Fitness-Club «Indigo» geht auch in Zug der Atem aus
  • Wirtschaft
Die Laufbänder im Indigo-Fitness in Zug bleiben definitiv ausser Betrieb. (Bild: Beat Holdener)

Lockdown besiegelt den Konkurs Fitness-Club «Indigo» geht auch in Zug der Atem aus

2 min Lesezeit 4 Kommentare 14.02.2021, 07:54 Uhr

Das Indigo Fitness Zug öffnet auch nach Ende des aktuellen Lockdowns nicht mehr und schliesst definitiv seine Tore. Dies geht aus einer Mitteilung an die Club-Mitglieder hervor. Wegen Zahlungsschwierigkeiten wurde dem Betrieb der Mietvertrag gekündigt. Im letzten Sommer musste bereits das Studio in Luzern dichtmachen.

Der Indigo-Fitness-Club muss seine Räumlichkeiten beim Güterbahnhof Zug per Ende Februar abgeben. «Die Vermieterschaft hat uns den Mietvertrag ausserterminlich gekündigt, da wir die Miete nicht bezahlen konnten», schreibt der CEO und Gründer Jonas Caflisch in einem E-Mail an die Mitglieder. Die Firma werde mangels finanzieller Reserven Konkurs gehen, entweder durch Hinterlegung der Bilanz des Gründers Caflisch oder Betreibung durch den Vermieter.

Die seit fast einem Jahr andauernde Corona-Krise traf den Fitness-Betrieb ins Mark. Schon vorher war die 2017 gegründete Firma allerdings wirtschaftlich nicht in Form, wie Jonas Caflisch einräumt: «Die Indigo Fitness AG hatte mit der Mitgliederzahl der letzten Jahre und den damit zusammenhängenden Umsätzen schon immer Mühe, die Miete vollumfänglich und pünktlich zu bezahlen.» Den Vermietern macht er deshalb wegen der ausserterminlichen Kündigung keinen Vorwurf.

Mitarbeiter müssen einen neuen Job suchen

Der CEO bedauert die Schliessung und verspricht, sich persönlich dafür einzusetzen, dass die betroffenen Mitarbeitenden in anderen Fitness-Clubs eine Anstellung finden. Die bezahlten Beiträge werden an die Mitglieder nicht rückerstattet. Diese haben jedoch die Möglichkeit, den Vertrag auf Indigo-Filialen in Zürich, Basel oder Genf umschreiben zu lassen. Auch die Migros-Fitnesscenter machen ein Anschlussangebot.

Die Zuger Filiale ist nicht die erste, welche Indigo nicht rentabel betreiben konnte. Im letzten Sommer musste bereits das Studio in Luzern dichtmachen (zentralplus berichtete). Die Fitnessbranche ist durch die Corona-Situation und angeordnete Schliessungen generell angeschlagen. Weil Anfang Jahr normalerweise viele Abonnemente verlängert werden, spitzt sich momentan die Situation zu. Branchenkenner befürchten eine Konkurswelle.

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4 Kommentare
  1. Indigo Member, 15.02.2021, 22:06 Uhr

    Die hatten dort Technogym Eqiupment, weches du auch in 800,- CHF Studios findest.. Was rechtfertigt dann den Preis?

  2. Thomas, 14.02.2021, 23:19 Uhr

    Das ist schon Krass, dass Indogo da den Kunden das Geld nicht zurückerstattet… Zum glück habe ich mich dort nicht beworben, sonst stünde ich jetzt ohne Job

  3. Natur Fitness, 14.02.2021, 13:58 Uhr

    Das wundert mich kein bisschen und hat im Fall Indigo wenig mit Corona zu tun. Wer auf möchtegern Schicki-Micki macht und Abo-Preise von gegen 1500-2000 Franken ausruft, der muss sich nicht wundern, wenn die Kunden ausbleiben. Da nützt es wenig, wenn man als Mehrwert lediglich paar Handtüchli und Hahnenburger zu bieten hat. Auch die Mitgliederbeschnkung wirkt ob diesen Nachrichten eher lächerlich……

    1. Indigo Member, 14.02.2021, 18:38 Uhr

      Ich war Member in Zug und habe es enorm geschätzt, dass auch in Stosszeiten immer genug Platz war. Der Preis hat ja genau das bezweckt, wie in verschiedenen anderen Bereichen auch. Ich verstehe diese negative Haltung nicht, niemand zwingt Sie dazu, da hin zu gehen. Das Personal war immer sehr nett und sympathisch. Ich hoffe, alle Mitarbeiter finden schnell wieder einen Job!

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