Fernweh während Corona – So planen Luzernerinnen Ferien
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Wie sieht Reisen während der Corona-Pandemie aus? Die Reisebüros Globetrotter, Tui und Kuoni geben Auskunft. (Bild: DER Touristik Suisse/zvg)

Für spontane Reisefüdlis wird's mühsamer Fernweh während Corona – So planen Luzernerinnen Ferien

4 min Lesezeit 26.09.2021, 11:58 Uhr

Die Schweiz driftet langsam in den Herbst. Viele trauern den wenigen richtigen Sommertagen hinterher. Aber eine Umfrage bei Luzerner Reisebüros zeigt: Die Möglichkeit, sich spontan in wärmere Gefilde zu flüchten, ist da. Und wird auch rege genutzt.

Im Hinblick auf die noch immer käseweisse statt sonnengebräunte Haut war der diesjährige Sommer ein Reinfall. Zugegebenermassen wird man als rothaarige Person wie die Autorin sowieso allerhöchstens krebsrot. Doch auch das kam diesen Sommer kaum vor. Sich die Sonnenbräune stattdessen im Ausland zu holen, war ebenfalls keine Option. So hat manch ein Luzerner dieses Jahr stark Fernweh, wie eine Umfrage bei den Reisebüros Kuoni, Tui und Globetrotter zeigt.

Im Vergleich zum Vorjahr packte viele das Reisefieber: «In diesem Jahr ging es einen Schritt vorwärts. Der Wunsch nach Reisen ist wieder sehr gross. Viele wollen wieder in die Wärme», erklärt uns Markus Flick, Mediensprecher des Reiseunternehmens DER Touristik Suisse, zu dem auch die Kuoni-Reisebüros gehören. Das zeige sich auch bei den momentan beliebtesten Feriendestinationen, die bei allen angefragten Reisebüros ähnlich ausfallen. Gemäss Nick Gerber von Globetrotter Travel Service AG sind das: «Costa Rica, Mexiko, Malediven, Türkei, Griechenland und die Seychellen.»

Auf dem «normalen» Niveau der Vorjahre sei man hingegen noch nicht, erklärt Gerber weiter, denn gerade bei beliebten Schweizer Ferndestinationen wie den USA, Australien oder einigen asiatischen Ländern seien viele Reisen zurzeit nicht möglich. Die USA beispielsweise öffnen die Pforten für Geimpfte erst Anfang November wieder.

Kurzfristige Buchungen nehmen zu

Generell zeigt sich jedoch bei allen befragten Reisebüros ein Aufwärtstrend. Während man im Jahr 2020 viele Absagen erhalten hat, packte diesen Sommer viele Luzernerinnen das Reisefieber. Dies hätte unter anderem mit dem Aufkommen von Test- und Impfstrategien zu tun, erklärt Milica Vujcic von Tui Suisse auf Anfrage. Das gäbe gewissen Kunden Sicherheit.

Aber diese Sicherheit empfinden nicht alle gleich: «Die Einreisebedingungen können sich sehr schnell ändern, was unsere Kunden verunsichert», sagt Vujcic. «Dadurch warten viele zu, bevor sie eine Reise buchen.» Der aktuelle Trend zeigt, dass viele Reisefüdlis sehr kurzfristig buchen, teils nur ein oder zwei Monate vor der Abreise.

«Früher war das Packen vom Handgepäck am schwierigsten. Heute ist es der administrative Aufwand vor der Einreise.»

Milica Vujcic, Manager Corporate Communications von Tui Suisse

Sind spontane Reisen denn zu Corona-Zeiten überhaupt möglich? Ja, beteuern die angefragten Reisebüros. Falls man die nötigen Einreisebestimmungen erfüllt, wohlgemerkt. «Es ist je nach Destination etwas Flexibilität gefragt», warnt Gerber vor. Denn: «Ein Covid-Zertifikat ist in aller Regel Voraussetzung fürs Reisen. Momentan hat es fast den gleichen Stellenwert wie ein Reisepass», ergänzt Flick. Ohne aktuelles Negativ-Testergebnis oder Doppelimpfung müssen Reisefans also zu Hause bleiben.

Reisebüros kommen Kurzentschlossenen entgegen

Die neuen Voraussetzungen für das Reisen und andere Freizeitaktivitäten bemerken auch die hiesigen Testcenter. Seit dem Bundesratsentscheid werden Luzerner Testangebote regelrecht überrannt. Auch im Hinblick auf die Herbstferien zeigt sich: Noch vor der Reise im Herbst einen Testtermin zu bekommen, wird sehr schwer (zentralplus berichtete).

Jedoch kein Ding der Unmöglichkeit: «Für Spontanreisen bieten wir auch Test-Kits in unseren Kuoni-Reisebüros an», so Flick. «Kunden können sich daheim testen lassen, ihre Tests einschicken und haben 24 Stunden später ihr Testergebnis.» Auch Tui-Sprecherin Vujcic versichert: «Es gibt eigentlich immer eine Möglichkeit, sich testen zu lassen. Wenn es jedoch sehr kurzfristig ist, muss man halt mehr Kosten selbst übernehmen.» So bietet beispielsweise der Flughafen Zürich PCR-Tests an, deren Ergebnis innerhalb von zwei Stunden feststehen soll.

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Ungeachtet dieser Möglichkeiten empfehlen die Reisebüros, sich bereits im Voraus um ein Covid-Zertifikat zu kümmern. Nebst Einreise wird das Zertifikat in vielen Mittelmeerländern auch zum Eintritt in öffentliche Innenräume gefordert. Eine gute Vorbereitung der Reise wird also immer wichtiger: «Früher war das Packen vom Handgepäck am schwierigsten. Heute ist es der administrative Aufwand vor der Einreise», so Vujcic.

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