beere aus dem Amazonasgebiet muss sich erst den Weg in die Schweiz suchen. Gibt es nicht heimische Alternativen? «Meiner Meinung nach schmeckt eine Smoothie-Bowl mit Açaí-Beeren als Basis am besten und kommt nicht an eine Bowl ran, die nur Blaubeeren oder andere Beeren enthält.» Die Açaí-Beere habe im Vergleich zur heimischen Blaubeere oder Brombeere einen höheren Gehalt an Antioxidantien und essenziellen Omega-3- und -6-Fettsäuren und weiteren 50 Nährstoffen, welche für die Açaí-Beere einzigartig seien, sagt Dennis Wild.

Seiner Meinung nach würden die positiven Eigenschaften des «Açaí Business-Modells» überwiegen, die auch den Import in die Schweiz rechtfertigen würden. Wie Dennis Wild erklärt, wachsen Açaí-Beeren ausschliesslich wild in grossen Regionen im Regenwald auf sogenannten Kohlpalmen. «Die Nachfrage nach den Açaí-Beeren ist sehr hoch und das Business ist dementsprechend für die lokalen Bauern im Amazonas eine bedeutende Einnahmequelle», so Dennis Wild weiter. «Aus diesem Grund werden riesengrosse Flächen im Regenwald, wo diese Beeren wachsen, vor der Abholzung geschützt.»

Zudem würden durch die Exportgeschäfte viele neue Arbeitsstellen für lokale Familien geschaffen und es gebe genügend wild wachsende Beeren, um der hohen Exportnachfrage, aber auch dem lokalen Bedarf in Brasilien nachzukommen.

Vom Food-Truck zum festen Lokal

Erst brachte Dennis Wild mit einem Food-Truck das Superfood an die Leute. Seinen ersten Standort hatte er vor dem Haupteingang des Sihlcity. Letztes Jahr war er für fünf Monate vor dem Globus an der Zürcher Bahnhofstrasse anzutreffen.

Da die Açaí-Bowls auf grossen Anklang stiessen, suchte der gebürtige Zuger einen festen Standort. Und fand ihn an der Luzerner Moosstrasse. «Wir haben praktisch immer den Laden voll», sagt Wild. Gerade viele Junge seien begeistert. Ihnen erginge es ähnlich wie Wild selbst früher. «Sie kommen aus den Ferien, einem längeren Auslandsaufenthalt zurück in die Schweiz und suchen die guten, lockeren Vibes der Food-Trucks und die leckeren Açaí-Bowls.»

Wild erhofft sich, nun dank des neuen Standorts noch mehr Luzernerinnen und Luzerner anzusprechen. Täglich rechnet er mit bis zu 150 Gästen. Um sich gegen den Ansturm zu wappnen, werde eine sechste Person angestellt. «Wild Bowls» bleibt für mindestens 10 Monate an der Pilatusstrasse, mit der Option auf Verlängerung. Doch auch in Zürich sucht Wild derzeit ein Lokal.

Ende April schliesst das Lokal an der Moosstrasse, Anfang Mai soll das neue Lokal an der Pilatusstrasse eröffnen. Geplant sind laut Baugesuch rund 20 Innensitzplätze.

Auch Avocado-Toasts stehen auf der Menükarte:

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