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Fertig Steinzeit: Im Eichhof geht das Feuer aus
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Der Eichhof-Garten ist gut besucht. (Bild: zvg)

Luzerner Gastrobetrieb gibt auf – 13 Jobs weg Fertig Steinzeit: Im Eichhof geht das Feuer aus

3 min Lesezeit 1 Kommentar 01.09.2017, 18:05 Uhr

Überraschung an der Obergrundstrasse: Das Wirtshaus Eichhof hat nur noch wenige Tage geöffnet. Nach zwei Jahren schliesst das Restaurant wieder. Die Steinzeitküche fand zu wenig Anklang. 13 Angestellte verlieren ihren Job.

Das Wirtshaus Eichhof macht den Laden dicht: Am 16. September wird der Betrieb eingestellt. Das teilt die Wirtshaus zum Eichhof AG mit. Nach zweijähriger Tätigkeit sehe man sich zu diesem Schritt gezwungen.

«Es war ein sehr schwerer und emotionaler Entscheid», sagt Thomas Schumacher, Mitglied der Geschäftsleitung der Wirtshaus zum Eichhof AG. Doch das trendige Konzept habe seit der Eröffnung im Sommer 2015 nicht den nötigen Anklang gefunden. 

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Das Restaurant setzte auf die sogenannte Steinzeitküche, die unter dem Namen Paleo in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erlebte (zentralplus berichtete). Das Ernährungskonzept basiert darauf, möglichst auf vorverarbeitete Kohlenhydrate, weissen Zucker und Laktose zu verzichten. Doch in Luzern war die Nachfrage offenbar zu gering. «Das Konzept hat zu wenig Durchschlagskraft gehabt, um langfristig zu funktionieren», sagt Schumacher.

«Am Ende des Tages, des Monats und des Jahres hat es nicht gereicht.»

Thomas Schumacher, Mitglied Geschäftsleitung Wirtshaus zum Eichhof AG

Von der Schliessung betroffen sind 13 Vollzeit- und Teilzeitangestellte. Man suche zusammen mit allen, wenn irgendwie möglich, eine Nachfolgelösung, sagt Schumacher. Mitarbeiter und Lieferanten seien Ende August informiert worden.

Schöne Sommerabende reichten nicht

Im grosszügigen Garten sorgten regelmässig DJs für lauschige Sommerabende. Die oft gut besetzte Terrasse an den Wochenenden und an schönen Abenden täuschte aber offenbar über die tatsächliche Auslastung hinweg. «Am Ende des Tages, des Monats und des Jahres hat es nicht gereicht.»

«Wir werden alles daran setzen, dass es weiterhin ein geselliger Treffpunkt in Luzern bleibt.»

Urs Frei, Leiter Unternehmenskommunikation Brauerei Eichhof

Über die möglichen Gründe könne er nur spekulieren. Womöglich sei Luzern kein Ort für mutige und spezielle Trends, womöglich sei man der Zeit auch noch etwas voraus gewesen, womöglich sei angesichts des Gesundheits- und Sporttrends auch die Zeit vorbei, wo man von Montag bis Sonntag gutlaufende Gastronomie anbieten könne.

Sicher sei auch die Konkurrenz auf dem Platz Luzern sehr gross. «Fakt ist: In Luzern zu diesem Zeitpunkt hat das Konzept nicht funktioniert.» Näheres zu den Gründen will Schumacher «aus Rücksicht auf alle Beteiligten» zurzeit nicht machen.

Es soll ein Restaurant bleiben

Nun wird der Betrieb noch zwei Wochen aufrecht erhalten – bevor die Türen im «Eichhof» definitiv schliessen.

Im «Eichhof» sei man womöglich nicht mehr ganz so gut gelaunt, so die Betreiber auf Facebook:

 

Was danach mit dem Lokal passiert, ist offen. Von Seiten der Brauerei Eichhof, die das Gebäude untervermietet, gibt es aber klare Vorstellungen. «Wir werden alles daran setzen, dass es weiterhin ein geselliger Treffpunkt in Luzern bleibt», sagt Urs Frei, Leiter der Unternehmenskommunikation. Wie lange das Lokal ab Mitte September leersteht, ist noch offen. «Wir streben eine schnelle Lösung an und hoffen auf ein neues, attraktives Konzept», so Frei.

Damit endet ein weiteres Kapitel in der turbulenten Geschichte des Lokals. Schumacher und sein Team übernahmen das «Eichhof» erst vor zwei Jahren. Die Betreiberfirma, die vorher dort wirtete, musste Konkurs anmelden, nachdem einer der Geschäftspartner mit dem Geld verschwand (zentralplus berichtete).

Das Restaurant Eichhof in Luzern.

Das Restaurant Eichhof in Luzern.

(Bild: lwo)

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1 Kommentare
  1. Roger Baldinger, 05.09.2017, 22:51 Uhr

    Schade aber vieleicht wäre ein Konzept mit einfacher Hausmannskost ein Rezept… Bier und Bierspeziaitäten sowie Wein von der Brauerei Eichhof, Kaffee von der Rösterei ums eck usw.