Eine Absage ohne Begründung – das nimmt Trainer René van Eck den FCL-Verantwortlichen übel.
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Eine Absage ohne Begründung – das nimmt Trainer René van Eck den FCL-Verantwortlichen übel. (Bild: Daniela Frutiger/freshfocus)

Das sind die Topkandidaten für den FCL-Trainerjob FCL-Führung trifft van Eck und Berner zu Gesprächen

3 min Lesezeit 6 Kommentare 18.12.2019, 15:48 Uhr

Den Einen liess der FC Luzern aus Amsterdam einfliegen, der Andere hatte weniger weit: Die FCL-Verantwortlichen haben am Mittwoch den Holländer René van Eck und danach Kriens-Trainer Bruno Berner zu Gesprächen getroffen, um die Nachfolge von FCL-Trainer Thomas Häberli zu regeln.

Kehrt der FCL-Aufstiegstrainer und Publikumsliebling auf die Allmend zurück? René van Eck ist am Mittwochmorgen in der unmittelbaren Umgebung der Swissporarena gesehen worden. Aus gutem Grund: Der 53-Jährige traf sich mit FCL-Präsident Philipp Studhalter, Sportchef Remo Meyer und Scout Pasquale De Simone, um über seine Fussballphilosophie zu reden und über seine Vorstellungen, wie er den FC Luzern aus der sportlichen Not zu befreien gedenkt.

Van Eck, der bis zum Ende der letzten Saison als Assistent von Ludovic Magnin beim FC Zürich arbeitete (zentralplus berichtete), ist bekannt als grosser Motivator und leidenschaftlicher Arbeiter. Er ist ein Mann, der gerne anpackt. Man muss im Leben mehr tun als andere, wenn man mehr erreichen will, ist sein Arbeitsethos.

Frühere Wegbegleiter schwärmen von der hohen Trainingsqualität von René van Eck. Der Fussballlehrer lässt seine Spieler permanent mit dem Ball arbeiten, selbst bei Konditionsübungen. Der Unterhaltungswert seiner Einheiten soll viel zur guten Stimmung in seinen Mannschaften beigetragen haben.

Bei den FCL-Fans praktisch eine Kultfigur

Van Eck passt nicht nur in das von Meyer vorgegebene Trainerprofil (zentralplus berichtete), er trägt quasi das FCL-Gen in sich. Von 1990 an spielte der beinharte Innenverteidiger für die Luzerner, 2006 führte er den FC Luzern bei seiner ersten Station als Cheftrainer zurück in die höchste Spielklasse. Dieser Erfolg und seine nahbare Art haben van Eck bei den FCL-Fans fast schon zu einer Kultfigur werden lassen.

Darüber hinaus kennt der routinierte Trainer den Verein und sein heissblütiges Umfeld. Er weiss, wie die Innerschweiz in Sachen Fussball tickt.

Cleverer Schachzug

Eine Verpflichtung Van Ecks wäre ein cleverer Schachzug der sportlichen FCL-Führung. Der gnadenlos geführte Hahnenkampf im Aktionariat und die sportliche Krise mit einem Sieg aus den letzten sieben Spielen haben das Image der Luzerner leiden lassen. Mit van Eck als Nachfolger von Thomas Häberli würde der FCL den Fokus von den Problemen auf höchster Führungsstufe lenken und in seiner Anhängerschaft erst noch einiges an Goodwill zurückholen.

Die Frage ist allerdings, wie FCL-Mehrheitsaktionär Bernhard Alpstaeg zu einem möglichen Engagement des seit jeher langhaarigen und tätowierten van Eck steht. «Van Eck geht überhaupt nicht. Er ist ein Paradiesvogel, ein ­Robinson Crusoe, ein Traumtänzer», urteilte Alpstaeg im Frühjahr 2013 (zentralplus berichtete). Es ist kaum davon auszugehen, dass Alpstaeg seine damalige Meinung revidiert hat.

Berner kam am Nachmittag

Nach René van Eck nahm das FCL-Trio am Mittwochnachmittag seinen zweiten Topkandidaten unter die Lupe: Er arbeitet in Kriens und heisst Bruno Berner, wie zentralplus schon vor zwei Wochen berichtete.

Der 42-jährige Zürcher hat bei den Kriensern, mit den er auf Rang 3 überwintert, einen Vertrag bis zum Saisonende. In Kriens rechnen sie damit, dass sie den SRF-Experten Berner, der im Sommer den zweijährigen Kurs zur Erlangung der Uefa-Pro-Lizenz abschliessen wird, kaum mehr halten können.

Dem Vernehmen nach ist mit beiden Trainer-Kandidaten nicht über Geld und Vertragsdauer geredet worden.

Die Geschichte um die Nachfolge von Häberli läuft wohl auf die Frage hinaus: Traut es sich Meyer zu, die Verantwortung für den abstiegsbedrohten FCL zum zweiten Mal in die Hände eines auf höchster Ebene unerfahrenen Trainers zu legen? Oder setzt er mit van Eck lieber auf Routine?

Fortsetzung folgt in Kürze.

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6 Kommentare
  1. CScherrer, 19.12.2019, 07:31 Uhr

    René Van Eck ist wohl kein Ungerader und scheint bei den Fans tatsächlich Kultstatus zu geniessen. Verständlich, denn Van Eck verfügt über diese «Grasfresser-Mentalität». Ist ein Kämpfer. Jedoch der falsche Mann für den Posten des Cheftrainiers. Ich kann mir nur vorstellen, dass René Van Eck als Assistenztrainer zum FC Luzern zurückkehren wird. Van Eck anzustellen um vom Hahnenkampf im Aktionariat abzulenken, wäre alles andere als ein Schachzug. Als Assistenztrainer neben einem Fussballfachmann ist Van Eck durchaus vorstellbar. Auf der anderen Seite könnte Van Eck eine gute Übergangslösung bis zum Sommer sein. Jetzt gilt es in erster Linie den Abstieg zu verhindern. Luzern befindet sich im Abstiegskampf. Hier kann Van Eck grosses Leisten. Danach braucht Luzern einen Trainer, der in der Lage ist, die jungen Spieler weiter zu entwickeln und besser zu machen. Schlussendlich ist Luzern darauf angewiesen, eigene Spieler wieder mit Gewinn verkaufen zu können.

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    1. Gerber Rolf, 19.12.2019, 10:53 Uhr

      Super geschrieben, ich bin genau Ihrer Meinung. Würde mich aber doch eher für Bruno Berner entscheiden. Ich hoffe Remo Meyer wird sich richtig entscheiden.

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  2. Krieger, 18.12.2019, 19:48 Uhr

    Rene van Eck ist einer von uns

    Rene van Eck ist in dieser Situation der einzige Kandidat der als Trainer in Frage kommt.
    Er geniesst in der Innerschweiz Kultstatus und ich bin sicher er wird mit seiner volksnahen Art die Zuschauer wieder in die Swisspor Arena locken, ich auf jeden Fall werde nach etlichen Jahren wieder zu Gast sein. Bruno Berner hat ja eigentlich abgesagt, eine Wende macht ihn unglaubwürdig bleib bei Kriens hier weisst du was du hast. In diesem Sinne bis bald in Luzern mit RENE VAN ECK.

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  3. Uurs gründeler zuchwil, 18.12.2019, 17:02 Uhr

    Hoffentlich ist Rene gescheit genug Er weiss ja wie es rauskommt mit so einem 5.-Ligatrainer wie Meyer

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    1. Aratim, 19.12.2019, 07:46 Uhr

      Herr Gründeler, müssen Sie eigentlich bei jedem Online-Medium gegen Herr Meyer schiessen? Wir wissen langsam, dass Sie nicht viel vom Business verstehen.

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    2. Gerber Rolf, 19.12.2019, 10:59 Uhr

      Herr Gründeler, ich habe das Gefühl das Sie nicht sehr viel von Fussball verstehen, nur immer Rene Meyer die Schuld zuzuschieben ist sicher zu einfach.

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