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FCL verliert kläglich und Babbel donnert: «Mannschaft ist mental tot»
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Marco Schneuwly ist enttäuscht nach der Niederlage gegen Thun. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

3:1-Niederlage gegen Thun FCL verliert kläglich und Babbel donnert: «Mannschaft ist mental tot»

2 min Lesezeit 07.05.2017, 08:22 Uhr

Ein chancenloser FC Luzern und ein Trainer, der nach dem Spiel Klartext spricht. Nach der blamablen Niederlage gegen Thun findet Markus Babbel ungewohnt deutliche Worte, auch in Richtung Vereinsführung.

Mit der 3:1-Niederlage kam Luzern auswärts gegen Thun noch glimpflich weg – das Resultat hätte viel höher ausfallen können. Thun kam in der Super League zum dritten Erfolg in Serie, Luzern hingegen ging als dritte Mal in Folge als Verlierer vom Platz.

Zwar hatte der FCL zur Pause nach einem Tor von Marco Schneuwly (12.) noch 1:0 geführt, doch war Thun bereits in den ersten 45 Minuten tonangebend gewesen. Gleich zweimal verpassten die Berner Oberländer den Ausgleich wegen eines Lattenschusses.

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Erfolg von Thun hochverdient

Sieben Minuten nach der Pause belohnte Mickaël Facchinetti die Gastgeber für ihre starke Leistung schliesslich mit dem Ausgleich, und zu Beginn der Schlussviertelstunde brachten Simone Rapp und Christian Fassnacht mit einem Doppelschlag die Thuner auf die Siegerstrasse.

Der Heimerfolg war hochverdient und Thun dürfte sich damit aller Abstiegssorgen entledigt haben. Es war für übrigens für Thun der erste Erfolg gegen Luzern nach zuletzt acht Partien ohne Sieg.

 

Doch was war mit dem FCL los? Marco Schneuwly war nach dem Spiel vor allem eins – ratlos: «Ich weiss nicht, woran es liegt», sagte er gegenüber SRF Sport. «Jetzt müssen wir schnell wie möglich zu unserem Spiel zurückfinden.»

Ganz anders Trainer Markus Babbel – er war stinkesauer. «Die Mannschaft ist mental tot», sagte er gleich zu Beginn im Interview mit «Radio Pilatus» nach dem Match. Und weiter: Die Mannschaft sei momentan keine Einheit, es sei kein Leben in der Truppe und dies könne eine Mannschaft wie der FCL nicht so einfach kompensieren.

Selbstüberschätzung und Beleidigung

Harte Worte als in Richtung Mannschaft, aber auch an die Adresse der Vereinsführung. Vertragsverhandlungen, Selbstüberschätzung und beleidigte Spieler seien Gründe für die miese Stimmung, so Babbel zu «Radio Pilatus».

Die Europa League ist für Babbel kein Thema mehr, dafür fehle momentan der Team-Spirit. «Ich bin froh, dass wir schon so viel Punkte haben, sonst würde es schwierig werden», so Babbel. Wenn es so weiter gehe, könne er jetzt schon prophezeien, dass der FCL nicht mehr weitere Punkte holen würde.

Für Spekulationen und heisse Diskussionen in den nächsten Tagen und Wochen ist also gesorgt beim FCL. Verlässt Babbel den FCL – und wann? Dazu sagte er nur: «Auch ich muss mir meine Gedanken machen.»

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